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Test - Hearthstone : Das Flüstern der alten Götter

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Um das mittlerweile etwas stagnierende Spielgeschehen von Hearthstone: Heroes of WarCraft wieder mal kräftig durchzurütteln, hat Blizzard Entertainment jetzt die Erweiterung das Flüstern der Alten Götter veröffentlicht. Darin sind zwar mehr als 130 neue Karten, allerdings keine Solo-Abenteuer enthalten. Reicht das aus, um für eine Welle der Euphorie zu sorgen?

Es liegt tatsächlich schon mehr als fünf Monate zurück, dass Blizzard Entertainment das Free-2-Play-Spiel Hearthstone: Heroes of WarCraft mit neuen Karten bestückt und somit das sogenannte Meta-Game durchgerüttelt hat – und damals waren es im Rahmen von Die Forscherliga nur 45 neue Karten. Das soll sich mit der jüngsten Erweiterung namens Das Flüstern der Alten Götter ändern. Doch diesmal reicht es den Entwicklern nicht, einfach nur die Auswahl an Karten zu vergrößern – und das ist auch gut so.

Die Karten der Götter

Für die neue Erweiterung hat sich Blizzard Entertainment mal wieder etwas Besonderes einfallen lassen: Diesmal dreht sich alles um die Götter aus dem WarCraft-Universum. Es geht um N'Zoth, C'Thun und Yogg-Saron – Wesen mit ebenso übernatürlichen wie mächtigen Fähigkeiten. Es geht um verderbte, verfluchte und anderweitig manipulierte Kreaturen. Alles ist in einer ziemlich düsteren Atmosphäre gehalten, was sich sowohl beim Design der Karten als auch des neuen Spielbretts bemerkbar macht. Dabei handelt es sich um eine verseuchte Variante von Sturmwind, die von Tentakeln und lilafarbenen Dunst durchzogen ist – sehr nett gemacht.

  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 1
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 2
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 3
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 4
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 5
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 6
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 7
  • Hearthstone: Das Flüstern der alten Götter - Screenshots - Bild 8

Doch das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den neuen Karten. 134 Stück sind es an der Zahl und die bringen in der Tat frischen Wind ins Meta-Game. Wie immer bekommt ihr die Karten durch den Kauf von Packungen, die ihr entweder mit Ingame-Gold oder echtem Geld bezahlen könnt. Blizzard hat diesmal jedoch die Spendierhosen an und schenkt derzeit jedem Spieler drei Gratispackungen. Zehn weitere Exemplare kommen hinzu, wenn ihr einige Siege mit der Erweiterung gewinnt. Auf diese Weise erhaltet ihr gleich zu Beginn eine kleine Sammlung, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Hinzu kommen der Gott C'Thun und eine weitere Kreatur, auf die jeder Spieler zugreifen kann.

Gerade der besagte C'Thun ist ein gutes Beispiel für die neuen Elemente, die Das Flüstern der Götter mit sich bringt. Der Gott kostet zwar satte zehn Manapunkte, verursacht bei seinem Einsatz jedoch auch viel Schaden. Den könnt ihr sogar erhöhen, wenn ihr zuvor die passenden Diener ausspielt – geschicktes Kombinieren ist also gefragt. Nahezu jede Klasse hat einige wirklich gelungene Karten zu bieten, die neue Taktiken ermöglichen, ohne bisher eine absolut übermächtige Variante erkennen zu lassen. Vor allem diese Phase des Experimentierens tut Hearthstone derzeit ziemlich gut und wirbelt die etwas eingerostete Maschinerie zumindest etwas durcheinander.

Hearthstone: Das Flüstern der Alten Götter - Y'Shaarj Trailer
In diesem Video wird die Gottheit Y'Shaarj aus der neuesten Erweiterung zu Hearthstone vorgestellt.

Wilde Spielereien und Standardkost

Wie eingangs bereits erwähnt, hat Blizzard jedoch noch ein weiteres Ass im Ärmel. Mit dem Release von Das Flüstern der Alten Götter gibt es ab sofort einen neuen Spielmodus namens „Standard“. Hierbei fallen sämtliche Karten weg, die älter als zwei Kalenderjahre sind. Im aktuellen Fall bedeutet dies, dass die Erweiterungen Der Fluch von Naxxramas und Goblins gegen Gnome im Standardmodus außen vor bleiben. Das zwingt die Leute dazu, mit neueren Karten zu arbeiten und das Meta-Game dynamisch zu halten. Gleichzeitig erleichtert es Neulingen den Einstieg in Hearthstone, da sie nicht der gesamten Auswahl aus über zwei Jahren hinterherrennen müssen, um halbwegs konkurrenzfähig zu sein. Standard wird übrigens künftig auch bei allen offiziellen Turnieren zum Einsatz kommen.

Doch keine Angst: Alternativ gibt es noch den Wild-Spielmodus, bei dem alle Karten erlaubt sind. Es stehen sogar zwei separate Ranglisten zur Verfügung, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Sogar die anfänglichen Bedenken, dass Blizzard auf diese Weise die Spieler indirekt dazu zwingt, mehr Kartenpackungen zu kaufen, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Stattdessen scheint es genau der richtige Schritt gewesen zu sein, um ein möglichst breites Spektrum von Spielertypen zufriedenzustellen.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Alte Götter, muntere Lebensgeister

Blizzard hat sich verdammt viel Zeit gelassen, um uns mit Nachschub für Hearthstone: Heroes of WarCraft zu versorgen. Eigentlich sind die neuen Karten nicht sonderlich revolutionär, da sie im Gegensatz zu anderen Erweiterungen keine neue Spielmechanik einführen. Dennoch bringen vor allem die Götter und die damit verbundenen Synergien viel frischen Wind ins Spiel. Außerdem ist die neue Unterteilung in Standard und Wild genau der richtige Schritt von Blizzard, um Einsteiger nicht vor der enormen Masse an Karten zurückschrecken zu lassen. Es ist nach wie vor noch nicht alles Gold, was da in Hearthstone glänzt, doch der Spielspaß wurde von den alten Göttern definitiv am Leben gehalten.

Überblick

Pro

  • leichter Einstieg durch geschenkte Packungen
  • abgedreht-düsteres Design
  • sinnvolle Unterteilung in Standard- und Wild-Modus
  • Karten bringen frischen Wind ins Meta-Game

Contra

  • einige Effekte noch immer arg zufallsabhängig
  • Lückenfüller-Karten
  • hohe Ränge benötigen viel Zeitaufwand

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