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Preview - Kingdom Come: Deliverance : Stell dir vor, es ist Mittelalter …

  • PC
  • PS4
  • One
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Durch die Quests könnt ihr zudem euren Ruf in den verschiedenen Orten verbessern. Abgesehen davon müsst ihr euch auch um Nahrung und Schlaf kümmern, um nicht übermüdet oder geschwächt in den Kampf zu gehen und den Kürzeren zu ziehen. Übertreiben solltet ihr es allerdings auch nicht – futtert ihr zu viel, seid ihr vollgefressen und eure Ausdauer sinkt dadurch temporär.

Überhaupt gibt es in Kingdom Come viel zu beachten. Skills, Ausdauer, Ausrüstung, Nahrung, Schlaf auf der einen Seite, aber auch Feinheiten in den Dialogen oder Umgebungen gilt es zu beachten. Aufmerksamkeit ist gefragt. Wer immer nur geradeaus marschiert und die Dialoge nur wegdrückt, wird ernste Probleme bekommen.

Kingdom Come gibt sich sehr realistisch. Man darf gespannt sein, ob und wie das Spiel damit vor allem in den USA und generell beim eher an Action gewöhnten Publikum ankommen wird. Das ungemein authentisch und akkurat umgesetzt Böhmen des 15. Jahrhunderts hat aber neben Story, Quests und Dialogen noch mehr zu bieten. Es ist nebenher ein wunderbar gestalteter Ausflug in die Geschichte der Region, aber ohne dass das Spiel zu „lehrhaft“ wirken will. Wer sich für die Historie interessiert, kann darin eintauchen, ihr müsst es aber nicht.

Sämtliche Orte, Areale und Gebäude entsprechen der früheren Realität oder wurden zumindest mithilfe von Historikern so akkurat wie möglich nachempfunden. Das ist prima gelungen, wir konnten uns vor einiger Zeit bei einem Besuch an einigen echten Schauplätzen selbst davon überzeugen. Abgesehen davon liefert die Chronik im Interface unzählige Informationen zur Geschichte, aber auch zu den Spielelementen.

Detailverliebt, aber Feinschliff noch nötig

Die Umgebungen sind ohnehin eine Pracht. Selten sahen wir realistischere Wälder und Wiesen in einem Videospiel, Gebäude und Kleidung der Bewohner wirken ungemein lebensnah. Dank Tag-Nacht-Wechsel und Tagesabläufen der Einwohner wirken die Orte sehr wirklichkeitsnah und lebendig. Da fällt es fast schon auf, dass der eine oder andere Bewohner weniger detaillierte Gesichtszüge hat als die für die Story relevanten Charaktere oder dass mancher gesprochene Dialog mit einem NPC etwas holpriger wirkt. Andererseits muss man natürlich berücksichtigen, dass Kingdom Come kein Projekt mit einen Budget à la EA oder Rockstar ist, und dafür macht es eine Menge her.

Bis zum Release im Februar gibt es allerdings noch einiges zu tun für das ambitionierte Studio. Einzelne Quests hatten Bugs, einige Animationen wirkten sehr holprig, das Kampfsystem und das Balancing brauchen noch Feinschliff. Auch verschiedene Grafikfehler waren noch zu entdecken und man darf wohl davon ausgehen, dass die Entwickler bis zur letzten Minute an etwaigen technischen Problemen und Bugs feilen werden. Positiv ist auf jeden Fall anzumerken, dass die Konsolenversion einen guten Eindruck hinterließ. Warhorse hatte drei PS4-Versionen dabei, die auf PS4 Pro liefen, prima aussahen und flüssig wirkten.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Realismus statt Fantasy, Story statt Action

Eins steht jetzt schon fest: Kingdom Come ist erfrischend anders als der typische Action-Rollenspiel-Brei, zu dem sich das Genre, abgesehen von wenigen Ausnahmen, in den letzten Jahren entwickelt hat. Der Fokus liegt ganz klar auf der Story, den einfallsreichen Quests und den eigenen Entscheidungen, die dem Spieler nicht selten etwas Grips abverlangen. Das Gameplay gibt sich überraschend entschleunigt. Hier geht es nicht darum, als schwertschwingender Held ganze Armeen niederzustrecken. Ganz im Gegenteil, dem Spieler werden klare und realistische Grenzen aufgezeigt. Das gefällt mir gut, geht es doch zur Quintessenz dessen zurück, was das Genre eigentlich ausmacht.

Zudem merkt man an jeder Ecke, wie viel Liebe und Handarbeit in dem Spiel steckt. Das mittelalterliche Böhmen fasziniert mit unfassbarer Freude am Detail. Selten sahen Wälder, Gebäude oder Kleidung so authentisch aus. Dagegen fällt die Darstellung der Charaktere zuweilen fast ein wenig ab. Warhorse Studios hat allerdings die nächsten zwei Monate noch reichlich damit zu tun, die restlichen Bugs zu fixen und am Balancing zu feilen. Genau das steht auf dem Programm, denn inhaltlich ist der Titel bereits fertig. Sollte das alles bis zum 13. Februar planmäßig klappen, steht Rollenspielfreunden ein Hochgenuss bevor.

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Kingdom Come: Deliverance
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