Test - Kingdom Come: Deliverance II - Mysteria Ecclesiae : Test: Ist der dritte DLC der krönende Abschluss?
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Das Abenteuer Kingdom Come: Deliverance II findet mit dem dritten DLC nun ein Ende und das nicht nur für uns, sondern auch für die Entwickler. Ein letztes großes Update und der Story-DLC Mysteria Ecclesiae sollen dem famosen Mittelalter-Rollenspiel nun den krönenden Abschluss bescheren. Wir konnten uns mit Heinrich bereits vorab ins Kloster begeben und begutachten, ob das Gesamtwerk seinen Anspruch als bestes Rollenspiel des Jahres festigen kann.
Eigentlich ganz clever, den dritten und finalen DLC zu Kingdom Come: Deliverance II kurz vor den üblichen Nominierungen zum Spiel des Jahres zu veröffentlichen. Damit wird die Erinnerung an das Spiel, das Anfang Februar erschienen war, nochmals wachgerufen. Darum dürfte es den Entwickler aber eher weniger gehen, sondern an das Einhalten des Versprechens, die Zusatzinhalte in diesem Jahr zu liefern. Nun geht es für die Entwickler in den Urlaub, wie uns Pressesprecher SirTobi im Rahmen einer Präsentation vorab verriet, bevor sich das Studio an neue Projekte wagt, bei denen es sich erneut um Rollenspiele handeln soll. Ergibt Sinn, denn wie Warhorse Studios mit KCD II bewiesen hat, ist das eindeutig deren Stärke.
Im ersten DLC kümmerten wir uns noch in einer recht lockeren Geschichte um die Belange des Malers Voyta, im zweiten DLC ging es um das Schmiedehandwerk und den Aufbau einer eigenen Schmiede nebst umliegenden Gebäuden in Kuttenberg. Beides überaus passende Ergänzungen, die uns aber nicht in neue Areale geschickt haben. Das ist nun anders. Sobald ihr die zweite Region, also das Umland von Kuttenberg, erreicht habt, könnt ihr die Questreihe in Kuttenberg starten. Selbige schickt euch als Leibwache des Arztes Albich ins Kloster Sedletz.
Das Kloster nahe Kuttenberg kennt ihr bereits, wenn auch nur von außen dank des angrenzenden Friedhofs. Nun geht es mitten hinein, denn das Kloster samt Anlagen ist der neue Spielplatz für Mysteria Ecclesiae. Übrigens erneut beeindruckend in Szene gesetzt und wieder einmal dem realen Vorbild nachgebildet. In der gewaltigen Kathedrale und den umliegenden Grundstücken gilt es, neue Geheimnisse aufzudecken.
Bei eurer Ankunft werdet ihr direkt damit konfrontiert, dass in dem Kloster eine Seuche ausgebrochen ist und eure ersten Aufgaben bestehen darin, deren Ursache zu finden und nach einem Heilmittel zu suchen. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Ausbruch nur die Auswirkung weit tiefer verborgener Geheimnisse darstellt. Daraus ergibt sich eine spannende Geschicht, die typische Heinrich-Quests mit einer Spur Detektivarbeit und einem Hauch Indiana Jones garniert. Dabei wird auch ein deutlich stärkerer Fokus auf Stealth-Gameplay gelegt, denn als die Krankenstuben unter Quarantäne gestellt werden, muss Heinrich andere Wege finden, die Klosteranlagen zu durchzuschen, zumal ihm schon beim Betreten seine Waffen und Rüstungen abgenommen werden.
Ihr tut gut daran, vor dem Besuch in Sedletz auf unauffällig Kleidung zu achten, schon über brauchbare Fähigkeiten beim Schleichen und Schlösser knacken zu verfügen, und etwas in Alchemie und den Dialogkünsten bewandert zu sein. Wann ihr den DLC spielt, bleibt aber ganz euch überlassen. Da das Spiel nicht skaliert, wird es natürlich für euch umso einfacher, je später ihr den DLC zockt. Da im neuen DLC die Story klar im Vordergrund steht, tut es aber nicht Not, bereits das Endgame erreicht zu haben und es schadet auch nicht. Der DLC fügt sich somit gut in das Gesamtbild des Spiels ein, zumal Kämpfe dieses Mal eher selten sind.
Natürlich gibt es auch abseits der Story einiges zu entdecken. So ist Schutzkleidung gegen eine Ansteckung mit der Seuche ein Thema, denn Heinrich kann durchaus selbst erkranken, wenn er unvorsichtig ist. Es gibt einiges an neuer Ausrüstung und nicht zuletzt auch eine Reihe von Büchern und Rezepten, die ihr beispielsweise in der Klosterbibliothek finden könnt. Bis auf die Schutzkleidung ist nichts bahnbrechendes dabei, es fügt sich aber alles gut ins Gesamtbild ein.
Je nachdem, wie gründlich ihr seid und ob ihr die Dialogsequenzen voll anschaut oder durchskippt, seid ihr mit Kingdom Come: Deliverance II - Mysteria Ecclesiae etwa zehn bis fünfzehn Stunden beschäftigt. Insgesamt eine ordentlich Länge für einen DLC, der mit 13,99 Euro fair angesetzt ist. Natürlich ist er auch Bestandteil des Expansion Passes, der für 29,99 Euro zu haben ist. Und wer sich das Hauptspiel noch nicht zugelegt hat, bekommt nun auch die neue Royal Edition mit allen Inhalten, oder eben das Saga-Bundle mit den Royal Editions beider Spiele der Reihe.
Parallel zum DLC erscheint auch das letzte große Update des Spiels, denn auch bei der Nachbearbeitung will Warhorse Studios langsam aber sicher den Stecker ziehen. Natürlich werden auch weiterhin dringende Bugs behoben, was wohl auch der Fall sein wird, denn wie gehabt ist auch der dritte DLC nicht fehlerfrei. Aber ansonsten ist Mysteria Ecclesiae quasi das Ende für die Arbeiten am Spiel.




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