Test - Logitech G213 Prodigy : Die neue Tastatur im Test

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Die G213-Tastatur gehört zur brandneuen Prodigy-Reihe von Logitech, die aus Maus (kabelgebunden oder Wireless), Headset und Tastatur besteht. Hiermit will der Hersteller vor allem den mittleren Preissektor abdecken. Entsprechend kommt die G213 für 79,99 Euro auf den Markt. Wer allerdings eine mechanische Tastatur erwartet, wird enttäuscht, denn es handelt sich um eine waschechte Membrantastatur, auch Rubberdome genannt. Das muss aber nicht unbedingt etwas Schlechtes sein.

Die G213 kommt optisch ausgesprochen schlicht daher mit ihrem mattschwarzen Design ohne große Schnörkel. Die 218 x 452 x 33 mm große und etwa 1,1 kg leichte Tastatur ist insgesamt sehr solide verarbeitet. Dennoch hat sie eine gewisse Kunststoffoptik, die vermutlich nicht jedem behagen wird.

Vom Layout her ist die G213 eine Standardtastatur mit Zahlenblock sowie rechts oben angeordneten Multimediatasten, aber ohne Makrotasten. Die Tasten gehen in Ordnung, wir hätten uns lediglich statt der etwas labbrigen Volumentasten eine andere Lösung gewünscht, zum Beispiel ein Drehrad. Ferner dabei sind eine Taste für den Game-Modus mit deaktivierter Windows-Taste sowie eine Taste für die Einstellung der Beleuchtung, ohne die derzeit offenbar keine Gaming-Tastatur mehr auskommt.

An der Unterseite finden wir die üblichen Ausklappfüße, mit denen ihr die Neigung der Tastatur verändern könnt, sowie großflächige Antirutschgummis, die für festen Stand auf dem Schreibtisch garantieren sollen und dies auch gut hinbekommen. Eine fest montierte, ergonomisch gut geformte Handballenablage sorgt dafür, dass eure Pfötchen nicht zu schnell müde werden.

Bei der G213 handelt es sich, wie bereits erwähnt, nicht um eine mechanische, sondern eine Membrantastatur. Dennoch hat es Logitech recht gut hinbekommen, den Tasten quasi ein mechanisches Druckgefühl zu verpassen. Das gewährleisten zum einen die hohen Caps, zum anderen der gut spürbare Druckpunkt der Tasten. Man muss natürlich beobachten, wie lange das straffe Tippgefühl anhält. Rubberdome-Tastaturen neigen ja dazu, mit der Zeit etwas „auszuleiern“. Das Tippgefühl ist aber so weit gut und präzise.

Logitech hat der G213 zudem eine Beleuchtung spendiert und es geschafft, dass das Licht nur durch die Tastenbeschriftung strahlt, und das „Light Leakage“ stark minimiert. Wie inzwischen üblich erwartet euch auch hier eine Einzeltasten-RGB-Beleuchtung, die über die Logitech Gaming Software konfigurierbar ist. Wer möchte, kann das Keyboard aber auch gänzlich ohne die Treiber-Software nutzen.

Greift zu, wenn...

… ihr nicht unbedingt Wert auf eine teure mechanische Tastatur legt, aber dennoch gute Verarbeitung haben wollt.

Spart es euch, wenn...

… Cherry MX oder Kailh für euch unbedingt in eine Gaming-Tastatur gehören.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Grundsolide Zockertastatur

Logitechs Versuch, zugunsten eines günstigeren Preises auf eine Membrantastatur zu setzen, aber trotzdem Look & Feel einer mechanischen Tastatur abzuliefern, gefällt mir persönlich nur bedingt. Zwar ist das G213 eine grundsolides, ordentlich verarbeitetes Keyboard, aber es wirkt auf mich wie ein veganes Schnitzel. Durchaus schmackhaft, aber irgendwie nicht richtig. Wem das allerdings egal ist, der kann und wird mit der schlicht gestalteten Tastatur dennoch eine Menge Freude haben, denn das gute Tasten-Feedback und die deutlich spürbaren Druckpunkte lassen beinahe ein mechanisches Tippgefühl aufkommen. Die G213 eignet sich gut zum Zocken und ist schon vom Preis her eine gute Alternative zu den teuren mechanischen Keyboards.

Überblick

Pro

  • große Antirutschgummis
  • gutes Tasten-Feedback mit spürbaren Druckpunkten
  • separate Multimediatasten
  • ergonomische, wenn auch fest montierte Handballenablage
  • textilumflochtenes Kabel

Contra

  • etwas labbrige Volumentasten, Drehrad wäre schöner gewesen
  • etwas zu viel Kunststoffoptik

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