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Test - Razer BlackShark V3 Pro Wireless : Test: Esports-Headset mit ANC und mehr

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Mit dem BlackShark V3 Pro bringt Razer sein esports-orientiertes Headset in eine neue Generation – und zielt dabei unmissverständlich auf die Königsklasse. Die PC/Xbox-Version ist bereits im Handel, die PC/PlayStation-Variante soll zeitnah folgen. Geboten wird Highend-Technik mit Fokus auf niedrige Latenz, präzisen Klang und lange Laufzeiten – in einem Design, das vertraut aussieht, aber unter der Haube kräftig nachjustiert wurde. Ein teurer Spaß? Mit 269,99 Euro definitiv. Aber einer, der sich lohnt?

Dass das BlackShark-Design weitgehend geblieben ist, dürfte Serienkenner nicht überraschen: Razer hat seit 2012 an der Formensprache gefeilt und sich spätestens 2020 mit überarbeiteten Treibern als ernstzunehmender Mitstreiter im Headset-Gefecht etabliert. Auch die neue Generation bleibt dieser Linie treu.

Der Look mit den drehbaren Ohrmuscheln und dem weich gepolsterten Kopfband ist unverändert, das Gewicht bleibt mit 367 Gramm moderat. In Schwarz oder Weiß erhältlich, fühlt sich das Headset angenehm robust und hochwertig verarbeitet an – Textilbezüge an den Polstern inklusive. Neu sind hingegen die magnetisch abnehmbaren Seitenblenden, ein nettes Detail für Modding-Fans.

Das eigentliche Upgrade liegt jedoch im Inneren: Die neuen 50-mm-TriForce-Bio-Cellulose-Treiber sollen dank größerer Magnete und überarbeiteter Bauweise weniger Verzerrung liefern – und das hört man. Der Klang ist kraftvoll, bleibt aber ausgewogen und vor allem in Sachen Raumgefühl extrem präzise. Gerade im Bereich des Positional Audio glänzt das Headset mit beeindruckender Richtungswahrnehmung, was bei Shootern oder kompetitiven Titeln entscheidend sein kann. Der Frequenzbereich reicht von 12 bis 28.000 Hz und bleibt dabei stets klar – lediglich in sehr hohen Tonlagen wird es gelegentlich etwas schrill, was sich aber über die EQ-Einstellungen leicht entschärfen lässt.

Verbindungstechnisch setzt Razer auf Vielseitigkeit: 2,4 GHz Wireless mit Gen-2-HyperSpeed-Technologie nebst niedriger Latenz von 10 ms, Bluetooth, USB und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss via Adapter stehen zur Verfügung. Bluetooth und Wireless lassen sich parallel nutzen, etwa für Voice-Chat via Handy und Gamesound über Konsole. Am PC gibt’s THX Spatial Audio, Konsolenspieler profitieren von Optimierungen für Tempest 3D (PlayStation) oder Windows Sonic (Xbox). Die Software erlaubt per 10-Band-EQ individuelle Klangprofile, zusätzlich gibt es diverse Presets für Gaming, Musik, Filme und sogar ausgewählte Esports-Titel.

Auch beim Mikrofon hat Razer Hand angelegt: Das neue 12-mm-Modell lässt sich abnehmen, setzt auf ein unidirektionales Aufnahmemuster und bietet nun eine Sampling-Rate von 48 kHz. Das Ergebnis ist eine glasklare Sprachübertragung, die sich via Software feinjustieren lässt – inklusive EQ-Presets wie „Broadcaster“ oder „E-Sports“. Mikrofon-Monitoring und Game-Chat-Balance sind ebenfalls mit an Bord. Die Bedienung direkt am Gerät funktioniert dank SmartSwitch-Taste, ANC-Schalter, Powertaste mit Medienfunktion und einem Lautstärkeregler, ist aber dank der Gleichförmigkeit einiger Tasten nebst Multifunktionen etwas gewöhnungsbedürftig.

Erstmals bietet das BlackShark V3 Pro Active Noise Cancelling – zuschaltbar in vier Stufen via Software und Taste. Das ANC funktioniert sauber und filtert gerade monotone Störgeräusche effektiv heraus. Es handelt sich zwar nicht um High-End-ANC wie bei reinen Audiogeräten, doch im Kontext eines Gaming-Headsets ist das Feature eine willkommene Ergänzung, die für noch mehr Fokus im Spiel sorgt.

Mit bis zu 70 Stunden Akkulaufzeit bei kabelloser Nutzung gehört das V3 Pro zu den ausdauerndsten Headsets seiner Klasse. Wer doch mal vergisst zu laden, darf sich über die Schnellladefunktion freuen: Bereits 15 Minuten am Kabel reichen für sechs Stunden Spielzeit und für den absoluten Supergau gibt es immer noch den USB-Kabelbetrieb.

Greift zu, wenn...

… ihr ein hochwertiges Wireless-Headset für kompetitives Gaming sucht, das bei Klang, Komfort und Konnektivität in der Oberklasse mitspielt – besonders im E-Sports-Umfeld.

Spart es euch, wenn...

… wenn ihr mit weniger klarkommt oder euch der Preis schlicht zu hoch ist.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Technik, Sound und Komfort im Einklang

Mit einem Preis von knapp 270 Euro ist das BlackShark V3 Pro kein Schnäppchen – aber ein ernstzunehmender Anwärter auf den Thron der Highend-Gaming-Headsets. Klang, Tragekomfort, Konnektivität und Feature-Umfang überzeugen auf nahezu ganzer Linie. Wer auf präzisen Raumklang, saubere Sprachübertragung und zuverlässige Technik Wert legt, bekommt hier ein Paket, das kaum Wünsche offenlässt. Speziell im kompetitiven Bereich dürfte Razers jüngster Wurf so einige Herzen höherschlagen lassen.

Lediglich die komplexen Bedienelemente sind etwas gewönungsbedürftig und die gelegentliche Schärfe in den Höhen erfordert den Griff zum Equalizer, sofern es denn stört. Wer bereit ist, ein paar Minuten in Anpassungen zu investieren und sich den hohen Preis gefallen lässt, erhält ein rundum gelungenes Headset, das sich sowohl im wettbewerbsorientierten Gaming als auch beim entspannten Zocken exzellent schlägt.

Überblick

Pro

  • präziser, kraftvoller Klang mit hervorragender Ortung
  • sehr gute Sprachübertragung dank verbessertem Mikrofon
  • stabiles Wireless-Setup mit extrem niedriger Latenz
  • flexibles ANC in vier Stufen
  • hoher Tragekomfort trotz Gewicht
  • umfangreiche Software mit EQ- und Profiloptionen
  • lange Akkulaufzeit
  • gute Konnektivität

Contra

  • teurer Einstiegspreis
  • Höhen mitunter etwas schrill

Awards

  • Hardware Tipp

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