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Test - Forever Skies : Test: Die Subnautica-Alternative für Wasserscheue

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Wem es nicht ausreicht, bereits im echten Leben auf vernünftige Ernährung, fortlaufende Hydrierung, ausreichend Schlaf und körperliche Unversehrtheit zu achten, für den haben die Videospiel-Götter ja zum Glück die Survival-Games geschaffen. Mit Forever Skies macht auf Steam gerade ein kleiner Geheimtipp die Runde, der dank seines kreativen Settings etwas frische Luft in das angestaubte Genre bringen könnte. Aber setzt das Luftschiff-Subnautica demnächst zum Höhenflug an oder geht ihm noch in der Early-Access-Phase die Luft aus?

-- Update vom 11.04.2025--

Mittlerweile hat Forever Skies die Early-Access-Phase verlassen und ist in Version 1.0 erhältlich. In den gekennzeichneten Abschnitt findet ihr die Updates zur Review und natürlich unser neues Fazit.

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Werkzeuge bauen und Ressourcen sammeln, um Hunger und Durst zu stillen, und einen Unterschlupf zusammenzimmern, damit der erholsame Schlaf nicht von Regenwasser unterbrochen wird - Forever Skies bietet zunächst einmal alles, was man von einem First-Person-Survival-Game so erwartet. Der Kniff von Forever Skies liegt aber genau in dem ungewöhnlichen “Unterschlupf” und darin, wie ihr euch damit durch die faszinierend fremde Welt bewegt. Denn trotz eindeutigem Scifi-Vibe befindet ihr euch immer noch auf der Erde oder zumindest dem, was davon noch übrig geblieben ist.

Willkommen zu Hause!

Denn nach einer schrecklichen Umwelt-Katastrophe ist die komplette Welt von einer dichten Staubschicht umgeben. Um zu überleben hat die Menschheit es zunächst mit hohen Türmen versucht, die Leben über dem Staub ermöglichen sollten, musste aber schließlich aufgeben und sich ins Weltall retten. Über 100 Jahre später bildet eine einzelne Raumstation im Orbit die letzte verbleibende Bastion der Menschen und selbst dort ist es mittlerweile nicht mehr sicher.

Eine mysteriöse Krankheit droht, auch noch den kümmerlichen Rest der Menschheit auszulöschen. Nicht nur bricht das Immunsystem der Erkrankten zusammen, was sie anfällig für Infektionen macht, obendrauf gibt es auch noch grausige Visionen als Dreingabe. Social Distancing, Krankenschwestern beklatschen und in die Armbeuge husten reichen in dieser Pandemie leider nicht mehr aus und so muss ein Heilmittel her. Da die Krankheit irgendwie mit dem toxischen Staub zusammenzuhängen scheint, findet sich das jedoch nur auf der Erde (hoffentlich).

Zwar ist auch der namenlose Protagonist erkrankt, aber irgendwer muss es ja machen. Also werdet ihr nach unten geschickt, um Forschungsergebnisse zu sichern und ein Heilmittel für den Virus zu finden. Mal eben kurz im Alleingang die Menschheit retten? Nichts leichter als das! Ab in die Landekapsel und mit Volldampf gen Planet!

Die komplette Story gibt es im Moment bedauerlicherweise noch nicht zu erleben. Bis zum geplanten Release sind aber weitere große Story-Updates geplant. Man darf gespannt sein, was sich Entwickler Far From Home noch so einfallen lässt. Aktuell endet die Geschichte nämlich etwas enttäuschend unspektakulär, aber dafür, dass noch so viel kommen soll, auch überraschend endgültig. Na, wenn da mal nicht noch der ein oder andere Twist ansteht.

-- Update --

In Version 1.0 findet die Geschichte jetzt endlich ihr erfüllendes und spektakuläres Ende. Genauer gesagt sind es sogar zwei Enden und natürlich wartet (als hätte ich es im Vorfeld schon geahnt) noch der ein oder andere Twist auf euch. Auch die bisherigen Story-Bausteine wurden neu strukturiert und durcheinander geworfen. Selbst Early-Access-Veteranen sollten also noch ein paar Überraschungen erleben.

… und immer eine Handbreit Staub unter dem Kiel

Um euch überhaupt irgendwie über die Karte zu bewegen, braucht ihr ein Gefährt, das euch das Reisen oberhalb der Staubschicht ermöglicht. Die einzigen begehbaren Punkte sind nämlich die verlassenen Überreste der von den Menschen gebauten Türme und dazwischen liegt nur die endlose und atemberaubend schöne, leuchtende Weite (und unangenehm hohe Tiefe) des Staubmeers.

Zum Glück (fast als hätten die Entwickler es geplant) stellt euch das Spiel nach einem kurzen Tutorial auch direkt ein passendes Luftschiff zur Verfügung, das ihr nach eigenen Wünschen umgestalten und ausbauen könnt. Dieses dient als mobile Basis und ist sicher das offensichtlichste Alleinstellungsmerkmal von Forever Skies.

Zunächst besteht euer Gefährt aber nur aus einem kleinen Ballon und zwei winzigen Räumchen, die kaum genug Platz für ein Bett bieten. Rohstoffe für den Ausbau bekommt ihr hauptsächlich von herumfliegendem Müll. Richtig gelesen. Aufgrund einer Anomalie (was auch immer das sein soll) schweben überall um euch herum Bälle aus synthetischen Materialien oder auch schonmal die ein oder andere Metallplatte. Mit einem Extraktor-Strahl fischt ihr die Dinge aus dem Himmel, zerlegt sie in ihre Einzelteile und nutzt diese dann zum Bau von allem, was euer Herz begehrt.

Das mag den ein oder anderen dann doch schon stark an das Spiel „Raft“ erinnern, nur eben in drei Dimensionen. Statt auf einem schwimmenden Floß sitzt ihr hier eben auf einem fliegenden Luftschiff und statt Plastik und Holz aus dem Meer zu angeln, grapscht ihr euch Plastik und Metall von dem herumtreibenden Fliegemüll. Sieht man die einzelnen Türme dann noch als Inseln, ist die Parallele perfekt.

In beiden Spielen wird euer Gefährt mit der Zeit immer größer und irgendwann habt ihr statt dem knallengen Ballon ein stattliches, fliegendes (oder in Raft eben schwimmendes) Kreuzfahrtschiff, eine Luftschiff-Ente oder was auch immer euch einfällt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange eure Fantasie aus klobig aneinander getackerten Plastik-Vierecken in kotzgelb und beige besteht. Baupläne für Verzierungen, runde Räume und Farben müsst ihr euch erst auf den Türmen zusammensuchen.

-- Update --

Euer Schiff ist zwar immer noch viereckig und klobig, aber dafür seid ihr nicht mehr so allein in der Weite des Staubmeers. Das einzige lebendige Wesen, auf das ihr mit eurem Schiff bisher treffen konntet, waren (mal abgesehen von ein paar kleineren Insekten) die Schrottflüglerbrutstätten, welche sich an euren Außenstegen festsetzten und Teile davon abbrechen konnten, wenn ihr sie nicht schnell genug entsorgt habt.

Jetzt gibt es da schon mehr Abwechslung. Zum Beispiel erheben sich ab und an riesige, fremdartige Wesen aus den Tiefen. Von manchen seht ihr nur einzelne Tentakel über der Staubschicht, andere tauchen komplett auf, nehmen Einfluss auf die Landschaft und erschaffen so neue interessante Anflugmöglichkeiten für euer Schiff. Wer wollte nicht schon immer mal das Nest eines 80 Meter hohen Insekts durchwühlen. Hoffentlich kommt der Besitzer nicht zu früh nach Hause.

Von Staub bist du genommen und zu Staub kehrst du zurück

Die Karte der Umgebung wird um euer Luftschiff herum prozedural generiert, die einzelnen Türme jedoch nicht. Stattdessen gibt es etwas über ein dutzend verschiedener Bauweisen, die einfach zufällig platziert werden. Dadurch könnt ihr theoretisch endlos weit fliegen, ohne ans Ende der Welt zu stoßen, und es dauert etwas, bis es wirklich nichts mehr zu entdecken gibt.

Allerdings werden auch Türme mit Relevanz für die Story zufällig und mehrfach platziert. Laut Geschichte hat einer der Wissenschaftler zum Beispiel einen Unterschlupf in einem verlassenen Gewächshaus-Turm gebaut. In der Realität hat er diese Basis aber scheinbar in jedem einzelnen Turm dieser Bauart errichtet und davon gibt es ja theoretisch unendlich viele. Entweder akzeptiert ihr also, dass der Kerl enorm fleißig war, oder ihr drückt einfach der endlosen Freiheit der Karte zuliebe ein Auge zu.

Viele Türme könnt ihr zu Beginn noch gar nicht betreten. Manche Zugänge sind höher, als euer Schiff anfangs fliegen kann, andere so extrem kontaminiert, dass euer angeknackstes Immunsystem nach wenigen Sekunden zusammenklappen würde. Also ist erstmal Forschung und Entwicklung angesagt. Baupläne für neue Technologien erhaltet ihr entweder über Story-Events oder indem ihr alte Technik scannt, die eure Vorgänger zurückgelassen haben. Schafft ihr es zum Beispiel, euch den Weg in ein überwuchertes Gewächshaus zu bahnen, findet ihr darin eine alte Bewässerungsanlage. Fix gescannt und schon braucht ihr die Pflanzen auf eurem Schiff nicht mehr wie ein Höhlenmensch händisch zu gießen.

Alternativ zur Automatisierung könnt ihr aber auch einfach andere für euch arbeiten lassen. Dank Koop-Modus können sich nämlich bis zu vier Spieler gleichzeitig auf eurem Schiff tummeln. Und das müssen sie auch, denn ein eigenes Gefährt bekommen sie leider nicht. Stattdessen ist produktive Teamarbeit angesagt oder eben kreatives Chaos, wenn jeder lieber an einer anderen Ecke des Schiffs herumbastelt.

Aktuell planen die Entwickler einen Release der fertigen Version Anfang 2025, dann auch mit kompletter Story, mehr Technologien und hoffentlich weniger technischen Problemchen. Gerade im Multiplayer und bei einem großen Schiff ruckelt es schon ordentlich und mit drei Frames pro Sekunden steuert sich so ein Kahn auch nicht so gut. Ob dieser Fahrplan einzuhalten ist, muss sich jedoch erst zeigen. Gefühlt fehlt für einen baldigen Release doch noch einiges an Content und technisch muss sich ebenfalls noch eine Menge tun.

-- Update --

Und wenn sie nicht gecrasht sind, dann ruckeln sie noch heute … Sobald euer Schiff mal eine gewisse Größe erreicht hat, scheint auch heute noch jeder neue Raum das Spiel kurz zu überfordern. Im Singleplayer stört das nur minimal, im Multiplayer nervt es aber dann schon, wenn hinten ein Mitspieler das Luftschiff erweitert, während ihr vorne versucht, nicht gegen eine Wand zu donnern. Kann man natürlich aber auch wunderbar benutzen, um seine Kollegen ein bisschen zu ärgern. Wenn es euch wirklich stören sollte, dann müsst ihr zum Bauen halt anhalten. Wie sagt noch ein altes Forever-Skies-Sprichwort? “Don’t build and drive!”

Auf der Karte von Forever Skies hat sich dafür so einiges getan. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Biome, in denen unterschiedliche Arten von Türmen erscheinen können. So stolpert ihr viel seltener über einen Story-Turm, den ihr bereits besucht habt, während ihr der Geschichte von einem Biom zum anderen folgt.

Auf der Karte seht ihr, in welchem Biom ihr euch gerade befindet und in welche Richtung ihr fliegen müsstet, um in ein anderes zu wechseln. Das gibt der Welt mehr Struktur, die Karte wirkt gleich viel größer und lädt mehr zum Entdecken ein. Jetzt müsste die umfangreiche Datenbank nur noch anzeigen, in welchem Gebiet der jeweils gesuchte Turm sich befindet, dann wäre die Schatzsuche perfekt.

Eine neue Art von Turm verdient auch noch Erwähnung. Verwinkelte Orte, in denen ihr euch gut umgucken solltet, um jedes Geheimnis zu finden, gab es ja bisher auch schon. Die Werkstatt ist jetzt aber ein dedizierter Rätsel-Turm. Um in die unteren Etagen vorzudringen (wegen Story und so) braucht ihr das neue Schneidwerkzeug, für das ihr im ersten Schritt einige Schalter umlegen müsst.

Zwar zeigen euch Kabel an, wo die sich ungefähr befinden, aber um wirklich heranzukommen, müsst ihr euch gut umsehen und jedes Metall-Teil entfernen, hinter dem sich ein geheimes Loch in der Wand verstecken könnte. Manchmal sind sogar präzise Flugkünste nötig, um einen Zugang von außen zu finden.

In dem Ausmaß gab es das bisher nicht. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob so ein großes Puzzle zum Rest des Spiels passt, aber irgendwann packt einen dann doch der Ehrgeiz. Für mich dürften also demnächst ruhig noch mehr so komplexe Türme kommen.

Greift zu, wenn...

... ihr mal ein innovatives Survival-Setting sucht.

Spart es euch, wenn...

... euch Hunger-, Durst- und Müdigkeitsanzeigen in Spielen eher abturnen.

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Hier steckt mehr drin als nur heiße Luft

Man merkt Forever Skies definitiv an, dass es sich noch im Early Access befindet. Einige Mechaniken buggen noch ordentlich rum, bzw. sind mehr als umständlich zu bedienen. Aber für die schlimmsten Macken wie rumzickende Rohrleitungen, die mich Stunden an Zeit und Nerven gekostet haben, und Fehler bei manchen Animationen haben die Entwickler bereits entsprechende Updates angekündigt.

Davon abgesehen macht das Spiel aber schon eine richtig gute Figur. Immer, wenn man das Gefühl hat, alles gesehen zu haben, kommt ein neues Feature um die Ecke. Du hast es dir in deinem Luftschiff gemütlich gemacht? Dann bist du ab jetzt anfällig gegen Krankheiten, die du erforschen musst, um Heilmittel herzustellen, die wiederum besondere Ressourcen erfordern, die es erstmal zu finden gilt. Dein Garten quillt jetzt vor Heilkräutern nur so über? Dann bekommst du hier eine Armbrust und musst deine bisher so friedliche Welt mit üblen Monstern teilen. Wenn dir eine riesige Gottesanbeterin den Kopf abbeißt, hilft dir eben auch kein Aspirin mehr.

>>Auch ohne Luftschiff nicht schlecht: Die 10 besten Survival-Games<<

Im Moment hat Forever Skies vor allem eines: Potenzial! Davon allerdings eine ganze Menge. Wer auf Survival steht und mal ein anderes Setting als “Du bist einsam und allein im Wald unterwegs” sucht, der legt sich Forever Skies besser auf den Wunschzettel. Vor allem mit dem neuen Koop-Update bietet das Spiel bereits jetzt Inhalt für Dutzende Stunden und mit etwas Polishing könnte hier ein wahres Kleinod für Survival-Fans in der Mache sein.

-- Update --

Version 1.0 schöpft bereits einen guten Teil des erwähnten Potenzials aus. Sogar die Rohrleitungen funktionieren mittlerweile (meistens) recht gut. Einige der erwähnten technischen Probleme sind erhalten geblieben, aber nichts davon ist so groß, dass man das Spiel nicht dennoch genießen könnte.

Die Änderungen an der Karte und die neuen Türme werten eure Reise im Luftschiff enorm auf. Vor allem das Rätsel um die Werkstatt hat es mir angetan. Wie genau es aber mit den Spielinhalten weiter geht, ist noch nicht klar.

Laut Fahrplan (bzw. Flugplan) der Entwickler, steht im Sommer noch ein großes Update zum Luftschiff-Bau an und gegen Herbst ein nicht näher definiertes „Content-Update“. Hoffen wir mal auf mehr Rätsel-Türme, mehr Story und weniger Ruckler.

Überblick

Pro

  • frei ausbaubare, mobile Luftschiff-Basis
  • wunderschöne (wenn auch noch nicht gut optimierte) Spielwelt
  • interessante Story
  • Koop-Modus für bis zu vier Spieler

Contra

  • vor allem im Koop noch Performance-Probleme
  • technisch unausgereift

Awards

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  • Mehrspieler
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