Faust auf FaustMit seiner relativ konservativen Metroidvania-Struktur, die wenig Platz für selbstständige Erkundungstouren lässt und bei den Kämpfen einige Male den Schwierigkeitsgrad arg hochtreibt, erklimmt F.I.S.T. nicht den Gipfel dieses Genres. Das gelungene Dieselpunk-Design und die allgemeine Atmosphäre mit ihren sichtbaren chinesischen Einflüssen entschädigt aber weitgehend dafür. Trotz der kleineren angeführten Mängel wie etwa den unvorteilhaft platzierten Rücksetzpunkten habe ich mich mit F.I.S.T. nie gelangweilt und möchte dieses Spiel jedem Metroidvania-Fan ans Herz legen, der bei den Kämpfen ein wenig Geduld und Frustresistenz mitbringt.
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Wären die Kämpfe etwas nachsichtiger, dann hätte ich es sogar Genre-Einsteigern empfohlen, denn die Metroidvania-Struktur mag konservativ sein, aber die Umsetzung aller Spielelemente ist vorbildlich. Man rätselt nie, was als nächstes zu tun ist, der Fertigkeitenbaum motiviert zum Abgrasen aller Diskettenfundorte und selbst kleinere Gameplay-Hinweise werden immer wieder in Tooltipp-Einblendungen eingeworfen, sodass man selbst nach ein paar Tagen Spielpause nahtlos weitermachen kann, ohne alle Regeln neu zu erlernen. Angesichts der heftigen Mittelgegner und mitunter recht intelligent gestalteten Bosse liegt allerdings auch einiges an Frustpotenzial in der Luft. Sollte euch das nicht abschrecken, dann greift zu und genießt die wunderbare Gestaltung.
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