Test - Tom Clancy's The Division 2 : Teil 2: Willkommen im High-Level-Game

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Im ersten Teil unseres Tests sind wir auf die grundlegenden Spielelemente und die Missionen der Kampagne von The Division 2 eingegangen. Schon dort konnte das Spiel verflucht gut abschneiden. Mittlerweile haben wir uns durch die Handlung gekämpft und dürfen uns ab Level 30 einem veränderten Washington DC widmen, in dem die Elitesöldner von Black Tusk ihr Unwesen treiben – neben den anderen bekannten Fraktionen. Nun geht die Party richtig los …

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Wir warnen vor: Die folgenden Absätze können den einen oder anderen Spoiler enthalten. Wobei das im Grunde halb so wild ist, denn die Grundlagen des Spiels nach Abschluss der Kampagne sind bekannt – und dass mit den Black Tusk eine neue Fraktion ins Spiel kommt, wissen wohl auch die meisten. Abgesehen ist die Story von The Division 2 nun wirklich kein Meisterwerk der Überraschungen und Wendungen, sodass es nicht viel zu spoilern gibt.

Ergänzungen zum ersten Teil des Tests

Beginnen wir zunächst mit einigen Ergänzungen zum ersten Teil unseres Tests, denn im Verlauf oder Kampagne sind einige interessante Aspekte aufgetaucht. Dass die technischen Gadgets mit Mods aufgewertet werden können, erwähnten wir. Nicht jedoch, dass ihr diese selbst bauen könnt und dass es Mods in verschiedenen Qualitäten gibt, die abhängig von eurer Fertigkeitsstärke Wirkung zeigen. Wer sich eher auf die Nutzung der Gadgets spezialisiert, kommt in den Genuss stärkerer Mods, muss aber Einbußen bei Rüstung oder Gesundheit hinnehmen.

Dass derweil sämtliche Rüstungsteile über Setboni und bisweilen auch Talente verfügen, wird mit Verlauf des Spiels ebenfalls immer wichtiger. Gerade zum Ende der Kampagne hin und natürlich im Spiel danach, steigt die Priorität, die Ausrüstung zu optimieren. Man erwischt sich dabei, nach jedem Lootdrop eine kurze Bastelminute einzulegen, um zu schauen, ob und wie die neue Beute ins Setup passt. Gut, dass man Mods selbst herstellen kann. Ebenso wie alles andere, sofern man daran denkt, gegen Ressourcen seine Werkbank aufzuwerten. Schön ist die Rekalibrierungsbank, an der ihr ein Attribut eines Ausrüstungsgegenstands auf einen anderen übertragen könnt.

Wir haben uns zudem ein wenig damit beschäftigt, was passiert, wenn Spieler unterschiedlicher Level als Gruppe agieren. Grundsätzlich ist es so, dass in der Spielwelt desjenigen gezockt wird, der andere Spieler eingeladen hat oder dem ihr beigetreten seid. Missionen und Gegner werden jedoch an den Spieler mit dem höchsten Level angepasst und die Ausrüstung entsprechend skaliert. Das funktioniert soweit gut, zumal das Loot an die ursprünglichen Level angepasst bleibt. Einzige Ausnahme: Loot mit Gear Score. Da wird bei 250 der Schlussstrich gezogen, sofern die Mitspieler noch nicht mit der Kampagne durch sind und die Weltränge erreicht haben.

Willkommen im High-Level-Game - Tom Clancy's The Division 2: Review-Tagebuch - Teil 2
Es ist vollbracht, die Kampagne liegt hinter uns und das Endgame ist in vollem Gange. Zeit für ein erweitertes Fazit.

Lediglich wenn sehr niedrigstufige Spieler mit High-Level-Charakteren zusammenspielen, kann es problematisch werden. Da die niedrige grüne und blaue Ausrüstung deutlich weniger Boni mitbringt als lila und gelbe Gegenstände, kippen die hochskalierten Charaktere etwas leichter aus den Latschen und müssen entsprechend bedacht spielen. Im Grunde spricht aber nichts dagegen, dass hohe Charaktere ihren kleineren Kumpels zur Seite stehen. Zumal laut "State of the Game" noch per Patch einige Optimierungen folgen sollen. Die Lootspirale funktioniert dabei in sämtlichen Bereichen hervorragend. Hier und da ist wohl noch ein wenig Finetuning beim Waffenbalancing vonnöten, aber im Großen und Ganzen passt das ganz gut.

Was kommt nach der Kampagne?

Die Kampagne endet mit drei saftigen Missionen, in denen ihr euch die Stützpunkte der drei Fraktionen zu Gemüte führt. Allesamt schön knackig und mit beeindruckenden Szenarien. Ist mit dem Angriff aufs Kapitol die letzte Mission geschafft und Level 30 erreicht, beginnt sozusagen das eigentliche Spiel. Die Hightech-Söldner von Black Tusk nutzen das Chaos und starten eine Invasion in Washington DC.

Alles, was wir zuvor so mühsam unter Kontrolle gebracht haben, wird von ihnen über den Haufen geworfen: Die einzelnen Fraktionen sowie die Neuzugänge übernehmen kurzerhand bereits errungene Kontrollpunkte, Schauplätze der früheren Story-Einsätze werden nun in veränderter Form für den Kampf gegen die Black Tusk recycelt, um die Stadt abermals von fiesen Bösewichtern zu befreien. Selbst Nebenmissionen, die sich komplett um das Auftauchen der neuen Fraktion drehen, sind vorhanden – quasi eine schlummernde Minikampagne.

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