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Preview - Transport Fever : Liebe zum Detail

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Obwohl sich die Simulation Transport Fever noch in der Alphaphase befindet, durften wir bereits einen ersten Blick auf den Titel werfen. Lasst die Modelleisenbahn im Keller, denn was da kommt, scheint das Kind in jedem Mann zufriedenzustellen. Hier unser erster Eindruck.

Nach dem überraschenden Erfolg von Train Fever hat das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games nicht nur Blut geleckt, sondern darüber hinaus viele weitere Ideen und vor allem Details in die aufgebohrte Transportsimulation mit dem treffenden Namen Transport Fever gesteckt. Nicht länger seid ihr an Gleise gefesselt. Transportiert wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist, und zwar zu Land, zu Wasser und in der Luft. Obwohl der Titel bereits im Herbst erscheinen soll, befindet sich das Beförderungsfieber noch in der Alphaphase. Zu sehen gibt es trotzdem schon außerordentlich viel.

Detailverliebtheit

Das liegt vor allem daran, dass die Entwickler die in der Regel nur klein angezeigten Modelle von Häusern, Schiffen, Flugzeugen, Kutschen und natürlich Zügen mit einer derartigen Liebe zum Detail generiert haben, dass man sich nicht ohne Grund an erwachsene Männer erinnert fühlt, die voller Hingabe ihre Modelleisenbahn im Hobby-Raum bemalen: Kleine Türen, die sich realistisch öffnen und schließen, Schiffsfahnen, die im Wind wehen, oder Fahrwerke an Flugzeugen, die eingezogen werden. Auch wenn noch am Feinschliff gearbeitet wird, ist es eine Wonne, das kleine belebte Reich zu betrachten und einfach zuzuschauen. Die Geräuschkulisse ist mindestens ebenso realistisch und stammt, soweit möglich, sogar von Originalaufnahmen.

Natürlich existiert nicht mehr jede Lokomotive, die innerhalb der letzten 150 Jahre über die Gleise schlitterte. Das ist nämlich der Zeitraum, in dem sich Transport Fever historisch bewegt. Indem ihr Menschen und vor allem Wirtschaftsgüter transportiert, verhelft ihr euren Städten zu Wachstum und schließlich zu industriellem Fortschritt. Wenn ihr bestimmte Güter favorisiert, könnt ihr eure Metropolen sogar spezialisieren und die Aufrüstung bestimmter Wirtschaftsgebäude begünstigen. So stehen euch mit der Zeit nicht nur mehr und neuere Verkehrsmittel zur Verfügung, auch die Umgebung wächst mit der Zeit und wird dem aktuellen Fortschritt optisch angepasst.

Wachstum rollt an

Fortschritt gibt es übrigens auch im Hinblick auf bestimmte Spielmechaniken. Während ihr in Train Fever noch Zielgebäude wie Bahnhofshallen für ein Upgrade komplett abreißen und neu bauen musstet, reicht in Transport Fever ein Mausklick. Damit entfällt die unter Umständen notwendige Neuverlegung von Gleisen, Straßen und Landebahnen. Angedacht ist übrigens auch ein Gleisplaner, mit dem ihr eine Strecke komplett am Reißbrett erstellen können sollt, ehe ihr sie tatsächlich baut und bezahlt. Bis jetzt konnte man uns allerdings nur den gewohnten Abriss bei Misslingen zeigen.

Transport Fever - Announcement Trailer
Mit Transport Fever haben Urban Games und Gambitious eine neue Wirtschaftssimulation für PC angekündigt.

Das alles macht ihr, um möglichst viele Menschen und Rohstoffe auf dem schnellsten Weg von A nach B zu befördern. Reiselustige verfolgen übrigens ihre eigenen Ziele. Das heißt, ihr könnt einen Passagier von seinem Startpunkt im Fahrzeug bis zur Ankunft begleiten. Die Zahl der maximalen Einwohner eurer Städte ist natürlich nicht unendlich und wird im Grunde nur von der Rechenleistung eures Computers begrenzt. Zumindest solange ihr Platz auf den Karten habt, die größer sein sollen als die bisherigen, die maximal 16 mal 16 Kilometer groß waren.

Viel zu tun

Angeboten werden zwei verschiedene Modi: der unendliche Modus und die Kampagne. Im freien Spiel könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt. Solltet ihr allerdings an die Hand genommen werden wollen, stehen euch im Zuge der Kampagne insgesamt 20 Missionen zur Verfügung. Jeweils zehn davon spielen in Europa beziehungsweise den USA. Die Aufträge darin sollen so gestaltet sein, dass ihr nicht verlieren könnt. Wer alle Anforderungen wie die Suche nach einem Indianerschatz absolviert oder vorausschauend baut, wird mit Medaillen belohnt. Präsentiert wird die „Handlung“ in, wie es scheint, sehr liebevoll verfassten Texten.

Wem das noch nicht genug zu tun ist, dem verspricht Urban Games noch viel mehr: Transport Fever soll überaus Modding-freundlich sein. Ihr wollt Modelle austauschen? Kein Problem. Ihr möchtet, dass bestimmte Fahrzeuge mehr Passagiere oder Güter transportieren können? Das ist ebenfalls möglich. Selbst die Missionen der Kampagne sollt ihr nach euren Wünschen umgestalten und so eure eigene Geschichte erzählen können. Die Entwickler wollen euch kaum einschränken.

Fazit

Mathias Windhager - Portraitvon Mathias Windhager
Tschu, Tschu! Da könnte Großes einfahren.

Das, was ich bereits von Transport Fever sehen konnte, hat mich beeindruckt. Das liegt vor allem daran, dass man sich bei dem Hang zum Realismus und dem hohen Detailgrad stark an eine aufwendig aufgebaute Eisenbahnlandschaft im Keller des Onkels erinnert fühlt, der in seine eigene Welt eintaucht, wenn der Trafo an der Steckdose hängt. Einen ähnlich wirkenden Sog scheint die Transportsimulation auszuüben.

Vielleicht ist es die Art, wie komplexe Vorgänge vereinfacht wurden, ohne simpel zu wirken. Vielleicht ist es die Leichtigkeit, die Transport Fever verströmt, wenn die Kutschen über die Straßen rollen. Oder es ist das befriedigende „Katsching“, wenn ihr einen Auftrag erfolgreich abgeschlossen habt. Was es auch ist, die Bahnsignale stehen auf freie Fahrt. Wenn es nicht zu einer Totalentgleisung bis zum Release im Herbst kommt, dürften Simulationsfans und solche, die es noch werden wollen, auf ihre Kosten kommen.

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