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Test - Corsair M75 Wireless : Test: Endlich eine echte Beidhändermaus

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Im Zirkus der Gaming-Mäuse gibt es immer wieder Neuzugänge. Aber vor allem Linkshänder können ein Lied davon singen, stets vernachlässigt zu werden. Corsair hat nun endlich ein Einsehen und bringt mit der M75 Wireless einen echten Beidhänder auf den Markt, der mit moderner Technik glänzen will, allerdings mit 129,99 Euro auch seinen Preis hat. Und auch wenn vieles an der M75 Wireless gefallen mag, gibt es doch einen Grund für leichtes Unbehagen.

M75 scheint bei Corsair ein wenig für das Besondere zu stehen. Schon vor geraumer Zeit veröffentlichte Corsair eine federleichte M75 Air Wireless und gesellte sich damit zum Genre der Ultraleicht-Mäuse. Die neue M75 Wireless ist kein solches Federgewicht, aber dennoch besonders. Sie gehört nämlich zur seltenen Gattung der Beidhändermäuse, die sowohl von Rechts- als auch Linkshändern vollumfänglich genutzt werden können. Mit 129,99 Euro lässt sich Corsair dieses Feature und das moderne technische Innenleben allerdings saftig bezahlen.

Die M75 Wireless setzt auf ein komplett symmetrisches Design, das einen gelungenen Eindruck macht und angenehm in der Hand liegt. Daumentasten gibt es ausnahmsweise an beiden Seiten, jede Daumentaste kann auch durch ein beiliegendes Cover ersetzt werden. Der Austausch geht leicht von der Hand und ist binnen Sekunden erledigt. Mit 89 Gramm ist die M75 deutlich schwerer als ihre Air-Schwester mit ihren 60 Gramm. Mit Abmessungen von 128 x 64,6 x 42 mm ist die für die meisten Hände bestens geeignet.

Die M75 Wireless gibt sich sehr minimalistisch. Daumentasten, Maustasten, Mausrad und fertig. Für die Maustasten setzt Corsair auf optische Schalter mit bis zu 100 Millionen Klicks. Die Schalter arbeiten agil und präzise, keine Gründe zum nörgeln. Etwas skeptisch sind wir beim Mausrad. Zwar funktioniert es bisher einwandfrei und im Moment ist das noch Mutmaßung, aber Haptik und Geräusche beim Scrollen hinterlassen ein leicht mulmiges Gefühl. Wir behalten das längerfristig für euch im Auge.

DPI-Wahltaste und Power/Bluetooth/Wireless-Auswahl sind auf die Unterseite der Maus gewandert, ebenso wie ein Fach für den unvermeidlichen USB-Dongle. Die M75 verfügt über PTFE-Gleitflächen, die optional gegen Glas-Skates ausgetauscht werden können, die im Corsair-Store ebenso separat erhältlich sind wie Grip-Tapes für sichereren Griff. Ob einem dieses Auslagern optionaler, aber durchaus nützlicher Elemente gefällt, ist zweischneidig. Im Falle der Skates kann ich damit leben, die Grip-Tapes hätte ich gern standardmäßig in der Verpackung.

Die M75 Wireless kann auf dreierlei Art betrieben werden, nämlich via USB-Kabel, hauseigenem 2.4 GHz Slipstream Wireless sowie BlueTooth. Damit ist die Maus vielseitig einsetzbar und hat für den Wireless-Betrieb ordentlich was unter der Haube, was die Akkuleistung angeht. Ohne Beleuchtung stemmt sie rund 100 Stunden im Wireless und 200 Stunden im BlueTooth-Modus, ohne, dass sie ans Netz muss. Mit Beleuchtung ist es dann etwa die Hälfte, aber immer noch sehr ordentlich.

Beim Sensor setzt Corsair auf den optischen Marksman-Sensor mit 26.000 DPI, der bereits bei der M75 Air zum Einsatz kam. Auch hier nichts zu meckern – der Sensor reagiert schnell und präzise bei 650 IPS und 50G Beschleunigung. All das zusammen macht die M75 Wireless zu einem prima Allrounder, der in allen Spielegenres glänzen kann.

Die Konfiguration erfolgt wie üblich via iCUE-Software. Sobald ihr das entsprechende Treibermodul installiert habt, könnt ihr Beleuchtung, Tastenbelegung, DPI-Einstellungen und Oberflächenkalibrierung verändern. Oder ihr hüpft in die Einstellungen und könnt dort auch noch die Polling-Rate bis auf 2.000 Hz (0,5 ms) im Wireless-Betrieb anpassen. Was etwas kurios ist, denn laut Review-Guide und unserem PR-Kontakt sollte sie eigentlich nur 1.000 Hz können. Wir bleiben dran und klären das.

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