Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

News - Star Wars Eclipse : Entwickler warnen vor einem Aus des ambitionierten Projekts

  • PC
  • PS5
  • XSX
Von  |  | Kommentieren

Das französische Entwicklerstudio Quantic Dream, bekannt für narrative Hits wie Detroit: Become Human, schlittert in eine schwere interne Krise. Nachdem das im Februar gestartete Multiplayer-Spiel Spellcasters Chronicles mangels Spielerschaft nach nur drei Monaten wieder eingestellt werden musste, plant die Geschäftsführung den Abbau von 115 Arbeitsplätzen. Gegen diese Entlassungswelle hat sich in der Belegschaft nun massiver Widerstand formiert. Eine Welle von Protesten und Streiks legt Teile des Studios lahm. Die Streikenden richten eine eindringliche Warnung an die Führungsebene sowie an die Konzernmutter NetEase. Sollten die Kündigungen wie geplant durchgezogen werden, stehe das Prestigeprojekt Star Wars Eclipse vor dem endgültigen Scheitern.

Der gewerkschaftlich organisierte Streik der Angestellten wurde strategisch präzise platziert. Die Belegschaft legte ihre Arbeit genau an dem Tag nieder, an dem eine hochrangige Delegation des Lizenzgebers Lucasfilm im Pariser Hauptquartier eintraf, um den aktuellen Entwicklungsstand von Star Wars Eclipse zu überprüfen. Die Angestellten wollten damit ein unübersehbares Zeichen setzen und direkt aufzeigen, dass das ambitionierte Action-Adventure schon jetzt unter chronischem Personalmangel leidet.

Die Führung von Quantic Dream argumentiert zwar, dass die Streichliste primär das aufgelöste Team des gefloppten Spellcasters Chronicles betrifft, doch die Entwickler halten dagegen. Das Know-how dieser 115 Kollegen werde dringend für das extrem komplexe Open-World-Konzept des neuen Star Wars-Spiels benötigt.

Aus Kreisen der Streikenden heißt es, dass die Produktion von Star Wars Eclipse bei der aktuellen Personallage buchstäblich nicht zu Ende geführt werden kann. Statt die freien Kapazitäten des internen Teams zu nutzen und die Mitarbeiter auf die hauseigenen Tools für das Star Wars-Projekt umzuschulen, habe das Management stattdessen kurz nach der Ankündigung der Entlassungspläne erzwungene Überstunden und Crunch-Phasen für die verbliebene Kernmannschaft angeordnet. Die Entwickler betonen in ihren Statements, dass es sich bei ihrem Protest nicht um Sabotage handle. Im Gegenteil versuche man, das seit der Ankündigung im Jahr 2021 ohnehin nur langsam voranschreitende Projekt vor dem internen Kollaps zu retten.

Die Situation wird durch die Blockadehaltung der Studioleitung zusätzlich verkompliziert. Die Belegschaft fordert direkte Verhandlungen mit dem chinesischen Mutterkonzern NetEase, um die Stellen zu sichern. Das Pariser Management versucht Berichten zufolge jedoch aktiv, eine direkte Kommunikation zwischen den Angestellten und den NetEase-Verantwortlichen zu unterbinden.

Da das offizielle Star Wars-Abenteuer ohnehin noch Jahre von einer Veröffentlichung entfernt sein soll, betrachten Branchenbeobachter den aktuellen Konflikt als wegweisend. Findet Quantic Dream keine interne Lösung für den Erhalt der Belegschaft, droht dem Hoffnungsträger im schlimmsten Fall die vollständige Einstellung durch Lucasfilm.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel