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Preview - Resonance: A Plague Tale Legacy : Vorschau: Neue Heldin, neues Gameplay - geht das klar?

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Die A Plague Tale-Reihe lebte bisher von der tiefen, emotionalen Bindung zwischen den Geschwistern Amicia und Hugo im von der Pest gebeutelten Frankreich. Mit dem Spin-off bzw. Prequel Resonance: A Plague Tale Legacy bricht Entwickler Asobo Studio nun mit diesem Setting. Wir durften im Rahmen eines Preview-Builds bereits tiefer ins Spiel eintauchen und die Kapitel V und VI unter die Lupe nehmen. Aber funktioniert die düstere Saga auch ohne die Geschwister, dafür mit einem Schuss Assassin’s Creed und Tomb Raider?

Die Handlung von Resonance ist 15 Jahre vor den Ereignissen von A Plague Tale: Requiem angesiedelt und rückt eine alte Bekannte ins Rampenlicht: die Piratin Sophia, die damals die schützende Hand über die Geschwister hielt. Auf der Flucht vor einer unbarmherzigen Armee und ihrer eigenen früheren Gang verschlägt es Sophia zusammen mit ihrer Gefährtin Leni auf die antike Insel des Minotaurus. Hier jagt sie den Geheimnissen ihrer eigenen Vergangenheit hinterher.

Der Bogen zur Hauptsaga wird über den mysteriösen Macula-Fluch geschlagen, der eng mit der Insel und einer uralten, verborgenen Präsenz verwoben ist. Das zentrale Element ist eine duale Zeitleiste: Während Sophia im 14. Jahrhundert Ruinen erforscht, erlebt sie Visionen der minoischen Ära und steuert in der Vergangenheit den Helden Theseus durch brutale Prüfungen. Seine Taten verändern direkt die Pfade und Mechanismen in Sophias Gegenwart.

In den von uns gespielten Kapiteln zeigt sich Resonance als unterhaltsame Mischung aus Erkundung, Rätseln und Kämpfen. Kapitel V führt uns in eine alte Tempelanlage, die mit ihren Spiegel- und Anordnungsrätseln sowie fiesen Fallen wohlige Tomb Raider-Vibes versprüht. Das Leveldesign gibt sich dabei stellenweise angenehm "sandboxy" und lädt zum Erkunden abseits der linearen Pfade ein. Das solltet ihr auch tun, denn abseits des Weges warten Schmuckstücke wie Armreifen, Siegel oder Ketten, die euch kleinere Boni und Perks verleihen, sowie Resonanzpunkte für den recht überschaubaren Skilltree.

In Kapitel VI schlägt die Stimmung um: In den düsteren Tunneln unter dem Tempel lauert eine unheimliche Kreatur, was in einer packenden Fluchtsequenz mündet. Sehr stimmungsvoll, aber leider auch mit geskripteten Trial-&-Error-Passagen garniert, die nicht immer ganz logisch erscheinen.

Spielerisch hat sich vor allem das Kampfsystem drastisch verändert. Sophia agiert deutlich agiler und offensiver als Amicia. Schleichen rückt spürbar in den Hintergrund, stattdessen regiert der offene Angriff. Das System setzt auf Ausweichen, Paraden, präzises Timing, Tritte und blitzschnelle Dolchstöße, bleibt in seinen Grundzügen aber recht simpel gehalten. Manche Angriffe lassen sich parieren, bei anderen hilft nur der Sprung zur Seite. Cool: Ihr könnt die Umgebung einbeziehen und Feinde beispielsweise in Abgründe kicken.

Jeder erhaltene Treffer löscht ein Fragment eures dreigeteilten Lebensbalkens, die ihr nur durch eigene Kills wiederherstellt. Aktuell entpuppt sich jedoch die Kamera in den Kämpfen noch als Spaßbremse. Weil eine Aufschaltfunktion (Lock-on) für Gegner komplett fehlt, mangelt es an Übersicht im Getümmel gegen mehrere Kontrahenten.

Visuell hinterlässt der Preview-Build ein gemischtes Bild. Einige der düsteren, mysteriösen Abschnitte sind atmosphärisch absolut gelungen. Gerade auch der Kontrast der beiden Kapitel mit sonnigen Tempelruinen auf der einen und dunklen Katakomben auf der anderen Seite gefällt uns gut. Rein technisch wirkt das Gezeigte im aktuellen Zustand allerdings noch ein wenig "underwhelming", vor allem nachdem das zweite Plague Tale ein echter Hingucker war. Da das Action-Adventure mit einer Spielzeit von 15 bis 20 Stunden aber erst am 27. August erscheint, hat Asobo Studio noch etwas Zeit für den finalen Feinschliff.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Mutiger Tapetenwechsel, der noch etwas Feinschliff benötigt

Resonance: A Plague Tale Legacy ist ein mutiges Experiment. Der Schritt weg vom mittelalterlichen Frankreich hin zu einer antiken Insel samt spielbarer Theseus-Zeitleiste und komplett anderem Gameplay bringt frischen Wind in das Franchise. Die Mischung aus Erkundung und klassischen Tempel-Rätseln macht in der Vorschau bereits richtig Laune. Auch das neue, deutlich aggressivere Kampfsystem steht der Piratin Sophia gut zu Gesicht, krankt im Preview-Build allerdings noch an einer unübersichtlichen Kamera und fehlendem Gegner-Lock-on.

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Abzuwarten bleibt, was die Story insgesamt so hergibt. Sophia als neue Heldin weist darauf hin, dass Asobo das Plague-Tale-Universum offenbar erweitern möchte, sowohl mit neuen Szenarien als auch neuem Gameplay. Übrigens, ganz müsst ihr auf einen Buddy nicht verzichten, denn zumindest in einem Kapitel war Sophia mit Freundin Leni als nicht spielbarer Sidekick unterwegs. Was wir anspielen konnten, gefiel uns insgesamt ziemlich gut und wir sind gespannt auf das finale Spiel am 27. August (wenn nichts dazwischen kommt).

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