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Special - 10 Years After: KotOR : Sternenritter

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Euer eigenes Handeln hat im Verlauf der Handlung übrigens große Auswirkungen. Zwar wird der Gesamtverlauf nicht umgekrempelt, aber der Ablauf einzelner Quests und auch das Ende des Spiels werden maßgeblich davon beeinflusst, ob ihr euch als Jedi mehr der hellen oder der dunklen Seite der Macht zuwendet. Dieses Konzept ist im Spiel nahezu perfekt umgesetzt. Nach absolvierten Quests und auch Dialogen wird eure Hell-Dunkel-Skala entsprechend eurer Vorgehensweise geändert, wobei euch auch zentnerweise moralische Entscheidungen abverlangt werden.

Wart ihr brav und artig und habt den Hilflosen geholfen, wart ehrlich und habt nicht unnötig getötet, steht euch der Weg ins Licht frei. Betrügt und verratet ihr, tötet Unschuldige und erledigt eure Aufträge im Sinne des Bösen, geht es in die andere Richtung, wobei eine Umkehr jederzeit möglich ist. Interessanterweise verändern sich dadurch nicht nur die Quests, sondern auch das Verhalten und die Dialoge der Team-Charaktere und selbst das Aussehen eures Hauptcharakters ist davor nicht gefeit. Auch erhaltet ihr später im Spiel mächtige Gegenstände, die jeweils nur von einer der beiden Seiten genutzt werden können.

Zwei Spielelemente stehen außerdem im Vordergrund: Dialoge mit den zahlreichen NPCs, aber auch euren Kameraden und natürlich der Kampf. Die starken Dialoge sind es dann auch, die die Geschichte in all ihren Facetten erzählen und die Hintergründe der Ereignisse offenbaren. Interaktion oder Erkundung stehen weniger im Fokus. Tatsächlich gibt euch KotOR mehr als viele andere Spiele die Möglichkeit, eine Rolle zu spielen, zumal ihr selbst in den Dialogen entsprechend eurer Gesinnung agieren könnt. Eure Kameraden sind zusätzlich ein Informationsquell, was eine tiefe Bindung zu ihnen begünstigt.

Kampf ist der zweite Aspekt, wobei ihr meist mit einer Gruppe aus eurer Hauptfigur und zwei ausgewählten Begleitern unterwegs seid, die ihr kräftig mit Ausrüstung und Waffen ausstatten könnt. Lasergewehre, Lichtschwerter, Macht – alles, was man von "Star Wars" kennt, kommt zum Einsatz. Die Kämpfe haben durchaus taktischen Charakter, denn was auf den ersten Blick nach Action aussieht, hat ein rundenbasiertes System im Hintergrund mit der Möglichkeit, jederzeit zu pausieren und neue Befehle zu erteilen. Ihr weist euren Charakteren die entsprechende Aktion zu, diese wird dann auftragsgemäß so lange ausgeführt, bis Gegenteiliges befohlen wird. Die Berechnung der Angriffsstärke erfolgt auf Basis der D&D-Regeln. Ganz nebenher gibt es Minispiele, in denen ihr TIE-Fighter abschießt oder an Swoop-Rennen teilnehmt.

Technisch basiert das Spiel auf einer Weiterentwicklung der bereits in Neverwinter Nights verwendeten Engine, allerdings mit weniger modular gestalteten Umgebungen, sondern einer grundsätzlich offener und authentischer wirkenden Welt. Oder besser gesagt sieben Welten, denn genau so viele durchstreift ihr in den 30 bis 40 Stunden Spielzeit.

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