Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Test - XGIMI TITAN Noir Max : Test: Endlich ein Beamer, der alle Gamer-Anforderungen erfüllt

  • PC
Von  |  | Kommentieren

Der Hype ist echt: Seit ein paar Wochen generiert die chinesische Beamer-Manufaktur XGIMI riesige Wellen mit einem unerhört hellen und farbkräftigen Gerät, das dazu noch exzellente Schwarzwerte verspricht und sich hervorragend für Gamer eignet. Na, das ist doch mal eine Ansage! Wir durften den XGIMI TITAN Noir Max vorab testen – noch bevor die zugehörige Kickstarter-Kampagne ausläuft.

Anmerkung: Es ist sehr schwer, das Bild eines Laser-Beamers farbecht zu fotografieren – unsere Screenshots sind also nicht aussagekräftig in Sachen Farbbrillanz.

Projektoren werden für Spieler gerade immer interessanter. Die Zeiten, in denen Beamer im Gaming-Setup automatisch mit Input-Lag, matschigem Bild und flauen Farben gleichgesetzt wurden, sind langsam vorbei. Vor allem jetzt, da die ersten Geräte mit modernen Bildchips, VRR-Unterstützung und echten Low-Latency-Modi ausgerüstet werden. Die reine Bildgröße war schon immer ein Argument – eine riesige Leinwand ist in Sachen Immersion kaum zu schlagen. Aber lange Zeit fehlte genau das, was moderne Spiele eigentlich ausmacht: knackige HDR-Spitzen, satte Farben und genug Helligkeit, um auch in helleren Szenen wirklich zu glänzen. Genau hier setzt der neue XGIMI TITAN Noir Max an – und zwar ziemlich selbstbewusst.

Zahlenspielerei

XGIMI spricht bei diesem brandneuen Gerät von bis zu 7000 ISO-Lumen Spitzenhelligkeit. Das klingt im ersten Moment nach einem regelrechten Lichtmonster, das selbst große Wohnzimmer problemlos fluten kann. In der Realität sollte man diesen Wert allerdings mit Vorsicht genießen. Er entsteht ausschließlich in einem speziellen Hochleistungsmodus, der zwar auf dem Papier beeindruckt, in der Praxis aber kaum nutzbar ist. Das Bild wird dabei mit einem starken Grünstich verfälscht, Farben verlieren an Natürlichkeit und vor allem der Geräuschpegel steigt in Bereiche, die man beim Spielen oder Filmeschauen schlicht nicht akzeptieren kann. Der Projektor verwandelt sich nämlich akustisch in eine kleine Flugzeugturbine.

Dazu kommt, dass XGIMI selbst sehr deutlich darauf hinweist, dass dieser Modus nur unter idealen Bedingungen genutzt werden sollte – inklusive der Empfehlung, die Raumtemperatur unter 25 Grad zu halten. Das allein sagt schon einiges darüber aus, wie realitätsfern dieser Wert eigentlich ist.

Viel greifbarer ist deshalb der Bereich zwischen etwa 4500 und 5000 ISO-Lumen. Und genau dort bewegt sich der TITAN Noir Max im echten Alltag bei einem angenehmen Geräuschpegel von etwa 34 Dezibel, sofern er freisteht. Dazu später mehr.

Die tatsächliche Helligkeit hängt von dem gewählten Blendenmodus und Inhalt ab. Rund 5000 Lumen ist für einen heimischen Beamer enorm hell und reicht locker aus, um große Leinwände zu befeuern oder auch in leicht beleuchteten Räumen ein überzeugendes Bild zu liefern. Wie hell es bei euch am Ende wird, hängt auch vom Typ und der Größe eurer Leinwand ab, beziehungsweise von der Entfernung zwischen Leinwand und Beamer.

So lang ihr kein Wohnzimmer habt, in dem Union Berlin Trainingseinheiten abhalten könnte, sollte das aber allemal für guten Filmgenuss und Spiele genügen. Der Tripple-Laser samt seinem komplexen Linsensystem ist stark genug, um bis zu 300 Zoll Leinwand zu füllen. Ein zweifacher optischer Zoom (Vergrößerungsfaktor 0,98 bis 2) lässt euch viel Freiraum für Platzierung und verlustfreie Skalierung.

HDR mit echtem Punch – auch in Spielen

Es gibt diesen Moment in Forza Horizon 6, wenn man nachts durch das neonüberflutete Tokio rast, die riesigen Werbetafeln an den Hochhäusern vorbeiziehen und sich das Licht auf dem nassen Asphalt spiegelt. Auf einem OLED-Fernseher sieht das beeindruckend aus – keine Frage. Aber auf einer riesigen Leinwand mit dem TITAN Noir Max kippt das Ganze in etwas völlig anderes. Dank voller Abdeckung des Rec.2020 Farbraums ist dieser Projektor sogar QD-OLED TVs überlegen, wenn es um Farbvielfalt geht. Die Neonfarben stechen also regelrecht aus dem Bild heraus, während die Größe der Projektion dafür sorgt, dass man nicht mehr nur zuschaut, sondern sich tatsächlich in dieser Stadt bewegt.

Noch intensiver wird dieses Gefühl bei schnellen Actionspielen. Doom ist hier fast schon ein Paradebeispiel. Die Geschwindigkeit bleibt dank niedriger Latenz vollständig erhalten, während Explosionen und Gegner auf der riesigen Bildfläche eine Wucht entfalten, die man so auf kleineren Displays schlicht nicht erlebt. Man muss manchmal die Augen zusammenkneifen, weil man meint, man würde sonst erblinden.

The Last of Us wiederum funktioniert auf eine ganz andere Art. Hier ist es nicht die Geschwindigkeit, sondern die Atmosphäre. Dunkle Räume, flackernde Lichtquellen und verlassene Straßen wirken auf dieser Größe fast unangenehm präsent.

VRR und ALLM sind stille aber ungemein wichtige Gamechanger. Gerade bei Konsolen schwankt die Bildrate in vielen Spielen immer noch leicht. Auf älteren Projektoren führte das schnell zu sichtbarem Ruckeln oder störendem Tearing. Der TITAN Noir Max fängt solche Schwankungen ab und sorgt für ein insgesamt ruhigeres, stabileres Bildgefühl, während die Reaktionsgeschwindigkeit mit guten Monitoren mithält. Für einen Beamer ist sowas Neuland. Jeder anspruchsvolle Gamer, der solche Vorteile genießt, weiß, dass man darauf nicht mehr verzichten möchte, wenn man es erst einmal hat.

Für Cineasten ein Fest, aber auch ein Loch im Geldbeutel

Trotz aller Gaming-Euphorie bleibt der Projektor natürlich in erster Linie ein Heimkino-Gerät. Und das merkt man ihm auch an. Schon das Gehäuse wirkt weniger wie ein Lifestyle-Gadget und mehr wie ein ernsthaftes Installationsgerät. Groß, schwer, funktional – eher Richtung klassischer High-End-Projektoren von Sony oder JVC als Richtung Wohnzimmer-Spielzeug.

Besonders angenehm fällt dabei die Installation auf. Der optische Zoom in Kombination mit einem großzügigen Lens-Shift-System sorgt dafür, dass man deutlich flexibler mit der Positionierung umgehen kann. Konkret bietet der Projektor eine vertikale Verschiebung von 130 % (vertikal) zu 50 % (horizontal). In der Praxis bedeutet das: Man muss den Beamer nicht perfekt mittig vor der Leinwand platzieren, sondern kann ihn entspannter ins Setup integrieren.

Genial, aber sowas erwartet man auch, wenn man sich den Preis anschaut. Egal ob mit oder ohne Kickstarter-Rabatt – der TITAN Noir Max tut richtig weh im Geldbeutel. Der aktuelle Early-Bird-Preis liegt bei rund 2500 Euro plus Mehrwertsteuer, was am Ende ungefähr 3000 Euro ergibt. Immerhin: die Zollgebühren und den Versand übernimmt XGIMI in der Kickstarter-Phase, und dank der erreichten Stretch-Goals werden zwei 3D-Brillen kostenlos dazugelegt. Nach der Kampagne, die noch bis zum 9. Juni läuft, soll der reguläre Preis allerdings auf etwa 6000 US-Dollar plus Steuern steigen. Das ist eine Hausnummer, bei der selbst Gutbetuchten die Tränen kommen.

Klasse Features, irre gutes Bild

Gleichzeitig wird aber auch schnell klar, dass das Gerät diesen Preis in vielen Aspekten rechtfertigt. Gerade im direkten Vergleich mit dem Valerion Vision Master Pro 2, den wir Ende 2024 getestet hatten, zeigt sich das sehr deutlich. Beide Geräte liefen in unserem Test parallel mit demselben Dolby-Vision-Kalibrierungsvideo. Um überhaupt eine faire Gegenüberstellung zu ermöglichen, haben wir die Linsen beider Geräte teilweise abgedeckt, sodass beide Bilder gleichzeitig auf derselben Leinwand dargestellt werden konnten.

Das Ergebnis war eindeutig: Der Valerion Vision Master ist nach wie vor ein sehr guter Projektor mit ordentlicher HDR-Darstellung – schließlich verfügt auch er über drei kräftige Laser welche die das vollen Rec. 2020-Farbspekrum auf die Leinwand zaubern. Theoretisch wären diese beiden Geräte also gut vergleichbar. Aber der TITAN Noir Max spielt bei Helligkeit und Kontrast in einer anderen Liga.

Vor allem HDR-Inhalte profitieren enorm von der zusätzlichen Lichtreserve und der besseren Kontrolle über Spitzlichter, die nur dank eines brandneuen Texas-Instruments-Chips gewährleistet wird.

Das Ganze setzt eine gute Kühlung voraus, was der Grund dafür ist, dass dieser Beamer sowohl auf seiner Oberseite als auch unten Lüftungsschlitze aufweise und auf einem Gestell ausgeliefert wird. Diese Schlitze sollte man keinesfalls blockieren, denn der Beamer saugt oben Luft an und stößt sie unten aus. Wer das Gerät an der Decke installieren will, braucht daher XGIMIS hauseigenen Decken-Mount. Hier kein generisches Gegenstück von Media-Markt und Co.

Was uns zu den von uns gemessenen 34 Dezibel zurückbringt. Diesen Wert hält der Beamer nur, wenn er freisteht. Packt ihr ihn in ein Regal, dann werdet ihr das Ansaugen und Auspusten der Luft stärker vernehmen, und dann kann das Gerät durchaus ein wenig nerven, sobald ruhigere Szenen eines Films einsetzen. Unserer Meinung nach hätte XGIMI einen größeren Lüfter installieren sollen, der bei niedrigeren Geschwindigkeiten mehr Luft bewegt.

Es werde Licht

Aber weiter mit den Spitzlichtern: Deren Kraft lässt sich dank zweier eingebauter Iris-Blenden in fünf Abstufungen regulieren. Mit der hellsten normalen Einstellung (der F2-Blende) ist der Projektor so hell, dass selbst Tageslichtbetrieb in Maßen möglich wird. Schönes ists natürlich, wenn der Raum zumindest leicht abgedunkelt wurde.

In unseren Tests auf einer 100-Zoll-Leinwand lagen die Messwerte auf großen weißen Flächen bei knapp über 980 Lux. Das entspricht umgerechnet grob etwas über 310 Nits auf TV-Niveau – und das über die gesamte Bildfläche hinweg. Für einen Projektor ist das der Wahnsinn. Dynamisches Tonemapping sorgt dafür, dass auch Werte von 1000 Nits und mehr heruntergerechnet werden, ohne dass Farbflächen clippen oder das Bild samt Black-Crushing versackt. Beim Valerion war hingegen schon nach 600 Nits Schluss.

Noch spannender wird es allerdings bei verdichteten HDR-Highlights. Kleine Lichtquellen wie Neonreklamen oder Explosionen wirken deutlich intensiver, weil sich die Helligkeit gezielt konzentriert und nicht im Gesamtbild verpufft. Filme wie die der neue 4K-Scan des Klassikers Ben Hur oder Mad Max Fury Road zeigten uns, wie viel Unterschied das ausmacht. Wo beim Valerion noch das Feuer der Flammenwerfer künstlich aussah, weil die hellen Gelb- und Rottöne zu großen Flächen verschmolzen, zeigte der TITAN Noir Max feine Farbabstufungen.

Mit dem bloßen Auge betrachtet ist das Bild knackscharf und wunderbar kontrastreich. Auch Animationsfilme wie etwa Disneys Encanto zeigten, wie schön so ein Marchenkitsch-Farbinferno aussehen kann, wenn Dolby Vision nicht das Bild bei jedem kleinen Highlight herunterpegeln muss.

Unterstützt wird derweil so ziemlich jedes Tonemapping-Format, von Dolby Vision über HDR10+ bis hin zu IMAX. Ähnlich steht es um die Tonformate: DTS, Atmos… alles an Bord. Wobei die internen Lautsprecher zwar für ihren Formfaktor viel Schmackes und Bass haben, aber sicher von vielen (zurecht) verschmäht werden dürften. Wer sich so einen Beamer leistet, besitzt bestimmt auch eine gute Soundbar oder einen Atmos-Receiver.

Schwarz zu Blau

Am Abend drehte sich unsere Präferenz dann ein wenig. Wir bevorzugten bei dunkler Umgebung die F4-Iris Blende, welche die maximale Helligkeit etwas reduziert. Dafür gewinnt der Schwarzwert sichtbar an Tiefe. Das Bild wirkt dadurch filmischer, ruhiger und insgesamt harmonischer, ohne dass HDR seine Wirkung verliert. Blende F7 war uns zu dunkel, auch wenn das Schwarz so satt erschien, dass man im Raum die Hand vor den Augen nicht mehr sah.

Wer sich nicht für einen festen Wert entscheiden will, lässt die Maschine für sich arbeiten. Im dynamischen Blendenwert passt der Beamer fortlaufend den Kontrast mithilfe beider Iris-blenden an, so wie es gerade benötigt wird. Klappte reibungslos.

Nebenbei: Im reaktionsschnellen Game Mode waren sowohl Schwarzwerte als Farben freilich nicht ganz so punchy wie beim Filme schauen. Der Projektor hat schlicht nicht genug Zeit zum Regulieren. Der Eindruck war dennoch sehr gut.

Kleinere Einschnitte

Perfekt ist der Projektor trotzdem nicht. – und natürlich auch kein OLED-Killer. Dafür fehlt ihm schlicht das perfekte Schwarz. Aber genau genommen ist das auch gar nicht sein Anspruch. Der TITAN Noir Max will ein ernsthaftes Heimkino- und Gaming-Setup antreiben, ohne euch die 10 bis 12 großen Scheine eines Enthusiasten-Beamers abzuknöpfen. Kompromisse sind da kaum vermeidbar.

Beispielsweise im Bildaufbau. Seine 4K-Auflösung bei bis zu 60 Hz erreicht er per Pixel-Shift. Heißt also, der verbaute Chip gibt theoretisch eine 1080p-Auflösung aus, verschiebt sie aber bei 240 Hz so schnell auf drei benachbarte Positionen, dass die 4K-Auflösung zustande kommt. Und das bei erstaunlich geringen 4 Millisekunden Latenz. Reicht sogar für Counter Strike und Konsorten.

Diese Methode ist keine Mogelei - ihr bekommt echtes 4K, nur eben mit einem Trick, den ihr nicht aktiv mitbekommt. Verzichtet ihr auf 4K, dann dürft ihr die 240 Hertz-Bildrate bei 1080p aktiv nutzen. Dabei sinkt die Latenz auf eine Millisekunde herunter. Ein Test mit den Kalibrierungs-Tools von klassischen Musikspielen bestätigte uns diesen Wert (wobei uns manchmal 2 ms angezeigt wurden, das ist aber im Rahmen einer Fehlertoleranz).

Der einzige Nachteil der 4K-Darstellung liegt im für Tripple-Laser Projektoren üblichen Rainbow-Effekt, der bei besonders hellen und schnell bewegenden Flächen bunte Farbsäume verursacht. XGIMI hat einen Darstellungsmodus implementiert, der sich optional zuschalten lässt, um diesen Effekt zu verringern. Im Moment funktioniert er aber noch nicht zufriedenstellend, weil er das Bild durch krümelige Pixel (die aussehen wie grobes bewegliches Filmkorn) unruhig macht. XGIMI hat bereits angekündigt, diesen unerwünschten Nebeneffekt per Update auszumerzen.

Ganz wichtig: Was ebenfalls fehlt, sind Smart-Applikationen. Entsprechend spartanisch wirkt die (leider nur teilweise beleuchtete) Fernbedienung. Dieser Beamer nutzt weder Google TV noch irgendein anderes bekanntes Betriebssystem.

Abseits fehlender Apps für Netflix und Co schränkt das seine Funktionen aber nicht ein. Ihr könnt über die beiden USB-Ports Videodateien abspielen, habt einen Gigabit LAN-Zugang und Wifi, sowie drei HDMI 2.1 Schnittstellen, von denen einer über einen eARC-Rückkanal und CEC-Funktionen verfügt. Wollt ihr Disney Plus und Co schauen, dann nutzt einen Fire-Stick oder ein Apple-TV-Endgerät.

Greift zu, wenn...

… ihr einen Beamer sucht, der endlich alle Kriterien für Gamer erfüllt – allem voran niedrige Latenz und VRR – und zugleich geniale Farben, knackiges HDR und tolle Schwarzwerte für Filme liefert.

Spart es euch, wenn...

Ihr keinen Platz für mindestens 100 Zoll Leinwand und mehr als 2,60m Abstand habt – oder wenn euch der Preis abschreckt.

Fazit

Denis Lucius Brown - Portraitvon Denis Lucius Brown
Nicht billig, aber ein echtes Erlebnis

Der XGIMI TITAN Noir Max ist ein Projektor, der sich nicht auf eine einzige Rolle festnageln lässt. Er ist gleichzeitig Gaming-Maschine, HDR-Kraftpaket und Heimkino-Gerät. Gerade für Spieler ist er besonders spannend, weil er Immersion, Geschwindigkeit und Bildgröße kombiniert – etwas, das lange Zeit kaum möglich war.

Spiele wie Forza Horizon 6, Doom oder The Last of Us zeigen eindrucksvoll, wie stark der Effekt einer riesigen Leinwand sein kann, wenn Technik und Bildqualität endlich mithalten. Gleichzeitig liefert der Projektor auch im Filmbereich ein sehr überzeugendes Bild mit starkem HDR und deutlich besserem Kontrast als viele vergleichbare Geräte. VRR und ALLM sind absolute Gamechanger im Beamer-Segment und könnten womöglich bei Enthusiasten den Fokus auf Monitore und OLED-TVs mindern.

Der Preis bleibt allerdings eine klare Hürde. Selbst der Kickstarter-Deal ist hoch, und der spätere Marktpreis erst recht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Gerät softwareseitig bare bones daherkommt – keine Apps, kein Schnickschnack, nur ein simples Betriebssystem zum Einrichten von Netzwerk, Sound und Bildfunktionen. Doch wer bereit ist, diese Investition zu tätigen, bekommt einen Projektor, der mit hochklassiger Hardware auftrumpft: Irre gute Linsen, samt Lens shift, ein zweistufiges Schwarzblenden-System, Tripple-Laser und mehr. Solltet ihr gerade flüssig genug sein, dann lasst euch die Kickstarter-Kampagne nicht entgehen. So günstig bekommt ihr diesen Beamer nie wieder.

Überblick

Pro

  • sehr hohe Helligkeit im realistischen Betrieb (ca. 4500–5000 ISO-Lumen)
  • starkes HDR mit gutem Punch
  • sehr gute Gaming-Performance
  • niedrige Eingabeverzögerung (auch dank ALLM)
  • VRR für flüssigeres Gameplay
  • zwei vorab professionell kalibrierte Farbmodi für Filme
  • flexibles Lens-Shift-System
  • optischer Zoom erleichtert Setup
  • sehr gute 4K-Schärfe und Detaildarstellung
  • besserer Schwarzwert als viele andere Laser-Beamer
  • kräftige RGB-Laser-Farben

Contra

  • hoher Preis
  • 7000 ISO-Lumen-Modus kaum nutzbar (laut, verfälscht)
  • sehr gutes Schwarz, aber noch nicht auf High-End Niveau
  • einige Werksmodi farblich teils etwas übersättigt
  • DLP-Regenbogeneffekt möglich
  • Anti-RBE-Modus zur Zeit noch sehr unruhig
  • hohe Wärmeentwicklung
  • Lautstärke nur dann angenehm, wenn er nicht in einem Regal platziert wird
  • vergleichsweise großes 320 Watt-Netzteil
  • spartanische Fernbedienung, die nicht auf allen Tasten beleuchtet ist

Awards

  • Hardware Tipp

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel