Test - Days Gone: Remastered : Test: Comeback mit Knackpunkten
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Als Kopfgeldjäger Deacon St. John fahrt ihr mit eurem Motorrad durch die offene Welt, erledigt zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen, sammelt allerlei Zeug ein und versucht, die Ursprünge der zombieartigen Freaker-Plage aufzudecken. Zugleich muss sich Deacon mit persönlichen Schicksalsschlägen und Herausforderungen auseinandersetzen, die ihm mächtig zu schaffen machen.
Ihr wollt ganz genau wissen, was euch erwartet? Dann lest einfach unseren PS4-Test zu Days Gone. Denn die inhaltlichen und spielerischen Stärken sowie Schwächen der Neuauflage sind identisch mit dem Original von 2019. Dafür ist auf der technischen Seite einiges passiert, um den Titel an heutige Verhältnisse anzupassen. Ebenfalls aufgebohrt wurde der Umfang des Action-Adventures, zumindest abseits der Kampagne.
Ein Hauch von PS5-Power
Die grafische Aufbereitung macht auf den ersten Blick einen gelungenen Eindruck. Die verbesserte Beleuchtung schmeichelt der offenen Welt, vor allem nachts, wenn Laternen, Lagerfeuer oder die Scheinwerfer von Deacons Motorrad dramatische Lichtkegel in die Dunkelheit werfen. Auch die dichtere Vegetation und der Einsatz von 3D-Audio sorgen für eine intensivere Atmosphäre – gerade wenn man in verlassenen Häusern plötzlich das Kreischen eines Freakers aus der hintersten Ecke hört. Eine weitere Stärke sind die kürzeren Ladezeiten, die Schnellreisen und Einstiege in Missionen beschleunigen.
Auf den zweiten und dritten Blick fällt jedoch auf, dass gewisse technische Probleme des Originals erhalten geblieben sind. Pop-ups und Draw-ins von Gräsern, Bäumen, Felsen oder Straßenschildern sind eher die Regel als eine Ausnahme. Auch Schatten sowie Texturen von Oberflächen, beispielsweise Gebäuden, laden erst spät ins Bild. Und die KI der Gegner schwankt wie gehabt zwischen “Ich kann dich durch Wände sehen” und “Mir ist es egal, dass du aus drei Metern Entfernung auf mich schießt”.
Zwei Grafikmodi, aber nur ein brauchbarer
Wer mit dem neuen Qualitätsmodus liebäugelt, hat vermutlich schon nach einer Handvoll Kameraschwenks genug: Die 4K-Auflösung kann die Bildrate von 30 FPS nicht ansatzweise aufwiegen. Auseinandersetzungen wie auch Motorradfahrten wirken entschleunigt und spielen sich dadurch unnötig zäh. Für einen geschmeidigen Spielablauf muss es der Leistungsmodus sein: Bei 1440p samt stabilen 60 FPS klappt das Schleichen, Schlitzen, Schießen und Fahren flüssiger und somit angenehmer.
Klar, die verringerte Auflösung macht Details (beispielsweise Grasbüschel oder Getränkedosen) schlechter erkennbar und auch die Weitsicht wird beschnitten. Aber der Zugewinn an Reaktionsschnelligkeit und Spielgefühl macht das locker wett. Selbst die Anstürme der Freaker-Horden mit ihren unzähligen Kreaturen bringen die Framerate kein bisschen ins Schwitzen. Unterstützt euer Fernseher oder Monitor zusätzlich VRR (Variable Refresh Rate), erhaltet ihr in Sachen Bildrate das bestmögliche Ergebnis. Wer einmal so gezockt hat, bleibt garantiert dabei. Da stellt sich die Frage, warum Actionspiele im Jahr 2025 überhaupt noch eine 30-FPS-Option anbieten …
Mehr Modi, mehr Spaß?
Neben der optischen Überarbeitung bringt das Remaster auch frische Modi mit sich. Der Hordenangriff stellt euch immer größeren Freaker-Gruppen entgegen – ein Arcade-Ansatz, der kurzzeitig Spaß macht, auf lange Sicht aber zu eintönig ausfällt. Gleiches gilt für die verschiedenen Kampf-, Bike- und Hordenherausforderungen, in denen ihr Bestzeiten jagt und euch via Ranglisteneintrag mit anderen Leuten messt.
Dagegen ist der Permadeath-Modus genau das, was der Name verspricht: eine brutale Herausforderung, die aus dem insgesamt relativ soften Days Gone ein knackiges Survival-Abenteuer macht, das mit dem ersten Bildschirmtod endet. Wem all das zu stressig ist, der darf sich ohne Druck im erweiterten Fotomodus austoben, inklusive Tageszeiteinstellung, Drei-Punkte-Beleuchtung sowie diversen Logo-Optionen für druckreife Screenshots.
Darüber hinaus punktet das Remaster mit sinnvollen Komfort-Features. Wer seine PS4-Speicherstände noch in der Cloud liegen hat, kann sie bequem importieren und nahtlos weiterzocken. Der Dualsense-Controller ermöglicht haptisches Feedback beim Motorradfahren und einen für jeden Waffentyp einzigartigen Rückstoß – beides ist angenehm kräftig spürbar. Die neuen barrierefreien Optionen wie hoher Kontrast, anpassbare Spielgeschwindigkeit, freie Belegung des Controllers oder Sprachausgabe für die Menüs verdienen ebenfalls ein dickes Lob.
Greift zu, wenn...… ihr auf Biker, Biester und Ballern abfahrt.
Spart es euch, wenn...… euch Days Gone schon damals nicht gefiel oder ihr ein forderndes Survival-Abenteuer erwartet.



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