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Test - Ninja Gaiden: Ragebound : Test: Ein richtig fettes 2D-Comeback

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Pixel-Fans, das ist für euch: Ninja Gaiden: Ragebound sieht einfach spitze aus! Alles präsentiert sich in einem farbenfrohen Look, ohne kitschig zu wirken – ein gewisse Nähe zu den Klassikern bleibt gewahrt. Falls die euch unbekannt sind, macht das aber nichts. Ist ja auch schon gefühlte hundert Jahre her! Freut euch einfach über ein fein animiertes und sehr abwechslungsreiches 2D-Abenteuer. 

Jedes Level – sei es in der Natur, in der Stadt oder unterirdisch angesiedelt – hat seinen eigenen Charakter und wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet.Auf dem Weg durch ein altes Piratenversteck seht ihr zahlreiche Schiffswracks im Hintergrund, während ihr an großen Wasserfällen vorbei lauft und springt. Beim Kampf auf einem fahrenden Zug ziehen im Hintergrund Hochhäuser, Bäume und sogar der Berg Fuji vorbei. Und während einer Hochgeschwindigkeitsjagd übers Meer nehmt ihr es mit Schnellbooten und Hubschraubern auf. Kein Abschnitt spielt sich wie der andere und es mangelt nie an kleinen oder auch großen Hinguckern. 

Unfreiwillige Partnerschaft

Wer bei Ninja Gaiden an Ryu Hayabusa denkt, atmet nun mal kurz durch: Die Ikone hat in Ragebound nur einen Kurzauftritt – vielleicht braucht der Meister noch ein wenig Vorbereitungszeit auf Ninja Gaiden 4. Diesmal steht sein Schüler Kenji im Mittelpunkt. Er muss eine Dämonenhorde davon abhalten, die Welt der Menschen zu überrennen. Die Handlung beginnt klassisch, schlägt aber eine interessante Richtung ein. Denn schon nach kurzer Zeit ist Kenji gezwungen, eine Partnerschaft mit Kumori einzugehen, einem Mitglied des Black-Spider-Clans. Das sorgt zum einen für eine spannende Story-Dynamik, weil Hayabusa- und Black-Spider-Mitglieder bis aufs Blut verfeindet sind. Zum anderen eröffnet die unfreiwillige Fusion eine zweite spielerische Ebene.

Kenji attackiert mit Schwerthieben, Wirbel- und Rutschangriffen, hangelt an Decken entlang und klettert selbst steile Wände hinauf – all das geht nahtlos ineinander über, egal ob offensiv oder defensiv. Die Steuerung ist so präzise wie reaktionsschnell und die Kombinationsmöglichkeiten der Manöver motivieren zum Experimentieren. Kumori bleibt dabei im Hintergrund, verleiht Kenji aber immerhin die Möglichkeit, Kunai-Messer und andere Projektile zu werfen.

Ins Rampenlicht tritt die Assassinin in speziell auf sie zugeschnittenen Bereichen: Teils für den Fortschritt im Level, teils für optionale Sammelobjekte meistert man mit ihr Sprungpassagen und besiegt Gegner, die vor allem eins kosten: Zeit. Kumoris Energie schrumpft nämlich permanent und rapide – lediglich seltene Kugeln füllen sie ein wenig auf. Kommt ihr nicht in einem Rutsch bis zum Ende, geht es von vorne los. Aber keine Sorge: Diese Passagen sind so fair wie alles andere im Spiel, weil Checkpoints ausreichend verteilt wurden.

Auch eine weitere zentrale Mechanik dreht sich ums Ergattern von Energie. Regelmäßig tauchen stämmige Feinde auf, die erst nach mehreren Standardangriffen klein beigeben. Es geht jedoch viel schneller, wenn ihr Kleinvieh in der Nähe erledigt, das eine sogenannte Aura hat: Erwischt ihr diese Gegner mit dem passenden Angriff, erhält Kenji eine sogenannte Hyperladung. Anschließend zerteilt er die Hünen mit nur einem Schlag.

Brachiale Bosskämpfe

Passend zur klassischen Ausrichtung verzichtet Ninja Gaiden: Ragebound auf Erfahrungspunkte und Upgrades. Ganz ohne Verbesserungen müsst ihr trotzdem nicht auskommen: Sammelt die überall verstreuten Skarabäen ein, um beim Händler einige Hilfsmittel freizuschalten. Kenji kann beispielsweise dafür sorgen, dass Checkpoints seine Gesundheit wieder auffüllen, während Kumori Haftgranaten oder zielsuchende Fächer schleudert. Pro Figur lassen sich zwei Extras ausrüsten, doch keines davon ist zwingend erforderlich – entscheidend sind allein eure Fähigkeiten am Controller. Diese werden in den versteckten Abschnitten gefordert, noch mehr allerdings in den Bosskämpfen.

Am Ende beinahe jedes Levels nehmt ihr es mit einem dicken Brocken auf. Diese knackigen Auseinandersetzungen laufen immer anders ab, darum werdet ihr stets aufs Neue herausgefordert. Ihr müsst rechtzeitig ausweichen, eure Angriffe genau abpassen und die Fähigkeiten von Kenji und Kumori sinnvoll kombinieren. Das gilt vor allem für die Super-Fähigkeit der Black-Spider-Kriegerin: Ist die entsprechende Leiste voll, entfesselt Kumori unter anderem einen Kunai-Hagel oder beschwört eine heilende Aura für Kenji herauf. Der richtige Einsatz dieser Kräfte kann manchmal eure letzte Chance sein, eine Niederlage noch abzuwenden.

Mit Sicherheit scheitert ihr dennoch mehr als einmal, denn allzu viel steckt Kenji nicht ein. Zudem braucht es den einen oder anderen Moment, um sich auf die gegnerische Taktik einzustellen und eine passende Antwort zu finden. Doch wenn ihr schlussendlich triumphiert, dann mit dem tollen Gefühl, es euch verdient zu haben. So schwer manche Fights auch erscheinen, jeder ist absolut fair gestaltet – hier hat Frust keine Chance.

Sobald ihr sämtliche Mechaniken verinnerlicht habt, stellt sich bei Ninja Gaiden: Ragebound der berühmte Flow ein. Spätestens dann könnt ihr die Herausforderungen angehen, die euch in jedem Level gestellt werden: Ohne Schaden durchkommen, bestimmte Gegner innerhalb eines Zeitlimits besiegen oder einen speziellen Gegenstand finden sind nur ein paar Beispiele. Zusammen mit den freischaltbaren Geheimagenten-Stages – auf Tempo und Sammelgegenstände ausgelegte Bereiche – wird genug geboten, um auch nach dem Abschluss der Kampagne gerne zurückzukommen.

Greift zu, wenn...

… ihr Spaß an fordernder, bestens spielbarer 2D-Action habt.

Spart es euch, wenn...

… euch Pixel-Spiele einfach über sind.

Fazit

Sascha Göddenhoff - Portraitvon Sascha Göddenhoff
Ein spitzenmäßiges 2D-Comeback

Ich liebe fordernde 2D-Action, ich mag Platforming – und genau darum feiere ich Ninja Gaiden: Ragebound. Eine gewisse Nähe zu den Ursprüngen der Serie ist durchaus gegeben: Die meisten Gegner erledige ich mit einem Hieb und auch die Sprungpassagen wecken Erinnerungen an damals. Allerdings sieht der neue Teil um Welten besser aus, zudem ist der spielerische Feinschliff bemerkenswert. Mit blitzsauberer Kollisionsabfrage und punktgenauer Steuerung stellt Entwickler The Game Kitchen sicher, dass ich jede noch so heikle Situation meistern kann, und zwar ausschließlich mit den Basis-Moves.

>> Die 10 besten Ninja-Spiele <<

So fuchse ich mich in die Bosskämpfe ebenso gerne rein wie in Speedrun-mäßige Durchläufe der Geheimagenten-Stages. Mit jedem Versuch werde ich besser, mit jedem Scheitern lerne ich dazu – der (normale) Schwierigkeitsgrad ist hervorragend ausbalanciert. Von mir aus hätte das Abenteuer liebend gerne länger als acht Stunden gehen dürfen, aber das ist keine Kritik. Versuche ich mich eben an höheren Schwierigkeitsstufen und gehe auf die Jagd nach den verbliebenen Sammelgegenständen. Ihr mögt 2D-Action? Dann müsst ihr Ragebound haben!

Überblick

Pro

  • dynamischer Mix aus Action- und Sprungpassagen
  • feine 2D-Grafik
  • punktgenaue Steuerung
  • fordernd, aber nicht übertrieben schwer
  • überraschend viele (und tolle) Bosskämpfe

Contra

  • vereinzelte Spitzen im Schwierigkeitsgrad
  • einige freischaltbare Skills fast überflüssig

Awards

  • Games Tipp
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    • PS5
    • XSX

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