Special - World of WarCraft im Wandel der Zeit : Glorreiche Vergangenheit und WoW: Legion

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Mit Legion ist das mittlerweile sechste Add-on für das Online-Rollenspiel World of WarCraft veröffentlicht worden. Für uns ist das der perfekte Anlass, um einerseits einen kleinen Blick zurück auf die Erfolgsgeschichte des MMOs zu werfen. Andererseits wollen wir euch aber natürlich auch das Erweiterungspack etwas genauer vorstellen. Denn das hat einiges zu bieten.

Wir schreiben das Jahr 2001: Auf der ECTS in London kündigt Blizzard Entertainment ein Online-Rollenspiel mit dem Namen World of WarCraft an. Zwei Fraktionen, die Allianz und die Horde, sollen sich künftig in einer großen Welt bekämpfen, Dungeons bezwingen und allgemein viele spannende Abenteuer erleben. Damals war die Skepsis sehr groß, doch 15 Jahre später ist World of WarCraft nicht nur eine feste Größe in der Spielebranche, sondern auch in der Popkultur.

Die Geburt

Am 23. November 2004 startet World of WarCraft in Amerika – einige Monate später auch in Europa. Dass damals der Grundstein für eine große Erfolgsgeschichte gelegt wurde, haben wohl nicht mal die größten Optimisten geglaubt. Wie schon mehrmals zuvor hat Blizzard Entertainment mit World of WarCraft nämlich das Rad nicht neu erfunden. Stattdessen hat man sich von damals bekannten Vorbildern wie zum Beispiel EverQuest inspirieren lassen und das Genre massentauglich gemacht. Was zuvor noch als Nischengenre angesehen wurde, avancierte innerhalb der folgenden Jahre zu einem mehrere Millionen Spieler umfassenden Phänomen.

Dabei war die Release-Version, verglichen mit heutigen Standards, recht sperrig und hatte im sogenannten Endgame nicht allzu viel zu bieten. PvP-Schlachtfelder gab es noch nicht, die Maximalstufe war auf 60 begrenzt und für Schlachtzüge musste man noch mühsam 40 Leute zusammentrommeln und organisieren. Tools zur Gruppensuche? Fehlanzeige. Trotzdem war die Faszination geweckt, die Spielerzahl wuchs monatlich weiter an, neue Inhalte wurden in Form von Updates nachgereicht.

Erste Add-ons und größere Änderungen

Im Januar 2007 legte Blizzard mit World of WarCraft: Burning Crusade nicht nur das erste Add-on nach, sondern sorgte auch für erste größere Umwälzungen. Paladine und Schamanen waren nicht mehr an eine Fraktion gebunden, Blutelfen sowie Draenei feierten ihr Debüt als neue Völker und es gab einen komplett neuen Kontinent zu erkunden.

Bereits 2008 erschien dann mit World of WarCraft: Wrath of the Lich King das nächste Erweiterungspack, das mit dem Todesritter die erste Heldenklasse samt speziellem Startgebiet einführte. Es gab abermals einen neuen Kontinent, zusätzliche Dungeons und Schlachtzüge und einiges mehr. Wenig später folgte endlich die duale Spezialisierung und das Tool zum automatischen Suchen einer Dungeon-Gruppe feierte seine Premiere. Gerade Letzteres spaltete die Fan-Gemeinde, war schlussendlich aber trotzdem mehr nützlich als schädlich. Die weiterhin wachsende Zahl der Abonnenten gab Blizzard recht.

Der Höhepunkt wird erreicht, der Abstieg beginnt

Schon Ende 2010 wurde mit Cataclysm das mittlerweile vierte Add-on für World of WarCraft veröffentlicht. Es krempelte die komplette Spielwelt kräftig um, bekannte Regionen wurden neu gestaltet. Es kamen die Worgen sowie die Goblins als neue Völker hinzu und zahlreiche Bossgegner wollten bezwungen werden. In der Folgezeit erreichte World of WarCraft den bisher höchsten Stand an Abonnenten: Circa 12 Millionen Spieler drückten die monatliche Gebühr ab, um in dem MMO dabei sein zu dürfen. Bereits im Jahr zuvor gab es einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde für das populärste Online-Rollenspiel.

Mittlerweile war World of WarCraft hinsichtlich der Bedienung deutlich komfortabler geworden, der Einstieg war noch einfacher und Blizzard beseitigte nach und nach unnötigen Ballast durch beispielsweise schlankere Talentbäume und geringere Hürden beim Raiden. Doch langsam, aber sicher nagte der Zahn der Zeit an dem Online-Rollenspiel.

Mit World of WarCraft: Mists of Pandaria (2012) und World of WarCraft: Warlords of Draenor (2014) folgten zwar noch weitere Add-ons, die sogar die angestaubte Grafik des Spiels verbesserten. Doch die große Faszination war verflogen, die Kritik häufte sich. Infolgedessen sank die Zahl der Abonnenten auf etwas mehr als fünf Millionen. Für sich gesehen ist das noch immer beeindruckend, doch gemessen an der einstigen Popularität ein dramatischer Einbruch. Das soll sich jetzt ändern.

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