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Test - The Last of Us: Part II Remastered : Test: Auch auf dem PC ein Meisterwerk?

  • PC
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Sony lässt es mit The Last of Us noch einmal richtig krachen. Ein dritter Teil ist zwar noch in weiter Ferne, aber immerhin: Nach dem Remaster der PlayStation-Version des Spiels von Naughty Dog haut Sony pünktlich zum Start der zweiten Staffel der Serie auch noch die PC-Version raus. Das macht Sinn, schließlich geht es in Season 2 zumindest um einen Teil der Geschichte von The Last of Us: Part II. Allerdings hatte Sony mit den PC-Umsetzungen seiner PlayStation-Titel nicht immer ein glückliches Händchen. Können sich PC-Besitzer trotzdem auf die Serie und das Spiel freuen?

Die PC-Portierung des ersten Teils von The Last of Us war zunächst alles andere als gelungen. Optisch hatte Iron Galaxy zwar alles richtig gemacht, aber technisch war die Portierung des Entwicklers Iron Galaxy sehr problembehaftet. Vielleicht auch deshalb hat Sony für den zweiten Teil Nixxes als Entwickler ins Boot geholt. Immerhin hat Nixxes schon einige sehr saubere Portierungen hinter sich, auch wenn Marvel’s Spider-Man 2 seine Macken hatte. Wäre doch ärgerlich, wenn der erwartete zweite Frühling der Serie in die Hose geht?

Wie auch immer, fassen wir kurz zusammen. The Last of Us: Part II setzt die Geschichte um Joel und Ellie einige Jahre nach dem Finale des ersten Teils fort. Das ungleiche Duo hat sich in Jackson niedergelassen, einer großen Siedlung von Überlebenden der Cordyceps-Epidemie, die unzählige Menschen in zombieähnliche Kreaturen verwandelt und eine Apokalypse ausgelöst hat. Eine der Patrouillen in der Umgebung der Siedlung hat schwerwiegende Folgen, die hier nicht weiter verraten werden sollen, die aber dazu führen, dass Ellie sich voller Zorn in Begleitung auf den Weg nach Seattle macht.

Während es im ersten Teil von The Last of Us vor allem um Freundschaft und (quasi-väterliche) Liebe unter schwierigen Umständen ging, hat der zweite Teil ein ganz anderes Thema, denn nun stehen Trauer, Wut und Rache im Vordergrund, und das auf eine (selbst)zerstörerische und gewalttätige Art und Weise, aber nicht minder emotional erzählt und inszeniert. Wieder geht es Naughty Dog in erster Linie darum, uns in die Figuren eintauchen zu lassen, und das auf manchmal provokante, gewalttätige und unangenehme Weise - Stichwort Abby, eine Figur, die man eigentlich gar nicht mögen will, in deren Haut man aber zwangsläufig schlüpfen muss, was die emotionale Wirkung noch verstärkt. Dazu noch die charakterliche Weiterentwicklung von Ellie und das Gefühlsleben wird ordentlich durcheinander gewürfelt.

Genau diese erzählerische und emotionale Tiefe ist aber das Markenzeichen der Serie, denn mal ehrlich: Gameplay und Spielmechanik sind eher zweckmäßig als meisterhaft. Was The Last of Us: Part II in Sachen Charakterdesign, Emotionalität und Inszenierung aus dem Ärmel schüttelt, ist jedoch schlichtweg Weltklasse. Für weitere Details schaut euch unseren Test des Originalspiels an sowie des Konsolen-Remasters von The Last of Us: Part II.

Die PC-Version basiert übrigens auf dem PlayStation-Remaster vom Januar, also inklusive zusätzlicher Szenen, Extras, Gitarren-Modus und dem „No Return“-Roguelike-Modus - letzterer sogar mit zwei neuen Charakteren und vier zusätzlichen Maps. Das ist schön, hat aber auch den Nachteil, dass man beim Spielen auf das nicht immer gelungene Pacing aufmerksam wird.

Denn der zweite Teil hat einen entscheidenden Nachteil: Er wirkt an manchen Stellen unnötig aufgebläht. Manche Kampfsequenz will einfach kein Ende nehmen, manche ruhige Sequenz hat quälende Längen. Aber gut, das tut den erzählerischen Qualitäten von Druckmann & Co. keinen Abbruch. Positiv ist natürlich, dass die Remaster-Version eine wunderbare Basis bietet, um das immerhin fünf Jahre alte Spiel in einem Glanz erstrahlen zu lassen, der selbst aktuelle Blockbuster beschämt und in den Schatten stellt.

Natürlich hat Nixxes dem Spiel auch die üblichen PC-Upgrades spendiert. Dazu gehören weitere Grafikverbesserungen, freigeschaltete Frameraten, Breitbild- und Ultrabreitbildformate, HDR und erweiterte Grafikoptionen. Damit das Spiel auch schön flüssig läuft, hat Nixxes auch die Upscaler NVIDIA DLSS 3, AMD FSR 3.1 und Intel XeSS eingebaut und wo möglich auch Frame Generation spendiert. Natürlich gibt es auch Anpassungen für Controller inklusive DualSense-Support sowie Maus und Tastatur.

Und das alles hat Nixxes verdammt gut hinbekommen, wobei wohl auch genügend Druck von Sony dahinter steckte. Die Portierung ist tadellos und nahezu bugfrei gelungen. Zumindest konnten wir während unserer Spielzeit keine spürbaren Aussetzer feststellen. Auch die Performance kann sich sehen lassen. Auf unserem Testrechner mit einer RTX 4090 lief das Spiel in 4K mit maximalen Einstellungen auch ohne Upscaler stabil wie ein F1-Bolide mit rund 160 Bildern pro Sekunde, mit Upscaler und Frame-Generation sogar weit über 200. Selbst im Ultrawide-Format 21:9 in 1440p mit einer RTX 4070 Ti sahen die Bildraten nicht schlechter aus.

Die empfohlenen Systemanforderungen mit einer RTX 3060 für flüssiges Spielen klingen also mehr als plausibel. Aber Achtung: Man braucht deutlich über 100GB Speicherplatz und eine SSD. Allein der Download-Client frisst schnell mal 120GB und das noch vor der Shader-Kompilierung. Aber es lohnt sich, denn das Remaster des fünf Jahre alten Spiels beeindruckt nach wie vor mit enorm detailreichen Charakteren und Umgebungen.

Greift zu, wenn...

… ihr das Meisterwerk von Naughty Dog in seiner vielleicht besten Umsetzung erleben wollt.

Spart es euch, wenn...

… wenn ihr das Spiel bereits auf der PlayStation durchgespielt habt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Die wohl beste Art, The Last of Us: Part II zu erleben

Die PC-Portierungen von Sony sind immer ein bisschen Glückssache und auch wenn sich Nixxes als stabiler Entwickler erwiesen hat, gab es in der Vergangenheit auch einige Ausrutscher. Bei The Last of Us: Part II hat Nixxes jedoch alles richtig gemacht. Basierend auf dem PS5-Remaster vom Januar erlebt ihr eine nahezu makellose Portierung mit immer noch extrem beeindruckender Grafik, modernen Features wie DLSS oder FSR und sinnvollen Anpassungen wie Widescreen-Formaten und Maus-Tastatur-Anpassung.

Als Gesamtpaket gesehen ist The Last of Us: Part II nach wie vor eines der besten Spiele aller Zeiten. Vielleicht nicht unbedingt in Bezug auf die eher zweckmäßigen als überragenden Spielmechaniken und auch das Pacing ist nicht immer gelungen – einige Abschnitte wirken unnötig aufgebläht. Aber die Charakterdarstellung, die Emotionen, die Dialoge und das Szenario sind so wunderbar und fesselnd umgesetzt, dass das im Kern fünf Jahre alte Spiel immer noch ganz oben in der Nahrungskette steht.

>> Alt, aber noch gut: 10 PlayStation-Klassiker für die PS5 <<

Wer The Last of Us: Part II noch nicht gespielt hat, ist mit der PC-Version dank vieler Optimierungen und einer guten Portierung mit piekfeiner und flüssiger Performance gut beraten. Allerdings müsst ihr euch entscheiden, ob ihr das Spiel zuerst spielt oder ob ihr euch vorher die 2. Staffel der Serienumsetzung anschaut, die eben einen Teil dieses Spiels beinhaltet.

Überblick

Pro

  • noch immer eine ergreifende Erzählung
  • weiterhin nervenzerfetzender Spielablauf in gelungenem Horrorszenario
  • diverse Extras mit Making-of-Charakter
  • verbesserte Beleuchtung und grafische Updates
  • freier Gitarrenspiel-Modus
  • spannender Rogue-like-Modus
  • Speedrun-Modus freispielbar
  • DLSS, FSR und XeSS verfügbar
  • saubere, fehlerfreie Portierung mit guter Performance
  • Breitbildformate unterstützt

Contra

  • die zweite Hälfte der Handlung zieht sich
  • einige unnötige Spielabschnitte, die nur die Spielzeit strecken
  • Gunplay noch immer einseitig zugunsten der Gegner ausgelegt

Awards

  • Games Tipp
    • PC
  • Sound
    • PC
  • Story
    • PC

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