News - Xbox Game Studios / IO Interactive : Microsoft streicht Finanzierung für Fantasy-RPG
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Die weitreichenden Sparmaßnahmen und die Neuausrichtung von Microsofts Gaming-Sparte fordern ihr nächstes prominentes Opfer außerhalb der eigenen Studio-Mauern. Wie das dänische Entwicklerstudio IO Interactive, bekannt für die Hitman-Reihe und das frisch veröffentlichte 007 First Light, offiziell über seine sozialen Kanäle bestätigte, wurde die Zusammenarbeit mit einem externen Partner für das kommende Online-Fantasy-Rollenspiel Project Fantasy abrupt beendet.
Branchenberichte von Bloomberg und Insidern deckten schnell auf, worum es sich dabei handelt: Die Xbox Game Studios haben dem vielversprechenden Projekt den Geldhahn zugedreht. Die Konsequenz für IO Interactive ist bitter, da das Studio nun gezwungen ist, ebenfalls Personal abzubauen.
Für IO Interactive kommt der plötzliche Rückzug von Microsoft zu einem denkbar paradoxen Zeitpunkt. Erst kürzlich feierte das Studio mit dem weltweiten Launch des Spionage-Abenteuers 007 First Light einen Kritiker- und Verkaufserfolg. Das neu gewonnene finanzielle Polster reicht jedoch allein nicht aus, um das monumentale Budget eines groß angelegten Online-Service-RPGs im Alleingang zu stemmen.
In der offiziellen Stellungnahme gab das Management offen zu, dass der Verlust der Co-Finanzierung eine tragende Säule für die Entwicklung von Project Fantasy wegreißt. Um das wirtschaftliche Fundament des Studios abzusichern, müsse man nun eine nicht näher bezifferte Anzahl an Mitarbeitern entlassen. Dennoch betonte die Chefetage kämpferisch, dass man zu 100 Prozent an der neuen Marke festhalten und nach neuen Wegen oder alternativen Publishern suchen werde.
Die Entscheidung seitens Microsoft fügt sich nahtlos in die düsteren Vorboten einer radikalen Umstrukturierung ein, die der Xbox-Plattform ab dem 6. Juli ins Haus steht. Unter der Führung von CEO Asha Sharma bereitet sich der Tech-Gigant auf einen harten Reset vor, der intern bereits als Xbox-Blutbad betitelt wird. Gerüchten zufolge plant Microsoft im Zuge dessen nicht nur den Abbau Tausender Stellen im eigenen Konzern, sondern erwägt auch die Schließung oder Ausgliederung von mindestens fünf weiteren Entwicklerstudios. Selbst hochkarätige, bereits fortgeschrittene Projekte wie das Blade-Spiel von Arkane Lyon sollen Berichten zufolge aufgrund von Budgetüberschreitungen auf der Kippe stehen.
Dass Microsoft in diesem Marktklima externe Partnerschaften für neue IPs aufkündigt, unterstreicht die neue, rigide Marschrichtung: weniger Experimente, maximale Fokussierung auf etablierte Mega-Franchises wie Call of Duty. Für die Gaming-Community ist die Nachricht ein weiterer herber Dämpfer für das Vertrauen in die Plattform. Project Fantasy galt als große Chance für IO Interactive, die bewährten Gameplay-Systeme abseits von klassischen Agenten-Settings in einer frischen, magischen Welt auszuprobieren. Durch den geplatzten Deal rückt das Spiel nun in weite Ferne und wird, sollte es jemals einen neuen Publisher finden, schlussendlich wohl deutlich kleiner ausfallen müssen als ursprünglich geplant.

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