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News - Bungie : Massenentlassungen nach dem Entwicklungsstopp von Destiny 2

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Das US-amerikanische Entwicklerstudio Bungie hat eine weitreichende Reduzierung der Belegschaft offiziell bestätigt. Die Entlassungen folgen unmittelbar auf das im Juni veröffentlichte, finale Content-Update für den langjährigen Looter-Shooter Destiny 2. Nachdem Gerüchte über bevorstehende Einschnitte bereits seit Wochen durch die Industrie geisterten, trat die Studioleitung nun mit einer offiziellen Erklärung an die Öffentlichkeit. Als Hauptgründe für den harten Schritt nennt das Sony-Tochterunternehmen das Verfehlen wirtschaftlicher Erwartungen bei Destiny 2 in den vergangenen Jahren sowie die aktuell unzureichenden Spielerzahlen des neuen Extraction-Shooters Marathon.

In einer Stellungnahme räumte das Management von Bungie ein, dass der Schritt zur Verkleinerung des Studios nach dem offiziellen Ende der inhaltlichen Unterstützung von Destiny 2 unumgänglich geworden sei. Man müsse einsehen, dass der Shooter-Dauerbrenner über die letzten Jahre hinweg die internen und externen Erwartungen nicht mehr erfüllen konnte.

Da sich künftige, neue Projekte des Studios zudem noch in einer sehr frühen Konzept- und Inkubationsphase befinden, sei es aus wirtschaftlicher Sicht schlicht unmöglich, den Betrieb in der bisherigen Personalstärke aufrechtzuerhalten. Genaue Zahlen nannte das Studio in dem Schreiben zwar nicht, doch Branchen-Insider und Berichte von Bloomberg sprachen im Vorfeld von potenziellen Kürzungen, die erhebliche Teile bis hin zur Hälftge der Belegschaft betreffen könnten.

Die Ankündigung markiert einen dramatischen Wendepunkt in der traditionsreichen Geschichte des Studios, das im Jahr 2022 für rund 3,6 Milliarden US-Dollar von Sony Interactive Entertainment übernommen worden war. Damals galten die Live-Service-Expertise und die schiere Größe des Entwicklerteams noch als Hauptargumente für den milliardenschweren Deal.

Die Entscheidung, Destiny 2 nach der Veröffentlichung des finalen Updates komplett einzustellen und keine Ressourcen mehr in eine Fortführung zu stecken, soll laut Insider-Berichten bereits Anfang des Jahres gefallen sein. Versuche, das Spiel grundlegend umzustrukturieren, um es für Neueinsteiger zugänglicher zu machen, wurden zugunsten einer vollständigen Fokussierung auf Marathon fallengelassen.

Für Bungie steht nun alles auf dem Spiel. Da Destiny 2 als sichere Einnahmequelle wegfällt und ein potenzielles Destiny 3 derzeit nicht aktiv produziert wird, ruhen alle Hoffnungen des verbleibenden Teams auf dem Erfolg von Marathon. Der Extraction-Shooter kämpft nach jüngsten Updates jedoch mit verhaltenen Spielerzahlen und steht unter enormem Erfolgsdruck, um die Zukunft des massiv geschrumpften Studios zu sichern.

Das Management kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt mehr Details über den künftigen Fahrplan des Unternehmens zu veröffentlichen, betonte am Tag der Entlassungen jedoch, dass zunächst der Respekt und die Unterstützung für die betroffenen Mitarbeiter und deren Familien im Vordergrund stehen.

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