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Preview - The Mound: Omen of Cthulhu : In diesem Koop-Horror werden eure Mitspieler zum wahren Feind

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Koop-Spiele machen vor allem dann Bock, wenn man gemeinsam durch die Hölle geht. Dessen ist sich auch das chilenische ACE Team bewusst und setzt mit diversen Dschungeln zur Zeit der Konquistadoren auch auf ein ungewöhnliches Setting. Das eigene Team wird möglicherweise zur größten Bedrohung, Nervenkitzel ist entsprechend vorprogrammiert. Ich konnte einen Blick auf das vielversprechende First-Person-Horrorprojekt werfen und bin gleich mehrfach schockiert.

Der grundlegende Gameplay-Loop von The Mound: Omen of Cthulhu klingt erst mal vertraut: Als spanische Konquistadoren werdet ihr von eurem geldgeilen Captain auf Expeditionen geschickt, um wertvolle Schätze von diversen Inseln zu bergen. Dabei variieren die Aufträge in der Schwierigkeit, denn natürlich seid ihr nicht alleine. Die Verbindung zu den Werken von H.P. Lovecraft deutet bereits an, dass übernatürliches Unheil lauert.

Und ne Buddel voll dumm

Bis zu vier Spieler und Spielerinnen gehen gemeinsam auf Schatzsuche und natürlich gibt es auch einen Hub, in dem ihr euch vorbereitet: das Schiff. Hier müsst ihr euch vor jedem Start penibel absprechen, wer welche Ausrüstung einpackt. Es gibt nämlich nur begrenzte Waffen und Heil-Items, je nach gewählter Mission fällt die Auswahl extrem knapp aus.

Koordination ist alles, denn einmal im Unterholz ausgesetzt, seid ihr auf euch allein gestellt. Schon in meinen wenigen Runden mit The Mound: Omen of Cthulhu merkte ich eine simple Wahrheit: Nur, wenn das Team zusammenarbeitet, besteht die Chance auf eine gesunde Heimkehr.

Auf den Inseln treiben sich allerhand fiese Monster umher, von wahnsinnig gewordenen Menschen über Spinnenmutanten wird zumindest alles geboten. Diese halten mal mehr, mal weniger Treffer aus. In jedem Fall solltet ihr über jede abgefeuerte Kugel bestens nachdenken, denn Munition ist horrortypisch Mangelware.

Noch viel gefährlicher als die Monster können aber eure Mitspieler und Mitspielerinnen werden. Je länger ihr auf Expeditionen braucht, umso mehr leidet eure psychische Gesundheit. Das führt zu gefährlichen Halluzinationen, bei dem ihr Freund plötzlich für Feind haltet und die Charaktermodelle durcheinander gemischt werden. Plötzlich schießt ihr also auf eure Verbündeten und könnt nicht einmal wirklich was dafür.

Die geistigen Ausfälle sind aber nicht immer direkt bedrohlich für Leib und Leben, manchmal sind sie auch einfach nur unangenehm und angsteinflößend. Da wird aus dem Ochsenkarren plötzlich ein albtraumhaftes, fleischiges Gebilde, das von undefinierbaren Biestern gezogen wird.

Entsprechend wichtig ist die Kommunikation untereinander. Der Sprachchat funktioniert nämlich nur, wenn ihr nah beieinander steht. Das sorgt für noch mehr Immersion und gleichzeitig Probleme, denn schneller als langsamer verliert ihr euch, sofern ihr nicht genau hinhört und euch absprecht. Da wir bei der Anspielsitzung im gleichen Zimmer saßen, konnten wir das System noch austricksen, online fehlt dieser Vorteil natürlich.

Dennoch sorgte es für jede Menge Spaß, plötzlich einen lauten Schrei zu hören, weil das Monster am anderen Ende des Laufes eben doch eine Mitspielerin war. Oder aber zu kommunizieren, dass meine Leiche von einem Parasiten befallen wurde und allen anderen jetzt feindlich gesinnt ist – online hätte ich sie nicht warnen können.

Der Preis ist heiß – oder kalt

Unterwegs sammelt ihr am laufenden Band Beute ein und verladet sie auf den Pritschenwagen, der euch ständig folgt. An manchen Stellen müsst ihr allerdings Brücken herunterlassen und anderweitig Wege schaffen, damit ihr nicht jedes Mal meilenweit zurück rennen müsst, wenn euer Inventar voll ist. Götzenstatuen bringen am meisten Kohle, aber auch erjagte Tiere und Baumaterialien sind gerne gesehen. Eine Expedition gilt nur dann als erfolgreich, wenn ihr mit euren Fundstücken einen bestimmten Warenwert erreicht.

Tatsächlich ist die Bewertung eurer Beute aber komplett random. Ihr wisst also nie, ob sich das Risiko für den ollen Goldkelch am Ende überhaupt lohnt. Eine grobe Vorabschätzung gibt euch The Mound schon an die Hand, ihr solltet aber auf jeden Fall darauf achten, etwas mehr als nötig einzusacken, um kein Risiko in Kauf zu nehmen.

Dieser Faktor der Undurchsichtigkeit stört nicht immens, macht manche Runden aber auch etwas schwer einschätzbar. High Risk, High Reward ist ohnehin schon teil der Erfahrung, denn mit fortschreitender Spielzeit wächst der Wert der Beute. Aber bei all dem Stress auch nie wirklich hundertprozentig zu wissen, ob die Mission nun geschafft ist oder nicht, stelle ich mir durchaus frustrierend vor.

Immerhin gibt es einige nützliche Items wie ein Amulett, dass euch den Weg zum nächsten Götzenbild anzeigt. Aber Vorsicht ist geboten, denn jeder Einsatz verursacht ein Geräusch, das Monster anlockt. Ganz allgemein reagieren die Biester empfindlich auf Schüsse und anderweitige Ruhestörungen.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Ein spannendes Horror-Konzept, das aber noch einige Sorgen bereitet

Das unverbrauchte Konquistadoren-Setting von The Mound: Omen of Cthulhu sorgt auf jeden Fall für frischen Wind und auch die immer weiter aufkeimende Paranoia passt bestens zum Horror-Extraction-Koop-Gameplay. Der Proximity-Chat bewies bereits in ARC Raiders, wie gut er sich für Online-Spiele eignet, bei denen nie ganz klar bleibt, wer jetzt wirklich Freund oder Feind ist.

Allerdings muss sich noch zeigen, ob The Mound nicht schnell monoton wird. Die Missionsgebiete sehen sich ziemlich ähnlich und auch das eigentliche Spielziel änderte sich in unserer Session zu keinem Zeitpunkt. Wenn die einzige Variable die Mutationen und Ausrüstung sind, könnte sich früher als später ein Ermüdungsgefühl einstellen.

>> Horror-Special: Die Welt des H.P. Lovecraft: Wahnsinn und Tentakel <<

Auch technisch hat ACE Team bis zum Release am 15. Juli 2026 noch einiges vor sich. Der von uns gespielte Build litt noch unter technischen Problemen. Hoffentlich kriegt das Studio diese ausgebügelt und sorgt für genügend Abwechslung. Der Mix aus Chaos, Paranoia, Halluzinationen und Vorsicht sorgt nämlich potenziell für einige spaßige Multiplayer-Runden. Wenn ihr selbst mal reinschnuppern wollt: Vom 15. bis zum 22. Juni 2026 gibt es eine Demo zu The Mound beim Steam Next Fest.

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