Test - ASUS ROG Strix Fusion Wireless : Bassbügel de luxe

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Mit einem Kaufpreis von rund 160 Euro liegt das kabellose Headset im gehobenen Mittelklassebereich. Entsprechend fallen die Anforderungen aus, die man an die knapp 400 Gramm schwere Peripherie stellen darf. Zumindest einen Vorzug trägt das Gerät bereits im Namen: Es funktioniert kabellos, und zwar an der PlayStation 4 sowie dem PC.

Xbox-One-Gamer müssen leider draußen bleiben, denn mit der Microsoft-Konsole will der kleine Bluetooth-Sender keine Verbindung herstellen. Völlig problemlos klappt das dafür an der PS4 und dem PC. Der Dongle kommt in einen freien USB-Port, anschließend schaltet man den Kopfhörer durch Gedrückthalten der Taste ein und voilà, schon gibt’s was auf die Ohren.

Das passiert durch die 50 Millimeter großen Treiber, die wahlweise hinter Synthetik- oder Kunstlederpolstern verschwinden. Beide sind im Lieferumfang enthalten, leicht auszutauschen und angenehm zu tragen. Lediglich schwitzanfällige Ohren werden bei Nutzung des Lederimitats nach einer Weile etwas feucht. Die Polster schirmen beim Zocken sehr ordentlich gegen Umgebungsgeräusche ab – gut so, denn aktives Noise-Cancelling beherrscht das Strix nicht.

Die sonstige Verarbeitung wirkt ebenfalls ausgereift. Der Bügel aus Metall wird von einer Plastikverkleidung eingeschlossen. An der Unterseite befindet sich ein angenehm weiches Polster für die Schädeldecke, das auch nach längerem Tragen nicht am Kopf drückte. Letzteres könnten einige Brillenträger nach einer Weile jedoch im oberen Ohrenbereich sowie an der Schläfe spüren, da das Strix an dieser Stelle etwas straffer abgestimmt ist. An der Größeneinstellung gibt es wiederum nichts zu meckern: Die Arretierung rastet mit gut vernehmbarem Geräusch ein und ermöglicht auch bei großen Köpfen eine problemlose Anpassung. Das übrige Plastik macht einen genauso stabilen Eindruck, lediglich auf der Oberseite waren rasch leichte Kratzer zu sehen.

Eine Besonderheit ließ sich ASUS für die Bedienung seines strippenlosen Kopfschmucks einfallen. Denn abgesehen von oben beschriebener Einschalttaste finden sich keinerlei Knöpfe am Strix. Wischen statt drücken lautet die Devise: Ein Touchpad auf der Außenseite der linken Muschel steuert Lautstärke, Wiedergabe und Pause sowie das Anwählen des zuletzt gespielten oder nächsten Songs. Beim Zocken ist die Lautstärkeregelung natürlich am wichtigsten, doch hier zeigen sich leichte Schwächen. An PS4 wie auch am PC sind die Sprünge für unseren Geschmack zu groß, sodass die gewünschte Einstellung zwischen brüllend laut und flüsterleise erst nach mehrmaligem Reiben gefunden ist.

Wir brauchen Bass!

Wenn alles passt, kriegt ihr kräftig was auf die Lauscher! Die Bassvorstellung konnte uns stellenweise regelrecht begeistern, sowohl hinsichtlich der Dynamik als auch der Kraft, mit der Explosionen, Gewehrsalven und mehr aus den Treibern schallten. Wenn bei Titanfall 2 einer der namensgebenden Kolosse vorbeistapfte oder das monströse Gewehr losplärren ließ, hatte das richtig Wucht! Detonationen bei Call of Duty: Black Ops IIII und Battlefield V sorgten ebenfalls für wohliges Grinsen auf dem Testergesicht. Nicht nur die Power, sondern auch die gute Ortung inmitten der Action wusste zu gefallen. Das geht ungefähr 12 bis 15 Stunden so, danach muss der Akku des Strix Fusion aufgeladen werden.

Doch Bass allein ist dann doch etwas wenig. Zum Glück wissen das die Männer und Frauen bei ASUS. Zwar wurde das Strix bassbetont abgestimmt, dennoch überlagerten die tiefen Frequenzen die übrige Akustik nicht. So drangen Stimmen überraschend klar aus dem Schlachtengetümmel von Battlefield V, weshalb beispielsweise Hilferufe der Kameraden deutlich hörbar waren – und auch, woher sie kamen. Feinheiten wie Schritte oder das Nachladen der Waffen schälte das Headset ebenfalls gut heraus. Ähnlich differenziert klang der virtuelle Krieg in Call of Duty: Black Ops IIII.

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