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Test - The Crew : Testtagebuch

  • PC
  • PS4
  • One
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Nachdem wir nun etliche Runden auf allen Plattformen gedreht haben, wird es langsam Zeit für ein Fazit. Im Grunde ist alles gesagt, was man über das Spiel wissen muss. Vielleicht noch der Hinweis, dass man sich nicht vom anfänglich sehr durchwachsenen Arcade-Fahrverhalten der Autos abschrecken lassen sollte. Klar, es bleibt arcadig, aber die Autoteile bringen zusehends Besserung und nach einigen Leveln ist vom schwammigen, instabilen Geschaukel kaum etwas übrig. Nur die Kollisionsphysik könnte noch etwas Überarbeitung vertragen. Der eigene Wagen dreht gern mal bei einem Aufprall, während die KI sich meist unbeeindruckt zeigt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Weniger wäre mehr gewesen

Ubisofts Online-Racer hat seine guten und seine schlechten Seiten. Stark ist der Titel immer dann, wenn ihr mit oder gegen andere Spieler fahrt und die schön gestaltete Spielwelt mit ihren vielen markanten Punkten und Panoramen beim lockeren Cruisen in euch aufsaugt. Was vor allem auf dem PC durchaus ein Genuss ist, die Konsolenversionen leiden unter Kantenflimmern und Pop-ups am Horizont. Auch über einen Mangel an Inhalt kann man sich nicht beklagen. Ihr bekommt über 60 Missionen, eine ihren Zweck erfüllende Story und unzählige Neben- und Sammelaufgaben, wenn auch mit undurchsichtigem Punkte- und Levelsystem. Das arcadige Fahrverhalten ist anfangs gewöhnungsbedürftig, bessert sich aber zusehends mit Einbau der erbeuteten Autoteile.

Im Umfang liegt allerdings das große Problem des Spiels: Masse statt Klasse. Die Entwickler waren offenbar so darin vertieft, die umfangreiche Spielwelt zu füllen, dass sie ein wenig die Qualität vernachlässigt haben. Die Spielbalance ist äußerst durchwachsen, für Solisten gar frustrierend. Die unzähligen Challenges sind auf Dauer ermüdend und einfallslos, die KI in den Story-Missionen entstammt der unfairen Gummibandhölle. Menüs und Interfaces sind teils unübersichtlich, teils umständlich zu handhaben und nahezu in jedem Bestandteil des Spiels entdeckt man kleinere oder größere Mankos. Ubisoft und Ivory Tower haben noch einiges an Arbeit vor sich, um aus The Crew wirklich ein Rundum-glücklich-Spiel zu machen. Aber es macht durchaus Laune und ich werde sicher noch die eine oder andere Runde durch die USA drehen.

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski

Ubisofts The Crew macht es einem wahrlich nicht einfach. Dabei klingt die Idee eines Rennspiels im MMO-Gewand ziemlich verlockend. Aber die Entwickler, die unter anderem Test Drive Unlimited aus dem Hut zauberten, versuchen alles, damit ihr euer Haupthaar rauft. Meine Frisur wurde spätestens bei den nervigen Verfolgungsjagden in Mitleidenschaft gezogen. Das ist mein größter Kritikpunkt: Der Schwierigkeitsgrad ist so unausgewogen, dass einige Missionen komplett vom Spaß befreit werden. Einhergehend damit ist die Belohnung oftmals verwirrend. Es ist nicht nachvollziehbar, wann man welche Medaille bekommt, weil die Aufschlüsselung der erhaltenen Punkte nicht ausreichend ins Detail geht und die Menüs nicht übersichtlich genug sind. Gerade für mich, der sich gerne mit Gold rühmt, ist das ein Ärgernis.

Und trotzdem: Irgendwie macht mir The Crew immer noch Freude. Ich verbringe gerne meine Zeit damit, neue Teile für mein Auto zu sammeln, die Karosserie aufzupeppen, mein Muscle Car in ein Offroad-Monster zu verwandeln und die USA zu erkunden. Die visuelle Präsentation ist in Anbetracht der schieren Größe der Spielwelt ebenfalls in Ordnung, auch wenn Forza Horizon 2 oder Driveclub klar in einer anderen Liga cruisen. The Crew ist aktuell ein solides Rennspiel, das großes Potenzial besitzt. Ich bin gespannt, was Ubisoft für uns in Zukunft noch parat haben wird.

Überblick

Pro

  • insgesamt viel Content
  • motivierende Jagd auf Autoteile
  • Teile verändern das Fahrverhalten
  • recht ordentlicher Tuning-Umfang
  • Spiel läuft sehr flüssig
  • hübsche Zwischensequenzen
  • authentisch gestaltete Spielwelt
  • reichlich zerstörbare Objekte
  • Polizeiverfolgungen
  • Cruisen in den USA macht Laune
  • markante Merkmale der Regionen gut wiedergegeben
  • Filteroptionen für die Karte
  • reichlich Rennen in Fraktionsevents und PvP
  • Teilnahme am PvP wird gut belohnt (Rang, Credits, XP)
  • auch lange Renn-Events mit über 60 Minuten Dauer
  • hübsche Sammelfahrzeuge

Contra

  • unausgewogene Spielbalance
  • klischeehafte Story
  • wenig Missionsvielfalt
  • im PvE keine Straßenrennen abseits der Story
  • undurchsichtiges Punktesystem
  • zuweilen unfaire KI (Polizei) und Trial & Error
  • Schnellreisemöglichkeiten zu exzessiv
  • einfallslose Aufdeck- und Sammelmechanik
  • häufig Pop-ups am Horizont
  • starkes Kantenflimmern (Konsole)
  • "leerer" Rückspiegel im Cockpit
  • mageres visuelles Customizing
  • wenig facettenreiches Fahrzeugangebot
  • Mankos bei Physik und Fahrverhalten
  • umständliche und unübersichtliche Interface-Elemente
  • Fahrer- und Fahrzeugstufen offenbar irrelevant fürs Matchmaking im PvP

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