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Test - Wasteland 3 : Winter is coming

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Greift zu, wenn...

… ihr Taktik-Kämpfe mögt und gerne Entscheidungen trefft, die klare Konsequenzen nach sich ziehen.

Spart es euch, wenn...

… ihr euch schnell bei in die Länge gezogenen Kämpfe langweilt.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Mein Kopf sagt „Stark!“, mein Herz eher „O.k...“

Darf ich ein Spiel loben, auch wenn es mich nicht gepackt hat? Nun, streng genommen ist genau das mein Job als Kritiker: ein Spiel ungeachtet meiner persönlichen Vorlieben und Abneigungen fachgerecht zu beurteilen.

In der Tat hat mich Wasteland 3 zu keinem Zeitpunkt gefesselt, jedenfalls weder atmosphärisch noch in Sachen Story. Die Bewohner von Colorado sind teilweise herrlich durchgeknallt (was insbesondere für die Ronald-Reagan-verrückten Gippers gilt), aber dafür wirkt die Welt eher wie ein Nebenschauplatz als der Schauplatz eines epischen Rollenspiels.

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Dafür gefallen mir die spielerischen Qualitäten, allen voran das taktische Kampfsystem und die vielen Entscheidungsmöglichkeiten. Mir gefällt zwar in beiden Punkten der drei Jahre alte Konkurrent Divinity: Original Sin 2 noch besser, jedoch liefert inXile Entertainment rein objektiv betrachtet eine tadellose Arbeit ab.

Somit kann ich die Begeisterung meiner Kollegen und der vielen Spieler nachvollziehen, die Wasteland 3 bereits seit einer Woche zocken. Für die nächste Fortsetzung sollte sich der Entwickler vornehmlich um ein sauberes Bugtesting kümmern und eben an der Darstellung der Oberwelt arbeiten, damit sich das Endzeit-Abenteuer auch für jemanden wie mich richtig „groß“ anfühlt.

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp

Tja, so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Während Kollege Altenheimer von Wasteland 3 nicht wirklich abgeholt wurde, war es bei mir genau das Gegenteil. Ich brauchte zwar ein wenig Eingewöhnungszeit, aber spätestens nach der Ankunft in Colorado Springs und nach den ersten Quests hatte mich das Spiel fest im Griff. Rollenspiel, Rundenkämpfe und Endzeit – was gibt es da nicht zu mögen, zumindest für mich?

Sicher, technisch ist Wasteland 3 altbacken und die Präsentation macht nicht viel her, auch nerven einige Bugs, aber insgesamt überwiegen klar die positiven Aspekte. Ich mag die Vielzahl an schrägen Charakteren und meine Begleiter, die zum Teil deutliche Auswirkung auf den Storyverlauf und die Quests haben. Ich mag die Story, die viele spannende Wendungen und die zuweilen schmerzhafte Entscheidungen mit entsprechenden Konsequenzen beinhaltet.

Vor allem aber liebe ich die äußerst taktischen, rundenbasierten Kämpfe und das stetige Tüfteln, wie ich mein Team und seine Skills am besten nutze und ausrüste. In diesem Bereich hat Wasteland 3 gegenüber seinen Vorgängern nochmals ordentlich zugelegt. Der schräge Humor hilft zudem, die Bugs, die langen Ladezeiten und die zuweilen umständlichen Wege nebst der etwas dusseligen KI zu verschmerzen. Insgesamt eine klare Empfehlung für Rollenspieler mit Taktik-Faible.

Überblick

Pro

  • tolles Taktik-Kampfsystem...
  • schön umfangreich dank vieler Missionen
  • enorm viele Entscheidungsmöglichkeiten und daraus resultierende Konsequenzen
  • herrlich schräge Bewohner
  • enorm viel Waffen und Ausrüstung
  • breit gefächertes Skillsystem
  • Dialoge komplett vertont

Contra

  • … das bei Routine-Gefechten zäh werden kann
  • die Spielwelt von Colorado fühlt sich klein anstatt episch an
  • sehr lange Ladezeiten
  • vereinzelte Bugs beeinträchtigen die Spielweltlogik
  • KI schwächelt bei der Wegfindung
  • Reisen oft umständlich über mehrere Zonen
  • englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln

Awards

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    • PC

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