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Special - Gaming-Mäuse im Test : Maus aus den Schulden

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Kaltstart: Nova Slider X600

Absolutes Neuland betreten die Franzosen nicht. Nova gießt schon seit einigen Jahren ordentliche Mauspads, will nun aber mehr vom Kuchen abhaben. Mit der Slider X600 buhlt man ab sofort im Mausgewerbe mit und hält sich scheinbar absichtlich nicht an die ungeschriebenen Gesetze eines typischen Gaming-Flitzers. Viel lieber möchte man sich absetzen, was dem rund 70 Euro (bei PC-Cooling.de) teuren kleinen Schwarzen teilweise gelingt. Das Gehäuse ist durchweg unproportioniert. Während das Vorderstück ungewöhnlich stark in die Breite wuchert, läuft das Endstück äußerst schmal zusammen. Unter leicht größeren Händen verschwindet die X600 fast komplett, nur zierliche Handflächen können mehr oder minder vollständig auf dem Gehäuserücken aufliegen. Überwiegend müsst ihr also eure Handrücken anheben, um nicht auf der Mausunterlage herumzuschleifen.

Schlecht schlägt sich die unkonventionelle Form nicht. Ihre breite Vorderseite bietet genug Stauraum für Finger, vor allem die abgestufte rechte Mulde für den Ringfinger und kleinen Finger holt sich Streicheleinheiten ab – ein paar Features, wie kleinere Einkerbungen in den Mulden, ergeben hingegen keinen Sinn.

Leicht deplatziert fühlen sich die Daumentasten an, da ihr sie nur mit Verrenkungen erreicht. Als deutlich störender erweist sich jedoch das Mauskabel. Anstatt es vorne einzustöpseln, schlüpft die Kordel an der rechten Seite in die Freiheit, direkt unter der Mulde für den kleinen Finger. Vor allem beim längeren Zocken schleift er hin und wieder an der rauen Ummantelung vorbei, sodass auf Dauer leichte Hautreizungen möglich sind.

Technisch holt Novas X600 wieder auf. Sechs der insgesamt acht Tasten dürft ihr frei konfigurieren, außerdem liegen die beiden Tasten mit weichem Druckpunkt gut in der Hand. Etwas zu weit hinten pflanzte man das Mausrad ein, das durch eine untypische schräge Bauweise deformiert ist, aber trotzdem fast nur Vorteile mit sich bringt. Habt ihr euch einmal an das seltsame Gummirad gewöhnt, schwingt es griffsicher und schnell um die eigene Achse.

Unter der schwarz gummierten Karosserie rotiert ein 3.200 DPI starker Lasersensor. Mithilfe der beiden vorderen Daumentasten passt ihr die Auflösung in drei Stufen an – standardmäßig ist 400 DPI die kleinste Auswahl. Individualisieren könnt ihr den 90 Gramm leichten Mausling mit einer Software, welche in Anbetracht des Preises besser sein müsste. Makros bleiben jedenfalls ein Fremdwort; Einstellungen zur Scroll-Geschwindigkeit schafft ihr mit den Mauseinstellungen von Windows präziser. Wenigstens eine Profilvergabe ist möglich, in diesem Fall speichert das interne Mausgedächtnis bis zu drei Tastenprofile ab.

Im Praxistest schneidet die Slider X600 besser ab als angenommen. Ihre Präzision muss sich genauso wenig verstecken wir ihr fehlerfreier Sensor. Durch das geringe Gewicht brilliert der Franzose in schnellen Spielen, muss sich allerdings aufgrund der Ergonomie Kritik abholen. Zum stundenlangen Zocken eignet er sich für normale bis große Hände jedenfalls nicht. Nur wirklich kleine Pranken fühlen sich auf dem sauber verarbeiteten Gehäuse wohl.

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