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News - World of Warcraft : Blizzard entlässt Mitarbeiter nach Cheat im Live-Spiel

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Entwickler Blizzard Entertainment hat die fristlose Entlassung eines Mitarbeiters bestätigt, nachdem dieser seine Zugriffsrechte missbraucht hatte, um ein Spieler-Team auf den Live-Servern durch Cheaten zu unterstützen. Bei dem Betroffenen handelte es sich um einen Game Master, der mithilfe einer nicht öffentlich zugänglichen Entwickler-Fähigkeit sämtliche Gegner in einer Instanz per Sofort-Tod eliminierte. Der Schwindel flog erst auf, als aufmerksame Mitglieder der Community auffällige Daten in den öffentlichen Kampf-Logs eines anspruchsvollen Dungeons entdeckten und den Vorfall im Internet publik machten.

Auslöser des Skandals war eine Analyse von Logdaten aus dem kompetitiven Mythic-Plus-Modus auf der Community-Plattform Reddit. Ein Nutzer untersuchte die Kampfprotokolle eines Stufe-23-Dungeons, bei dem die beteiligte Gruppe zeitlich stark im Hintertreffen lag, den Lauf jedoch überraschend doch noch erfolgreich beenden konnte.

Bei der genauen Aufschlüsselung der Ereignisse stieß die Community auf eine sechste Figur namens Daijosai, die einen exklusiven Zauber namens Area Death (TEST) gewirkt hatte. Die dazugehörige Tooltip-Beschreibung der Fähigkeit macht den Einsatzzweck unmissverständlich klar: Sie vernichtet alle Feinde im Umkreis von 30 Metern und ist intern explizit als Entwickler-Werkzeug markiert.

In einer offiziellen Stellungnahme im Forum bestätigte das Entwicklerteam den Missbrauch und zog umgehend personelle Konsequenzen. Der verantwortliche Mitarbeiter wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zudem kündigte das Unternehmen an, auch gegen die Spieler-Accounts vorzugehen, die von der unfairen Hilfe profitiert oder aktiv daran mitgewirkt haben.

Blizzard betonte, dass der Einsatz interner Befehle und Test-Zauber auf Live-Servern strikt auf administrative und technische Notfälle beschränkt sei und jeder Zugriff automatisch durch interne Sicherheitssysteme protokolliert und geprüft werde. Das Studio dankte der Spielerschaft für das wachsamen Auge und die Rückmeldungen, welche die internen Befunde der Sicherheitsabteilung bestätigten.

Durch die bestehenden Protokolle und Kontrollmechanismen zeigten sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass es sich um einen isolierten Einzelfall handelte. Der Vorfall zeigt jedoch eindrucksvoll, wie detailliert die eigene Community den MMO-Klassiker überwacht und wie schnell selbst versteckte Eingriffe auf den Live-Servern ans Licht kommen.

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