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Test - Mass Effect: Andromeda : Gutes Sci-Fi, schlechtes Sci-Fi

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Unsere beiden Begleiter sind bei Kämpfen durchaus eine Hilfe, insbesondere, wenn ihr das Team von den Fertigkeiten her organisch zusammengestellt habt und die Kampfkombos ziehen. Schade nur, dass ihr eure Kameraden nur rudimentär befehligen könnt (sprich: ein gewähltes Ziel angreifen oder die Kameraden positionieren). Die Anwendung von Skills können wir somit nicht koordinieren. Wir sind schnell dazu übergegangen, die Crew ihr Ding machen zu lassen und uns um unser eigenes Überleben zu kümmern.

Im Schatten von Commander Shepard? - Video-Review zu Mass Effect: Andromeda
Endlich ist es da! Mass Effect: Andromeda. Wir haben zahlreiche Stunden mit Pathfinder Ryder verbracht. Warum der neue Mass-Effect-Teil aber nicht an die Klasse der Shepard-Trilogie anknüpfen kann, verrät euch unser Videotest.

Ergänzend zu Shotgun, Pistole, Sturm- und Präzisionsgewehr oder Nahkampfwaffe verfügen wir über Fertigkeiten aus den drei Bereichen Kampf, Technik und Biotik. Darin gibt es eine umfangreiche Auswahl an Skills, die in sechs Stufen aufgewertet werden können. Zudem können wir on-the-fly zwischen verschiedenen Profilen mit unterschiedlichen Skills und Boni wechseln. Schade bloß, dass wir lediglich maximal drei Fertigkeiten auf einmal nutzen können und die große Auswahl damit verwässert wird. Dennoch macht es durchaus Spaß, sich zu spezialisieren.

Handwerk mit Hindernissen

Waffen, Rüstungen, Mods und Verbrauchsmaterial gibt es übrigens reichlich und diese können dank ihrer Boni gut auf etwaige Spezialisierungen abgestimmt werden. Ausrüstung erhalten wir als Beute von Gegnern und aus Behältern, beim Händler oder durch Crafting. Der Designer des Crafting-Interfaces gehört allerdings verprügelt. Das Crafting in Forschung (Rezepte lernen auf Basis von Forschungspunkten) und Entwicklung (Herstellung mit Ressourcen) zu zerlegen, geht noch in Ordnung, aber die Umsetzung ist denkbar fummelig und unintuitiv. Man muss sich tatsächlich erst reinarbeiten in die Materie, so etwas geht 2017 deutlich besser.

Zum Handwerk gehören natürlich Ressourcen. Wenn wir immer brav unterwegs ungewöhnliche Objekte scannen, erhalten wir Forschungspunkte von drei Technologien. Diese investieren wir in das Erlernen von Bauplänen. Metalle und Mineralien hingegen erhalten wir durch schlichtes Sammeln, Handel, den maschinellen Abbau mit dem NOMAD an entsprechenden Orten oder durch das Scannen von Planeten. Selbiges ist nicht mehr ganz so langatmig wie früher, dafür aber langweilig und uninteressant. Wir düsen auf der Sternenkarte von Planet zu Planet, drücken ein Knöpfchen, wenn der Hinweis auf eine Anomalie kommt und das war es dann schon. Nebenmissionen mit daran anschließenden Planetenbesuchen gibt es beim Scannen nicht mehr.

Apropos öde: Bioware hat eine Art Minispiel integriert, bei dem ihr NPCs auf Missionen schickt, fast schon wie in einem Browserspiel. Das bringt zwar ein paar zusätzliche Credits und Ressourcen, ist aber komplett spaßbefreit. Vermutlich dient es als Alibi für die Verbindung von Single- und Multiplayermodus, denn die eine oder andere dieser Missionen können wir wahlweise durch Entsenden von NPCs oder durch Selberspielen im Multiplayer absolvieren. Hätte man sich sparen können. Den Multiplayermodus werden wir uns nach Release noch genauer anschauen. Zwar gab es bereits einige Sessions, aber wir wollen gern sehen, wie sich der Modus im normalen Tagesgeschäft schlägt.

Technisch schwache Leistung

Überraschend ist, dass Bioware im technischen Bereich ziemlich gepfuscht hat, auch wenn einige Planeten wundervoll designt sind. Mass Effect: Andromeda basiert mal wieder auf der Frostbite-Engine von DICE. Das allein ist nichts Schlechtes. Bei der von uns getesteten Konsolenversion kamen uns jedoch bisweilen ein wenig die Tränen. Über suboptimale Gesichtsanimationen haben wir ja bereits gesprochen, über die Handvoll Clipping-Fehler wollen wir uns nicht aufregen. Unschön sind die immer wieder verzögert ladenden Umgebungstexturen. Eine alte Krankheit, die Bioware schon in früheren Teilen mit der Unreal-Engine zu schaffen machte und die anscheinend doch eher auf der Entwicklung als auf der Engine beruht.

Der eigentliche Tränentreiber ist aber die bescheidene Framerate auf den Konsolen. Zwar versucht Mass Effect: Andromeda, halbwegs die 30 fps zu erreichen, das gelingt aber häufig nicht so ganz. Meist dümpelt das Spiel bei gefühlten 25 fps mit leichten Rucklern und gelegentlichen Slowdowns herum. Bei einem Bosskampf verkam das Ganze zu einer kompletten Zeitlupenvorstellung. Überaus ärgerlich, bei der eigentlich sehr performanten Frostbite-Engine muss einfach mehr gehen. Es wirkt, als ob Bioware mit der Optimierung für Konsolen einfach nicht fertig geworden ist. Die starken Verbesserungen durch den ersten Patch weisen ebenfalls darauf hin. Hier haben die Entwickler noch kräftig nachzubessern.

Update: Wer die Wahl hat, sollte unbedingt zur PC-Version greifen. Alles macht den Anschein, als ob der PC die Entwicklungsplattform war, während die Konsolen nur einen schlecht optimierten und überhasteten Port bekommen haben. Die PC-Version ist weitaus performanter, mal ganz abgesehen davon, dass sie sichtbar besser aussieht. Auf hohen Einstellungen konnten wir sogar mit einer GTX 980 schon satte 45 bis 60 fps bei 3.840 x 2.160 Pixeln (4K) herauskitzeln. Unter Full HD reicht eine GTX 970 mit etwas Tweaking bei den Einstellungen, um auch hier eine solide Performance im Bereich um 60 fps zu erreichen.

Zwar ist auch hier nicht alles Gold, mitunter hatten wir recht starke Schwankungen der Bildrate, das aber auf hohem Niveau. So zeigten sich einige Ungereimtheiten bei der Performance. Einige Gebiete brachten sichtbare Reduzierungen der Framerate mit sich, auch die Sichtweite konnten nicht in allen Regionen überzeugen und brachte hier und da mal Objekt-Popups mit sich. Alles in allem aber ein himmelweiter Unterschied zur Konsolenversion.

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