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News - Xbox : Microsoft erwägt angeblich Ausgliederung der Gaming-Sparte

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Nach Berichten des US-Wirtschaftsmagazins The Information steht der Gaming-Sparte von Microsoft eine tiefgreifende strukturelle Veränderung bevor. Die Konzernleitung um CEO Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood prüft derzeit mehrere Optionen für die Zukunft von Xbox, darunter eine Umwandlung der Sparte in ein rechtlich eigenständiges, hundertprozentiges Tochterunternehmen oder ein Joint Venture mit externen Partnern. Parallel zu diesen Überlegungen hat die Konzernspitze grünes Licht für eine neue Content-Strategie von Xbox-Chefin Asha Sharma gegeben: Ab dem im Juli beginnenden neuen Geschäftsjahr soll das Budget für Top-Titel spürbar erhöht werden, um die Entwicklung neuer Ableger der wichtigsten Kernmarken wie Fallout, The Elder Scrolls und Halo drastisch zu beschleunigen.

Die Überlegungen zur Umstrukturierung folgen auf eine Reihe interner Herausforderungen innerhalb der Gaming-Division. Erst kürzlich sickerte ein internes Memo von Xbox-CEO Asha Sharma an die Belegschaft durch, in dem sie auf erhebliche finanzielle Gegenwinde verwies. Demnach gingen die jährlichen Hardware-Einnahmen über die letzten fünf Jahre um fast eine halbe Milliarde Dollar zurück, während sich die Produktionskosten für Konsolen aufgrund gestiegener Speicher- und Komponentenpreise im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht haben. Zudem gilt das weltweite Studionetzwerk nach den milliardenschweren Übernahmen von Bethesda und Activision Blizzard intern als überdehnt.

Eine Ausgliederung von Xbox in eine eigenständige Tochtergesellschaft würde es der Sparte erlauben, autarker von den hohen Gewinnmargen-Erwartungen des Mutterkonzerns zu agieren. Gleichzeitig würde ein solches Modell einen eventuellen späteren Teilverkauf oder Partnerschaften erleichtern, wenngleich eine akute Abspaltung laut Insidern nicht unmittelbar bevorsteht.

Um die wirtschaftliche Kehrtwende einzuleiten, setzt die neue Führung auf eine radikale Beschleunigung der Spiele-Produktion. Microsoft-CEO Satya Nadella betonte auf einer Technologiekonferenz, dass es der Job von Xbox sei, großartige Spiele nachhaltig zu monetarisieren, anstatt die Sparte querzusubventionieren. Als direkte Konsequenz wurden Fallout und The Elder Scrolls zu Prioritätszonen erklärt. Microsoft sieht hier enormen wirtschaftlichen Nachholbedarf, insbesondere nach dem massiven popkulturellen Erfolg der Fallout-Serie auf Amazon Prime.

Die Entwicklungszyklen sollen daher so angepasst werden, dass neue Hauptteile nicht mehr wie bisher üblich acht bis zehn Jahre auf sich warten lassen. Wie genau diese Beschleunigung in der Praxis aussehen soll, bleibt abzuwarten. Das erhöhte Budget für das kommende Fiskaljahr ist von der Konzernspitze zwar grundsätzlich genehmigt, die finalen Zahlen stehen jedoch noch unter Vorbehalt. Die Ankündigung folgt auf eine turbulente Phase für die Marke. Während das jüngste Xbox Showcase in der Gaming-Community für viel Lob sorgte, überschatten Berichte über anstehende Budgetstreichungen beim Marketing sowie potenziell drohende Entlassungen im kommenden Monat die strategischen Pläne der neuen Geschäftsführung.

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