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News - RAM-Krise : Weitere Preisschocks prognostiziert

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    Wer mit dem Gedanken spielt, den heimischen PC aufzurüsten oder neue Hardware anzuschaffen, sollte nicht mehr allzu lange zögern. Die renommierte US-Investmentbank Jefferies warnt in einer neuen Marktanalyse vor drastischen Preissteigerungen auf dem globalen Speichermarkt. Angetrieben von der ungebrochenen Nachfrage der Tech-Giganten nach künstlicher Intelligenz geraten die Produktionskapazitäten für herkömmlichen Arbeitsspeicher und Flash-Speicher massiv unter Druck. Die Experten prognostizieren für die kommenden Monate Preisaufschläge im zweistelligen Prozentbereich, die sich auch spürbar auf Endkundenprodukte auswirken werden.

    Laut dem Bericht der Analysten steht dem Markt im dritten Quartal 2026 ein sequenzieller Preissprung von 40 bis 50 Prozent im Vergleich zum Vorquartal bevor. Doch damit nicht genug: Für das vierte Quartal wird ein weiterer Anstieg um 30 bis 40 Prozent vorausgesagt. Diese Prognosen fallen doppelt so hoch aus wie die Schätzungen konkurrierender Analysehäuser, was die akute Verknappung der Ressourcen unterstreicht.

    Der Grund für diese Explosion liegt in der Neuausrichtung der großen Speicherhersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron. Diese schichten ihre Produktion massiv auf High Bandwidth Memory (HBM) um, jenen spezialisierten, extrem schnellen Speicher, der für die KI-Server von Amazon, Google und Microsoft benötigt wird.

    Da diese Großabnehmer den Herstellern die HBM-Module zu enormen Margen abnehmen und sich über langfristige Lieferverträge bereits bis zu 70 Prozent der weltweiten Kapazitäten gesichert haben, bleibt für die Produktion von regulärem DDR5-RAM für PCs, Notebooks und Smartphones immer weniger Raum.

    Auf der Branchenkonferenz ISC 2026 in Hamburg bezeichnete der PC-Hersteller Lenovo die aktuelle Lage treffend als RAMaggeddon und betonte, dass die historisch niedrigen Preise vom Jahresbeginn 2025 auf absehbare Zeit nicht wiederkehren werden. Auch die Hoffnung, dass chinesische Speicherproduzenten kurzfristig als Preisbrecher in die Bresche springen könnten, dämpft Jefferies. Deren Einfluss auf den globalen Markt bleibe vorerst minimal, da sie primär den eigenen Inlandsbedarf decken.

    Ein Ende der Preisspirale ist laut den Analysten so schnell nicht in Sicht. Für das Gesamtjahr 2027 wird mit einem weiteren jährlichen Plus von 40 bis 45 Prozent bei den DRAM-Preisen gerechnet. Eine erste, vorsichtige Entlastung wird demnach frühestens für das Jahr 2028 prognostiziert. Erst dann dürften neu gebaute Fertigungsanlagen der großen Hersteller den globalen Ausstoß um etwa 15 bis 20 Prozent erhöhen, was zu einem erwarteten Preisrückgang von rund 15 Prozent führen könnte.

    Bis dahin müssen sich Verbraucher darauf einstellen, dass PCs, Laptops und Konsolen entweder im Verkaufspreis steigen oder von den Herstellern klammheimlich mit weniger Speicherplatz ausgestattet werden, um die Preispunkte stabil zu halten.

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