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Test - Teufel Cage : Erstes Gaming-Headset der Audiospezialisten im Test

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Der Berliner Hersteller Teufel steht für hohe Audioqualität bei Lautsprechersystemen aller Art. Nun wagt die Firma sich ins Neuland und stellt mit dem Teufel Cage ein erstes Gaming-Headset vor. Der Brüllbügel kommt im Juni für 169 Euro auf den Markt, wobei Vorbesteller ab dem 30. Mai besser davonkommen und nur 149 Euro abdrücken müssen. Fest steht, dass Teufel hohe Qualitätsansprüche hat. Ob das Teufel Cage denen gerecht wird, konnten wir anhand eines Vorserienmusters überprüfen.

Rein optisch macht das Teufel Cage auf jeden Fall schon einiges her, es hinterlässt einen hochwertigen und robusten Eindruck. Das Headset ist in dezentem Schwarz gehalten und besteht aus einem Federstahlkopfbügel, natürlich mit Polsterung, der in den aus Gunmetal-Aluminium gehaltenen Halterungen und Gelenken für die Ohrmuscheln endet. Das ganze Konstrukt wirkt sehr stabil und lässt sich problemlos drehen und biegen, ohne dass das Cage dadurch reif für den Schrottplatz wird. Die Flexibilität sorgt dafür, dass man sich nicht daran stört, dass die Ohrmuscheln nicht drehbar sind.

Die recht geräumigen Over-Ear-Muscheln sind mit weichen, dicken Polstern mit Kunstlederbezug versehen. Dank der halb offenen Bauweise kommt ihr auch im Sommer nicht zu sehr ins Schwitzen. Einziger Blickfang des Teufel Cage sind die im USB-Betrieb rot beleuchteten Logos auf den Seiten, die auch in der Software nicht abschaltbar sind. Aber halb so wild. Da die Logos im Klinkenbetrieb natürlich nicht leuchten, könnt ihr euch mit dem Cage problemlos an die Öffentlichkeit trauen, wenn ihr mal am Tablet oder Smartphone musikalischen Klängen lauschen wollt. Teufel hat insgesamt auf einen übertriebenen Gaming-Look verzichtet.

An der Bequemlichkeit des Headsets gibt es jedenfalls herzlich wenig zu bemängeln. Aufgrund des hinreichend flexiblen Kopfbügels und der weichen, geräumigen Ohrpolster sind auch längere Zocksitzungen mit dem Cage kein Problem. Das moderate Gewicht ergänzt die insgesamt sehr gute Ergonomie.

Der Anschluss erfolgt über ein erfreulich langes, textilummanteltes Kabel via USB an PC oder PS4, alternativ mit einem beiliegenden 3,5-mm-Klinkenkabel am Controller einer Konsole oder an mobilen Geräten. Die Bedienelemente sind sparsam ausgelegt. Am Headset selbst befinden sich ein USB-Klinkenumschalter für den Mikrofonbetrieb, ein Drehrad für die Lautstärke sowie eine Multifunktionstaste für den mobilen Einsatz. Abgesehen davon gibt es lediglich einen Mini-USB-Port für den Anschluss des Kabels.

Die An-Aus-Taste fürs Mikrofon befindet sich direkt am abnehmbaren Mikrofonarm. Selbiger ist dank Drahtgeflecht sehr flexibel und stabil in der Position. Da sich an Vorder- und Rückseite einer der Ohrmuscheln Anschlüsse befinden, könnt ihr das Mikrofon rechts oder links positionieren, indem ihr das Headset einfach dreht. Eine ganz witzige Idee. An die dadurch gedrehten Bedienelemente muss man sich allerdings kurz gewöhnen, ebenso wie an die ungewohnt hohe Position des Mikrofons am Headset. Die Kanäle hingegen wechseln je nach Anschluss des Mikrofons automatisch.

Empfindlichkeit und Monitoring könnt ihr bequem in der Software einstellen. Einen kleinen Haken entdeckten wir allerdings im USB-Betrieb. Auch ohne angeschlossenes Mikrofon werden Umgebungsgeräusche durch ein im Headset selbst integriertes Mikrofon übertragen. Mann muss also die Einstellungen in der Software komplett runterregeln, wenn man das nicht haben will. An der Qualität der Mikrofone gibt es wenig auszusetzen, die Übertragung ist laut und deutlich. Für den Mikrofonarm hätten wir uns allerdings einen Poppschutz gewünscht, Atemgeräusche und scharfe Laute kommen dann doch etwas zu scharf durch.

Klanglich ist das Teufel Cage ein echter Knaller, vor allem für die Preisregion. Die Balance aus kräftigem Bass, knackigen Mitten und klaren Höhen passt, dazu ist der Sound sehr klar, detailreich und ausgewogen. Die Ortung von Geräuschquellen beim Zocken ist dank klarer Räumlichkeit überhaupt kein Problem. Vom Klang her gehört das Teufel Cage zu den besten Gaming-Hardsets.

Das Schöne dabei ist, dass das Cage nicht nur anschlusstechnisch ein Allrounder ist. Der Klang überzeugt nämlich beim Gaming ebenso wie beim Musikhören oder Videoschauen. Teufel hat eine erfreulich gute Balance gefunden und die übliche starke Basslastigkeit mit schwächeren Höhen, die bei Gaming-Headsets sehr verbreitet ist, geschickt vermieden.

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