Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

News - PlayStation : Die Gaming-Welt reagiert mit Shitstorm auf Sonys Disc-Aus

  • PS5
Von  |  | Kommentieren

Die Gaming-Community befindet sich im Ausnahmezustand. Nur wenige Stunden nach Sonys offizieller Ankündigung auf dem PlayStation Blog, die Produktion physischer Spiele-Discs im Januar 2028 für alle neuen Veröffentlichungen einzustellen, fluten wütende Kommentare die sozialen Netzwerke, Foren und Video-Plattformen. Unter Beiträgen auf Reddit, X und in den Kommentarspalten großer Gaming-Magazine zeichnet sich ein beispielloser Protest ab. Der Vorwurf an die Konzernspitze wiegt schwer: Sony töte unter dem Vorwand veränderter Nutzerpräferenzen das Prinzip des echten Eigentums und die legale Erhaltung von Videospielen.

Besonders die offizielle Begründung von Sony-Manager Sid Shuman, wonach die allgemeine Vorliebe für digitale Medien die Nachfrage nach Discs deutlich überholt habe, stößt der Spielerschaft sauer auf. Viele Kommentatoren weisen darauf hin, dass dieser Wandel von den Publishern durch künstlich verknappte Retail-Auflagen oder unvollständige Discs, die ohnehin massive Downloads erfordern, jahrelang erzwungen wurde.

Ein oft geteilter Vorwurf lautet, dass Sony hier reine Gewinnoptimierung als Kundenwunsch tarne, um die Spieler vollständig in den hauseigenen PlayStation Store zu drängen, wo der Konsolenhersteller die Preise ohne Konkurrenz diktieren kann.

Das Timing der Ankündigung goss zusätzliches Öl ins Feuer. Dass Sony am exakt selben Tag die endgültige Schließung der verbliebenen digitalen Storefronts für die PlayStation 3 und die PlayStation Vita verkündete, wird von Fans als maximaler Beweis dafür gewertet, dass rein digitale Spielebibliotheken eine endliche Lebensdauer haben, die völlig von den Launen eines einzigen Großkonzerns abhängt.

Die Frustration sitzt tief, zumal Sony erst kürzlich hunderte gekaufte Filme aus den Nutzerbibliotheken gelöscht hatte. Die Initiative Does it play?, die sich für den Erhalt physischer Medien einsetzt, bezichtigte Sony auf X direkt, das legale Sammeln und Konservieren von Kulturgütern mutwillig zu zerstören.

In der Community werden nun immer lautere Rufe nach politischer und rechtlicher Einmischung laut. Viele Spieler fordern, dass Verbraucherschutzbehörden in den USA, Großbritannien und der EU den digitalen Markt strenger regulieren müssen. Wenn digitale Käufe rechtlich nicht als Eigentum geschützt sind und jederzeit entzogen werden können, dürften sie im Verkauf nicht denselben Vollpreis wie ein physisches Produkt kosten.

Für viele langjährige PlayStation-Liebhaber markiert dieser Schritt das Ende einer Ära. In den Foren kündigen zahlreiche Spieler an, der Marke mit der kommenden PlayStation 6 den Rücken zu kehren und stattdessen dauerhaft auf den PC zu wechseln, wo offene Plattformen wie Steam oder das DRM-freie GOG zumindest mehr Freiheiten und Backup-Möglichkeiten bieten.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel