Test - Assassin’s Creed: Black Flag Resynced : Test: Tolles Remake, aber Ubisoft hätte sich gerne mehr trauen dürfen
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Remakes haben sich als probates Mittel erwiesen, Fans zufriedenzustellen und Verkaufserfolge zu erzielen, ohne sich völlig neue Spielkonzepte und Storys ausdenken zu müssen. Capcom hat es mit Resident Evil vorgemacht und längst sind andere Hersteller auf den Zug aufgesprungen. So auch nun Ubisoft, die sich gedacht habebn: “Hey, lasst uns doch ein altes Assassin’s Creed neu auflegen! Am besten eines, das super beliebt ist.” Et voilà, nun ist Assassin’s Creed: Black Flag Resynced da, die Wiedergeburt von zweifelsohne einem der Fanlieblinge der Reihe – ein Spiel, an dem man gar nicht viel verändern musste, damit was Gutes herauskommt. Oder?
Ich will gleich vorweg sagen: Black Flag Resynced ist ein wirklich gutes Remake geworden und wird Fans des Originals absolut zufriedenstellen – wenn ihr denn mit der richtigen Erwartungshaltung herangeht. Wollt ihr einfach nur das alte Spiel in neuer Grafik mit modernisierten Spielmechaniken und ein paar neuen Inhalten? Dann legt ihr euer Schiff hier am genau richtigen Hafen an. Hättet ihr euch eine komplette Überarbeitung gewünscht, mit modernem Kampfsystem und einer Anpassung des Open-World-Designs mit seinen unzähligen Sammelobjekten und Betätigungen? Dann segelt vielleicht lieber weiter.
Was für eine Art Remake ist Black Flag Resynced?
Auf einer Skala von The Last of Us: Part 1 (also mehr oder weniger einem 1:1-Remake) bis Final Fantasy 7 Remake (eine komplette Neuerfindung des Originals) befindet sich Assassin’s Creed: Black Flag Resynced in etwa am Ende des ersten Drittels. Ubisoft wollte hier offensichtlich keine Experimente eingehen. Das Entwicklerteam hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Original sehr detailgetreu in der aktuellen Version der Anvil-Engine nachzubauen und um einige sinnvolle inhaltliche Neuerungen zu ergänzen.
Black Flag Resynced fühlt sich ein bisschen wie der Director’s Cut eines Films an, nur dass alle Darsteller nochmal erneut vor die Kamera gebeten wurden, um sämtliche Szenen mit besseren Kameras neu aufzunehmen. Das heißt eben auch, dass vieles unverändert bleibt. Die Story ist die gleiche wie im Original, die Hauptmissionen sind es ebenfalls. Wer das alte Black Flag gespielt hat, wird sich direkt heimisch fühlen, sobald man in die Haut von Edward Kenway schlüpft – der immer noch trotz dessen, dass er gar kein Assassine ist, direkt von Anfang an über alle Fähigkeiten verfügt, die wahre Mitglieder der Bruderschaft in ihrer Ausbildung mühsam erlernen müssen.
Die Spielwelt ist zwar nicht ganz unverändert geblieben, aber eben auch nicht völlig neu designt worden. Ubisoft hat die alte Karibik-Map genommen und um einige neue Schauplätze ergänzt sowie bereits bestehende erweitert. Es bleibt aber dabei, dass ihr nicht jede Insel betreten könnt und euch der Großteil von Landmassen wie Kuba und Jamaika verschlossen bleibt. Die Karte ist also nach wie vor riesig, besteht aber primär aus Wasser und die erforschbaren Landgebiete machen nur einen Bruchteil von dem aus, was der erste Blick auf die Map verspricht.
Bis hierhin finde ich das alles auch vollkommen in Ordnung. Die Story fällt auch in Resynced wieder unterhaltsam aus. Edward ist so charismatisch wie eh und je, ich habe Freude an den Auftritten bekannter Persönlichkeiten wie Blackbeard und Charles Vane und gerade in der zweiten Hälfte gibt es auch so einige coole Spannungs- sowie Charaktermomente. Aber hier und da dümpelt die Handlung nach wie vor etwas vor sich hin und manche Übergänge wirken leicht abrupt, so als ob immer noch ganze Sequenzen fehlen würden. Ich hätte mir gewünscht, dass zumindest Letzteres im Remake angefasst wird. Das Potenzial für spannende neue Missionen wäre gegeben gewesen.
Trotzdem bereitet die Hauptstory große Freude und erinnert daran, dass Ubisoft das mit dem Geschichtenerzählen auch echt mal besser konnte, als man es in der jüngeren Vergangenheit bewiesen hat. Zudem sind die Missionen schön abwechslungsreich designt und bieten einige inszenatorische Highlights, die ich gar nicht vorwegnehmen möchte.
Zu.Viele.Icons!
Was mich an Black Flag Resynced stört, ist das Drumherum. Das ist zum Großteil nämlich wie im Original und da hapert es für mich im Jahr 2026. Einerseits mangelt es dem Spiel völlig an organischer Erkundung. Es ist eben alles so wie 2013: Ihr klettert auf einen Aussichtspunkt, synchronisiert die Umgebung und zack! Sofort werden alle wichtigen Objekte in der Gegend auf der Karte markiert. Alle Truhen, alle Sammelobjekte, alle Geheimnisse.
Letztere, zu denen etwa eine Reihe an Briefen und Schatzkarten gehören, werden im Spiel wortwörtlich als Geheimnisse bezeichnet, aber es ist ja nichts geheim daran, wenn ich bloß auf einen Glockenturm kraxeln muss, damit sie dann auf Weltkarte und Kompass klar gekennzeichnet werden. Black Flag bleibt auch in seiner Neuauflage eines dieser Spiele, in denen ihr die Open World nicht erkundet, sondern Icons abarbeitet. Wenn das genau das ist, was ihr von dem Remake erwartet habt, dann meinen Glückwunsch: Hier werdet ihr für viele Stunden viel abarbeiten können. Für mich war dieses Open-World-Design aber schon vor zehn Jahren etwas altbacken.
Ich hätte mir von Ubisoft mehr Mut zur Umwälzung gewünscht. Die vergangenen Serienteile haben bewiesen, dass es besser geht, zumindest in mancherlei Hinsicht. Aber bei Black Flag Resynced war die Devise wohl: “Die Fans lieben das Original, also lasst uns bloß kein Risiko eingehen.” Wie schön wäre es gewesen, wenn ich Beutetruhen und Sammelobjekte selbst hätte finden müssen. Wenn die Spielwelt mich durch auffällige Umgebungsdetails dorthin gelenkt hätte. Aber nein, so was gibt es so gut wie gar nicht. Ohne die Türme, ohne die Markierungen auf der Map hätte ich viele Dinge nie im Leben gefunden. Sie waren 2013 essenziell für das Open-World-Design und sind es heute immer noch.
Nicht jede neue Nebenmission ist … eine neue Nebenmission
Hinzu kommt, dass viele Nebenbeschäftigungen weiterhin recht generisch wirken. Ja, bei den Attentatsmissionen der Bruderschaft gibt es jetzt etwas mehr Fluff in Form kurzer Dialoge, die Wachen oder Zielpersonen von sich geben. Ansonsten bleiben sie aber eben die gleichen simplen Meucheljobs wie vor 13 Jahren: Zielperson aufsuchen, sie entweder heimlich oder in einem offenen Kampf ausschalten und das war’s.
Die löbliche Ausnahme bilden nach wie vor die Templerjagden, bei denen es sich um vier solide Questreihen handelt, an deren Enden ihr jeweils einen Schlüssel erhaltet, um damit eine besonders schicke Assassinenkluft freizuschalten. Und dann kommen noch ein paar neue Nebenmissionen hinzu. Manche davon bauen direkt auf Ereignissen aus der Hauptstory auf und sind wirklich cool gemacht, andere sind jedoch lediglich Fake-Content.
Was meine ich damit? Nun, es gibt zum Beispiel eine Nebenquest dafür, die Maya-Stelen abzuarbeiten, um alle Maya-Steine zu erhalten und somit die Geheimnisse des Tempels in Tulum lüften zu können. Dieser Inhalt war schon im Original enthalten und hat jetzt lediglich einen Eintrag im Questlog erhalten. Diese “neue Nebenquest” ist also kein frischer Inhalt, sondern bloß eine neue Art und Weise, den Fortschritt bei dieser Aufgabe im Interface festzuhalten.
Frisches Personal für die Jackdaw
Eine erfreuliche Ergänzung sind die neuen Offiziere für euer Schiff, die Jackdaw. Drei Stück gibt es an der Zahl, die jeweils eigene Vorteile mit sich bringen, sobald ihr sie rekrutiert habt. Schiffbauerin Lucy Baldwin etwa sorgt dafür, dass die Jackdaw in Kämpfen deutlich weniger Schaden erleidet, wenn ihr bei feindlichem Beschuss in Deckung geht. Der Padre lässt euch gegnerische Kähne mit noch mehr Schmackes rammen und Tobias “Deadman” Smith ermöglicht euch Doppelschüsse mit euren Breitseitenkanonen. Als vierter Offizier ist im Spiel noch Edwards Quartiermeister Adéwalé aufgeführt, er liefert aber weder spezielle Vorteile noch hat er seine eigene Nebenquestreihe.
Die neuen Offiziere müsst ihr erstmal davon überzeugen, sich eurer Crew anzuschließen. Ihre Auftragsketten sind aber wirklich spaßig umgesetzt und geben eine hochwertige Ergänzung ab. Wie gerne hätte ich noch mehr Nebenmissionen auf diesem Niveau in Black Flag Resynced gesehen. Es wäre etwa klasse gewesen, wenn ich beim Schippern übers Meer ein kleines Eiland erspäht hätte, von dem aus Rauch aufsteigt, um dort nicht bloß einen Händler, sondern einen Questgeber zu finden, der mir einen einzigartigen Auftrag erteilt.
Klar, Assassin’s Creed: Black Flag Resynced hat keineswegs das Problem, zu wenig Inhalt fürs Geld zu bieten. Mit der Hauptgeschichte, den Templerjagden und den paar neuen, hochwertigeren Nebenquests seid ihr gut und gerne 20 bis 30 Stunden beschäftigt. Ubisoft hat ja sogar die Hauptstory um einen komplett neuen Epilog mit acht weiteren Missionen erweitert, der sich gut ins Spiel eingliedert und euch im Endgame nochmal mehr zu tun gibt. Und wer möchte, kann dann eben auch noch die ganzen Assassinen- und Marineaufträge absolvieren, sämtliche Shantys einsammeln (von denen es nochmal viel mehr als im Original gibt), alle Forts erobern und es mit den legendären Schiffen aufnehmen.
Für mich persönlich wäre Black Flag Resynced aber nur dann ein Triumph auf ganzer Linie geworden, wenn die Entwickler eben Wert auf noch mehr erzählerisch gehaltvolle Nebenmissionen und eine organische Erkundung gelegt hätten. So habe ich nur wenig Lust, mich dem ganzen Kram abseits der genannten aufwendigeren Inhalte zu widmen.
Beschattungen sind kein Krampf mehr
Abseits neuer Missionen bietet Black Flag Resynced aber auch überarbeitete alte Aufträge. So gibt es mit Ausnahme der Assassinen- und Marineaufträge keine optionalen Missionsziele mehr, um wie im Original die 100 Prozent Synchronisation zu erreichen. Euch werden also keine Spielweisen mehr “aufgezwungen”, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, sodass ihr die völlige Freiheit dabei genießt, mit welcher Vorgehensweise ihr eure Ziele erreicht.
Bei den genannten Nebenquests dienen die optionalen Ziele, die stets daraus bestehen, die jeweilige Mission auf eine bestimmte Art zu lösen (“Töte die Zielperson aus einem Versteck heraus” oder “Versenke die feindlichen Schiffe mit dem Mörser”) lediglich dazu, mehr Geld zu verdienen.
Auch die Beschattungsmissionen sind nun viel flexibler. Im Original durftet ihr euch dabei nicht entdecken lassen, musstet aber zeitgleich immer in einem bestimmten Umkreis um die zu belauschenden Personen bleiben. Im Remake kommt es nun zum Kampf, wenn ihr enttarnt werdet. Dann bringt ihr die Leute eben um und erhaltet die benötigten Informationen zum Beispiel über einen Brief, den einer der NPCs bei sich trägt – sehr schön gelöst.
Teil der Modernisierung ist es auch, dass das Spiel nicht mehr strikt in einzelne Sequenzen unterteilt ist. Assassin’s Creed: Black Flag Resynced ist ein durchgehendes, flüssiges Erlebnis, aus dem euch nichts herausreißt – übrigens auch keine Ladezeiten, denn diesmal ist die Spielwelt bis auf logische Ausnahmen (die ich nicht spoilern möchte) komplett zusammenhängend.
Die Abschnitte jenseits des Animus’ hat sich Ubisoft für das Remake komplett gespart. Ihr spielt von Anfang bis Ende nur Edward. Dass ihr in der Lore der Serie nur eine Simulation der Karibik des frühen 18. Jahrhunderts erlebt, ist nur anhand der spielübergreifenden Aufgaben und Progressionssysteme spürbar.
Hier und da gibt es in der Welt mal Datenpakete oder Schlüssel (die Währung für den Animus-Handelsplatz) zu finden und wer will, kümmert sich um die Anomalie-Missionen, die wie schon in Assassin’s Creed: Shadows Datenfragmente für die Projekte (quasi Battle Passes) liefern. Aber ansonsten fühlt sich Black Flag Resynced wie ein waschechtes Piratenspiel ohne irgendeinen übergreifenden Science-Fiction-Story-Kontext an, was mir, der die Gegenwartsgeschichte spätestens seit dem Ende des Desmond-Arc in Assassin’s Creed 3 nicht mehr sehen kann, sehr gut gefällt.
Mehr Offensive ist eine gute Sache
Auch die Spielmechaniken haben sich verändert, allen voran das Kampfsystem, das sich aktiver spielt als im Original. Kombos mit schweren Angriffen motivieren euch mehr dazu, offensiv zu agieren und die Verteidigung eurer Feinde zu durchbrechen, um sie dann mit einem schicken Finisher zum Schweigen zu bringen. Tödliche Konterattacken könnt ihr nur dann ausführen, wenn ihr perfekt blockt. Das alles sieht stylisch aus und spielt sich flüssig, wenn auch nicht so wuchtig, wie zum Beispiel die Schwertkampfaction in Ghost of Yotei.
Das Kampfsystem bleibt aber nach wie vor ziemlich oberflächlich. Ihr könnt zwar neuerdings euren Wurfpfeil (den ihr im Remake früher als im Original freischaltet) auch im Kampf einsetzen, um Gegner an euch heranzuziehen oder die Verteidigung eines Feindes, der gerade zum Schuss ansetzt, sofort durchbrechen, aber es bleibt dabei, dass ihr die meiste Zeit einfach nur die Angriffstaste spammt und im richtigen Moment pariert oder ausweicht. Ich sage nicht, dass ich mir Black Flag Resynced als Action-RPG à la Odyssey oder Shadows mit etlichen Spezialangriffen gewünscht hätte, aber ein bisschen mehr Tiefgang hätte den Kämpfen gut getan – zumal der Kritikpunkt schon dem Original anhaftete. Alleine schon ein Ausdauersystem hätte hier Wunder bewirkt.
Spielerischer Tiefgang war aber offensichtlich auch gar nicht die Devise für die Entwickler. Das zeigt auch das Stealth-Gameplay. Ja, anders als im Original gibt es in Resynced ein richtiges Schleichsystem, denn Edward kann sich jederzeit ducken, ist somit leiser und Wachen sehen ihn nicht so schnell. Zudem erlaubt das euch, hinter Kisten oder ähnlichem in Deckung zu gehen. Es bleibt aber dabei, dass hohes Gras und Büsche elementare Bestandteile der Stealth-Mechanik sind. Wenn ich geschlichen bin, dann bin ich meistens eben von einem Grün zum anderen gehechtet.
Zwar sehen euch Gegner in der Nacht und bei Regenwetter nicht so schnell wie bei Sonnenschein, aber solange ihr in Gebüschen versteckt seid, spielt das sowieso keine Rolle. Zudem hat auch Black Flag Resynced nicht die cleverste Gegner-KI. Die Wachen lassen sich immer noch sehr leicht austricksen oder reihenweise aus einem Versteck heraus ausschalten, solange sie keine klare Sichtlinie zu euch haben, während ihr gerade einen ihrer Kameraden aufschlitzt.
Perfekten Parkour wird es in Assassin’s Creed wohl nie geben
Ebenfalls nicht perfekt, aber besser als im Original ist der Parkour. Die Steuerung fällt in alter Serientradition immer mal wieder ein bisschen hakelig aus, wenn Edward nicht nach der Kante greift, die ihr eigentlich hochklettern wollt. Aber dank manuellem Sprung (aktivierbar in den Optionen), schnelleren Bewegungsunterbrechungen und flüssigeren Übergängen fühlt sich das alles trotzdem merklich besser an als im Jahr 2013.
Kaum verändert haben sich derweil die Seeschlachten. Das ist auch gut so, waren die doch schon im Original ein wahres Highlight. Sie spielen sich immer noch genauso wie damals, nur hat sich euer Arsenal vergrößert. So gibt es nun neue sekundäre Feuermodi, etwa brennende Geschosse für eure Breitseitenkanonen, die feindliche Schiffe in Flammen aufgehen lassen. Das wertet die Gefechte nochmal ein wenig auf.
Ein audiovisuelles Meisterwerk
Die Scharmützel auf dem Meer machen auch deshalb so viel Laune, weil Assassin’s Creed: Black Flag Resynced großartig aussieht und großartig klingt. Wenn die Kanonen knallen, Kugeln in den Schiffen meiner Feinde einschlagen und Fässer explodieren, scheppert es gewaltig aus den Lautsprechern, während sich auf dem Bildschirm ein Effektspektakel ereignet. Technisch ist dieses Remake wirklich großes Kino.
Die virtuelle Karibik war nie schöner. Tolle Wasserdarstellung mit realistischem Wellengang und wunderschönen Raytracing-Reflexionen, eine fantastische Beleuchtung, die Urlaubsstimmung weckt, hohe Weitsicht und enorm detaillierte Siedlungen sowie Dschungelareale machen dieses Spiel zu einem Augenschmaus. Ob beim Parkour oder in Kämpfen, Edward ist zu jeder Zeit flüssig animiert, genauso seine Mitstreiter und Gegner. Einzig und allein die Gesichtsanimationen hinken der Konkurrenz hinterher.
Dafür überzeugt die englische Vertonung auf ganzer Linie, die ich persönlich auch bevorzuge. Matt Ryan bleibt die ideale Besetzung für Edward Kenway, Mark Bonnar spricht hier wieder Blackbeard perfekt und die markante Stimme von Ralph Ineson (hier Charles Vane, spricht aber etwa auch Lorath in Diablo 4) höre ich sowieso immer gerne.
Auch die deutsche Vertonung ist wie schon im Original echt gut und punktet mit den deutschen Stimmen von Bradley Cooper, Josh Brolin sowie Dwayne Johnson … und dem unverwechselbaren Martin Semmelrogge. Das Niveau des englischen Originals erreicht sie zwar nicht ganz, aber wenn ihr keine Lust auf Untertitel habt oder zu den Menschen gehört, die aus Prinzip immer auf Deutsch spielen, habt ihr hier ein alles andere als schlechtes Erlebnis.
So oder so fantastisch ist der Soundtrack, der immer wieder an die Musik aus Fluch der Karibik erinnert, ohne wie eine dreiste Kopie zu klingen. Die Symbiose aus klassisch orchestralen Klängen und folkloristischen Elementen glänzt auch im Remake und untermalt sowohl actionreiche als auch ruhige Momente perfekt.
Greift zu, wenn...… Black Flag euer liebstes Assassin’s Creed ist und ihr die bestmögliche Version davon spielen wollt.
Spart es euch, wenn...… euch 2013er-Open-World-Design einfach nur noch anödet und ihr ein Remake mit größeren Veränderungen erhofft habt.




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