Zu Ehren der französischen Entwickler sage ich es in ihrer Landessprache: Chapeau!
Ich komme mir fast schon schmutzig vor angesichts der schamlosen Lobhudelei, die ich in diesem Test betrieben habe. Aber an A Plague Tale stimmt einfach nahezu alles: die Grafik, die man eher von Naughty Dog oder Sony Santa Monica erwarten würde, aber nicht von einem kleinen, noch völlig unbekannten französischen Studio. Die Inszenierung, die nicht nur im überwältigenden Spektakel wie brennenden Kathedralen und tosenden Rattenschwärmen zur Hochform aufläuft, sondern vor allem in den zarten Momenten des menschlichen Miteinanders und Szenen, in denen das Spiel euch Taten abverlangt, die fast schon körperlich Schmerzen bereiten. A Plague Tale: Innocence trägt das Wort „Unschuld“ geradezu höhnisch im Namen.
Seinen größten Triumph feiert das Spiel jedoch an der Stelle, an der sein eigentliches Herz schlägt: bei seiner Heldin. Amicia ist eine der sympathischsten und interessantesten Videospielfiguren seit Ewigkeiten und ihre herzzerreißende Beziehung zu ihrem kleinen Bruder Hugo muss in Zukunft in einem Atemzug mit der von Kratos und Atreus aus God of War und Joel und Ellie aus The Last of Us genannt werden. Aus tiefem Respekt vor dem, was die französischen Entwickler von Asobo hier geschaffen haben, sage ich mein abschließendes Urteil in ihrer Landessprache: Chapeau!
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