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News - South of Midnight : Entwickler von Compulsion Games suchen massenhaft neue Jobs

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Die weitreichenden Umstrukturierungspläne bei den Xbox Game Studios werfen ihre Schatten voraus und sorgen für eine spürbare Abwanderungswelle. Nachdem die neue Xbox-Chefin Asha Sharma kürzlich einen tiefgreifenden geschäftlichen Reset angekündigt hatte, um die Rentabilität der Gaming-Sparte zu erzwingen, herrscht beim kanadischen Tochterstudio Compulsion Games akute Existenzangst. Zahlreiche Entwickler des von Kritikern gefeierten Action-Adventures South of Midnight haben in den vergangenen Tagen über berufliche Netzwerke wie LinkedIn signalisiert, dass sie das Studio verlassen wollen und ab sofort aktiv auf der Suche nach neuen Stellen sind.

Die Bewegung zieht sich durch fast alle Abteilungen des in Montreal ansässigen Entwicklerstudios und betrifft auch langjährige Stützen des Teams. So haben unter anderem der Principal Level Designer Mike Sklavounos nach sechs Jahren sowie der Principal Game Designer Thomas de Rego nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit das Open-to-Work-Banner auf ihren Profilen aktiviert. Auch aus dem Narrative- und Art-Design-Bereich sind etliche Mitarbeiter auf der Suche nach neuen Abenteuern.

In ihren Beiträgen betonen die Entwickler zwar ihre Dankbarkeit für die kreative Zeit und den Stolz auf das im Vorjahr veröffentlichte South of Midnight, das unter anderem mit dem Peabody Award und dem BAFTA ausgezeichnet wurde, machen aber gleichzeitig deutlich, dass eine unerwartete Wendung der Ereignisse sie zu diesem proaktiven Schritt bewegt hat.

Offizielle Entlassungen seitens Microsoft oder der Studioleitung wurden bisher nicht bestätigt. Dass die Belegschaft nun dennoch in Scharen die Reißleine zieht, liegt an der anhaltenden Ungewissheit hinter den Kulissen. Laut übereinstimmenden Medienberichten von Kotaku und Bloomberg steht Compulsion Games im Rahmen des Xbox-Resets ganz oben auf einer potenziellen Streichliste für eine komplette Schließung.

Zwar befindet sich das Studio-Management angeblich in intensiven Verhandlungen mit Microsoft über einen möglichen Management-Buy-out, doch diese Hängepartie bietet den Angestellten keinerlei finanzielle oder berufliche Planungssicherheit.

Der massive Drang der Mitarbeiter, sich neu zu orientieren, dürfte den Druck auf das verbleibende Studio im Vorfeld des am 30. Juni endenden Microsoft-Finanzjahres massiv erhöhen. Neben Compulsion Games stehen laut Branchenexperten auch andere renommierte Xbox-Töchter wie Double Fine (Psychonauts) und Ninja Theory (Hellblade) unter genauer Beobachtung der Konzernspitze. Die proaktive Jobsuche der kanadischen Entwickler zeigt deutlich, dass das Vertrauen der Belegschaft in die langfristige Zukunft unter dem Xbox-Dach nachhaltig erschüttert ist.

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