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Preview - Star Fox : Für 20 Minuten macht mich das Remake wieder zu einem Kind

  • NSw2
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In meinem Kopf gehört Lylat Wars zu den grafisch opulentesten, bombastischsten und packendsten Spielen aller Zeiten. Der N64-Klassiker mag einen zwar nur eine Stunde beschäftigen, die hat es dafür aber in sich. Wie viele Durchgänge ich auf dem Kerbholz habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Selbiges wird auch für das Remake auf Switch 2 gelten, dessen bin ich mir nach der Demo mehr als sicher.

Die ersten paar Augenblicke der Demo sind aber nicht von Nostalgie geprägt, stattdessen gibt es direkt eine der schicken neuen Cutscenes auf die Augen. An die realistischen Charaktermodelle von General Pepper, James McCloud, Falco Lombardi und ganz besonders Slippy Toad gewöhne ich mich in diesem Leben aber vermutlich nicht mehr.

Anstatt nach Corneria schickt euch das Remake von Star Fox zunächst in einen virtuellen Simulationsraum. Der überrascht mich als Veteran des N64-Originals und beleidigt auch ein wenig mein Ego: Ich weiß doch noch genau, wie sich ein Arwing steuert, wie eine Barrel Roll geht und was Bomben bewirken. Für Neulinge lohnt sich diese Auffrischung aber sicherlich und die Frotzeleien innerhalb der Crew erfreuen das Fan-Herz direkt. Ein wohliges Gefühl der Vertrautheit schleicht sich ein.

Die Asteroiden, die ich Zuhause nenne

Nach dem abgeschlossenen Training der Star-Fox-Demo startet die Meteo-Mission und mich erwischt eine volle Nostalgie-Welle, die mich gnadenlos 27 Jahre zurück in die Vergangenheit spült. Ich sitze nicht mehr vor dem heimischen Flatscreen, sondern im Schneidersitz vor der winzigen Familienröhre. Die Great Fox gleitet majestätisch über den Bildschirm, der epische Soundtrack verwöhnt die Gehörgänge und die Mission startet.

Mir kommt jeder Felsbrocken erstaunlich bekannt vor, die Gegnerformationen fühlen sich wie 1997 an, kurz frage ich mich: Wo ist denn der Unterschied zum Original? Ein kurzer Blick auf YouTube zeigt: Nicht das Remake schaut altbacken aus, meine Erinnerung war durch die rosarote Brille komplett verklärt.

Mit diesem Wissen macht der zweite Durchgang der Demo gleich noch mehr Spaß. Denn inklusive Cutscenes, Trainings-Simulation und Meteo-Mission bringt es die Testversion von Star Fox auf maximal 20 Minuten. Die lassen mich aber lechzend nach mehr zurück.

Der erste Felstunnel, der zweite Felstunnel, die dauerhaft im unendlichen All stehen bleibenden Laser-Barrieren und der Crusher-Pilot als Finale, alles ist wie damals – und eben deshalb bin ich mir einer Sache sicher: Es kann nur besser werden.

Stärke in der Schwäche

Vielleicht liegt es an mir, aber Meteo war eines meiner unliebsten Levels im Original – abgesehen vom U-Boot-Abschnitt natürlich. Die schwarzen Weiten des Nintendo 64 wirken in der aufpolierten Switch-2-Optik zwar deutlich imposanter, aber irgendwie fehlt es dem Level am letzten Quäntchen Genialität.

Entweder stehe ich mit dieser Meinung alleine da oder aber Nintendo hat hier einen wahren Geniestreich gewagt. Denn die Vollversion kann uns nur noch umhauen, neue Spielerinnen und Spieler könnten von der Demo aber etwas enttäuscht sein. Aber sind wir mal ehrlich, für die wird Star Fox ohnehin nicht entwickelt.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Der ultimative Trip in die Kindheit, zumindest für Fans des Originals

Ich bin mit dem Nintendo 64 aufgewachsen, er war meine erste Konsole. Meine Liebe zu Nintendos 64-Bit-Debüt geht so weit, dass ich einen Controller auf meinem Handrücken tätowiert habe. Neben den üblichen Spiele-Highlights sorgte vor allem Lylat Wars bei mir für schlaflose Nächte. Wie oft ich Andross zu Weltraumstaub verarbeitete, kann ich unmöglich nachvollziehen.

Meine nostalgischen Gefühle für das Star-Fox-Team reichen so weit, dass ich selbst den WiiU-Ableger Star Fox Zero mehrfach durchzockte. Mal im Koop, mal alleine, aber immer mit Liebe und wehe denen, die auch nur ein schlechtes Haar an meiner liebsten anthropomorphen Truppe lassen!

>> Die 10 schlechtesten Spiele-Remakes: Dann lieber nochmal das Original! <<

Dementsprechend gehört Star Fox für mich ganz hoch auf die Wunschliste für 2026. Das Switch-2-Remake geht deutlich stärker zurück zu den N64-Wurzeln und wagt keine Experimente. Hier gibt es natürlich jede Menge Grund zur Kritik, die paar zusätzlichen Modi ändern schließlich nichts an der Tatsache, dass Nintendo sich kaum Arbeit mit der Neuauflage macht.

Aber für eben genau so groß gebliebene Kinder wie mich erweist sich diese Treue zum Original als Wohltat. Alles verändert sich, wir sind weit über 30 und wollen zumindest etwas Beständigkeit. Da kommt diese winzige Demo gerade recht, die uns an simplere Zeiten erinnert, diese wieder erleben lässt und der wir deshalb auch gerne Innovationsmangel durchgehen lassen.

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