Man merkt in jeder Spielminute, dass Die Gilde 3 ein sehr ambitioniertes Projekt war, bei dem die Entwickler möglichst viele Ideen einbauen wollten. Doch im fertigen Spiel ist das Fluch und Segen zugleich. Der Genre-Mix bietet im Grunde viel Abwechslung, die Aktionsmöglichkeiten sind nahezu endlos und es gibt immer etwas zu tun.
Aber gleichzeitig droht das Spielgeschehen an genau dieser Komplexität zu ersticken. Für sich genommen ist keines der Genre-Elemente besonders gut, das Ergebnis weder Fisch noch Fleisch. Erschwerend hinzu kommen die grausigen Menüs sowie eine veraltete Präsentation, was der langen Entwicklungszeit geschuldet sein dürfte. Letztendlich ist Die Gilde 3 kein wirklich schlechtes Spiel. Wer die Zeit und Muße hat, sich reinzufuchsen, wird damit seinen Spaß haben. Für alle anderen ist es aber einfach nicht zugänglich genug.
Überblick
Pro
enormer Umfang
sehr gutes Tutorial
stimmige Mittelalter-Atmosphäre
gelungener „Wuselfaktor“
im Ansatz interessanter Genre-Mix ...
Contra
... der aber oft überladen und übertrieben komplex wirkt
grausige Menüführung
veraltete Präsentation
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