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Preview - The Elder Scrolls V: Skyrim : Schöne neue Welt

  • PC
  • PS3
  • X360
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Das Problem der Konzentration

Wir erreichen die Festung und die umliegende Siedlung und bestaunen die Architektur. Beides liegt in einer Umgebung, die offenbar von den nordischen Hochmooren inspiriert wurde. Die Architektur der Siedlung erinnert an Wikingerdörfer. Die aus Holz gebauten Gebäude zeigen die typischen Balken und Verzierungen des Nordlands. Klasse. Auch wenn die Qualität der Texturen nicht immer einwandfrei ist, die Gestaltung der Spielwelt haut einen mehr als einmal vom Hocker. Der Besuch in der Festung ist übrigens ein Bestandteil der Hauptquest, die sich wie ein roter Faden durchs Spiel zieht. Allerdings müssen wir gestehen, dass wir in den drei Stunden der Hauptquest kaum gefolgt sind, denn immer wieder entdeckten wir Örtlichkeiten in der Spielwelt, die eine Erkundung wert waren, oder erhielten von NPCs Aufgaben, die uns ablenkten.

Überhaupt ist das freie Durchstreifen und Erkunden der Spielwelt eigentlich schon wichtiger als die Geschichte selbst. Allerdings auch gefährlicher, denn die Gegner skalieren diesmal nicht mit und so kann es passieren, dass ihr auf Gegner stoßt, denen ihr nicht gewachsen seid. Zum Beispiel ein Riese an einem Lagerfeuer, den wir aufschrecken und der uns binnen zehn Sekunden zeigt, dass wir viel zu klein für ihn sind. Beim nächsten Versuch weichen wir ihm aus. Eigentlich haben wir durch die Hauptquest sogar ein konkretes Ziel in den Bergen, doch unterwegs entdecken wir immer wieder etwas Neues. Etwa einen Turm an einem Berghang, zu dem ein schmaler Pfad führt.

Neugier wird belohnt

Dass wir auf diesem Pfad von Banditen angegriffen werden, finden wir weniger lustig und setzen sie außer Gefecht. Wir entdecken einen Höhleneingang, der uns zu einem blinden Mann führt. Wir hatten einem der Banditen draußen eine Notiz abgenommen, auf der ein Name und eine Nachricht standen. Als nette Menschen lassen wir den Blinden gewähren und geben uns als Genannter aus, woraufhin wir den Hinweis bekommen, dass der Boss oben auf der Spitze ist. Wir folgen also dem Höhlensystem und müssen immer wieder gegen Banditen kämpfen. Selbst ein Magier ist dabei, der uns mit seinem Eiszauber ordentlich zusetzt. Wir nutzen ebenfalls unsere Magie. Unser Feuerzauber kann so eingesetzt werden, dass wir per Mausklick einen kurzen Feuerstoß abgeben oder aber die Maustaste gedrückt halten, um den Gegner förmlich zu grillen. Das kostet zwar eine Menge Magicka, ist aber effektiv.

Mit einer Mischung aus Magie und Nahkampf schlagen wir uns zur Spitze durch. Uns fällt auf, dass die KI der Gegner noch recht holprig agiert, aber wir hoffen, dass es an der noch frühen Alpha-Version liegt, die dieser Anspielversion zugrunde liegt. Am Ende wartet ein Bossgegner auf uns, den wir nach erbittertem Kampf niederstrecken. Die Beute kann sich sehen lassen: Der Gegner hat einen Ring und Handschuhe, die uns einen Bonus auf das Schmieden von Gegenständen verpassen. Daneben steht noch eine Truhe, die wir in einem Minispiel knacken müssen. Das erfordert Gefühl. Mit dem linken und dem rechten Stick steuern wir zwei Werkzeuge, mit denen wir das Schloss bearbeiten. Den linken müssen wir positionieren, mit dem rechten das Schloss drehen. Ist der linke nicht richtig positioniert, können wir den rechten nicht drehen, ohne das Werkzeug zu zerstören und neu zu beginnen. In der Truhe finden wir einen Haufen Schmuck und Gold und wir haben gelernt, dass es sich immer lohnen kann, abseits der Wege die Welt zu erkunden.

Nur ein kleiner Einblick

Wir bekommen die Mahnung, dass die Anspielsitzung sich dem Ende zuneigt. Die nächste Schicht der Redakteure will ans Werk. Aber eigentlich wollen wir gar nicht gehen. Wir wollen die Spielwelt weiter erkunden. Wir wollen jagen, Schätze sammeln, die abwechslungsreichen Dungeons erforschen. Wir wollen neue Gebiete sehen, uns mit den vielen NPCs unterhalten. Dem Handwerk frönen, durch die Gegend reiten. Wir wollen unsere Freiheiten ausleben, harmlose Bürger ausrauben, unfreundliche Ganoven unauffällig aus dem Verkehr ziehen. Es gibt noch so unfassbar viel zu sehen und auszuprobieren, die drei Stunden waren nur ein winziger Moment in diesem riesigen Epos. Wir können nur erahnen, was noch alles auf uns wartet, und im Gespräch mit den Kollegen der anderen Redaktionen stellen wir fest, dass jeder sein ganz eigenes Spielerlebnis hatte.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Oh Freunde des gepflegten Rollenspiels, freuet euch. Denn ihr könnt die schnöde reale Welt für etliche Stunden verlassen und euch in der nordisch angehauchten Fantasy-Welt von Skyrim verlieren. Der fünfte Teil der Elder-Scrolls-Reihe saugt einen förmlich in sich hinein und lässt einen nicht mehr los. Es gibt so viel zu sehen, so viel zu entdecken. Da stört es nur wenig, dass die oberflächliche Grafikpracht mit schwachen Texturen im Nahbereich erkauft wird, dass Inventar und Interface schmucklos und gewöhnungsbedürftig daherkommen, angepasst an die eingeschränkten Möglichkeiten der Konsolensteuerung. Und dass die Gegner in dieser älteren Version noch etwas merkwürdig agieren. Aber der schiere Umfang macht das alles wieder wett. Skyrim ist eine riesige Welt, gefüllt mit Abenteuern, die auch bei der Hauptgeschichte nicht haltmachen, die wiederum, wenn man nicht aufpasst, nahezu ebenso in Vergessenheit gerät wie das Leben jenseits des Bildschirms. Und es scheint einem geradezu unendliche Freiheiten zu bieten, sei es bei den Aktionen in der Welt oder bei der Entwicklung seiner Spielfigur. Wir wollen mehr sehen, alles erleben, und freuen uns jetzt schon mörderisch auf die Testversion.

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