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Test - Wiggles : Wiggles

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Wiggles
Angenehme Unterhaltungen.

Wie bereits anfangs in diesem Review erwähnt, gehen eure Zwerge den meisten Tätigkeiten völlig selbstständig nach. Ihr könnt jedem einzelnen eurer Schützlinge eine individuelle Arbeitszeit zuweisen. Durch clevere Schichtdienste könnt ihr eure Wiggles abwechselnd schuften und rasten lassen. Ihr solltet den vergnügungssüchtigen Zwergen jedoch nicht zu viel Arbeit zumuten, da sie sonst kurzerhand die Arbeitskleidung beiseite legen und mit auffälligen Schildern lautstark protestieren. Leider verursacht diese Automatik jedoch auch viele frustrierende Spielmomente. Nicht selten stehen unzählige Wiggles tatenlos herum, obwohl ihr sehnsüchtig auf die Fertigstellung eines gewissen Gebäude wartet. Angaben für den Grund der Verzögerung, oder Hinweise auf eventuell nicht vorhandene Güter, liefert das Programm nicht.

Grafik und Sound
Die Grafik wird mit einer eigens von SEK Ost entwickelten Grafik-Engine dargestellt, welche sich durchaus sehen lassen kann. Ihr könnt die Anzeige stufenlos Schwenken und Zoomen, wobei ihr jedoch nur in einem gewissen Radius agieren könnt. Besonders putzig sind die unzähligen Animationen. Selten erlebt man in einem Aufbauspiel derart viel Abwechslung. Drollig hüpfen die Zwerge durch die Stollen und treiben dabei allerlei Schabernack. In ihrer Freizeit feilen sie sich die Fingernägel, packen kurzerhand eine Springschnur oder Strickzeug aus oder widmen sich mit Kniebeugen und Liegestützen ihrer körperlichen Fitness. Besonders gut ist den Entwicklern dabei die Darstellung der Stollen gelungen. Die Gänge wirken keinesfalls trist und farblos, sondern werden von saftigen Gräsern, bedrohlichen Lavaströmen oder ganzen unterirdischen Seen aufgelockert. An sämtlichen Stollenwänden hängen große Fackeln, welche die Unterwelt in ein stimmiges Licht tauchen. Insgesamt wohl die detailreichste Grafik und die liebevollsten Animationen, die je ein Aufbaustrategiespiel geschmückt haben. Die optische Pracht ist allerdings ziemlich hardwarehungrig und zwingt selbst aktuelle High-End-Geräte problemlos in die Knie. Durch das Herabsetzen der Auflösung und der Details wird 'Wiggles' jedoch auch auf älteren Maschinen spielbar, natürlich mit deutlichen Qualitätseinbußen. Details könnt ihr den minimalen Systemanforderungen auf der letzten Seite dieses Reviews entnehmen.

Wiggles
Am Hauklotz wird ein Gebäude erzeugt.

Die einzelnen Soundtracks sind äußerst gut gelungen. Die Musik passt gut zur Atmosphäre des Spiels, ist rhythmisch und lädt zum sanften Mitschunkeln vor dem Monitor ein. Die Soundeffekte sind ebenfalls einwandfrei. Dumpfes Klopfen beim Wühlen durch die Gesteinsschichten und freudiges Schlürfen an der Bar ist ebenso zu vernehmen wie klirrende Klingen und leise zischende Schusswaffen beim Kampfeinsatz. Ein einziger kleiner Kritikpunkt bleibt hier noch zu erwähnen: Manchmal sind die Aktionen der Wiggles und die dazugehörigen Effekte etwas asynchron. Es kommt also gelegentlich vor, dass der Zwerg munter gegen den Fels hämmert, während der pochende Sound erst zwei bis drei Hiebe später ertönt.

Interface und Steuerung
Das Interface ist schlicht, jedoch funktional. Sämtliche Aktionen sind mit wenigen Mausklicks und ohne große Verrenkungen erreichbar. Sobald ihr einen eurer Zwerge angewählt habt, bekommt ihr umfassende Informationen über ihn geliefert. Die Statistiken sind nicht nur interessantes Beiwerk, sondern äußerst hilfreich. Vom Gemütszustand, der Familiensituation, über den Hunger, bis hin zu den Fähigkeiten eurer Schützlinge könnt ihr sämtliche Details auflisten lassen.

Wiggles
Badegelegenheit für Nichtschwimmer.

Gegenstände, die eure Zwerge mit sich herumschleppen, werden in einem übersichtlichen Inventar abgelegt, das an klassische Adventures erinnert. Durch einfache Klicks könnt ihr Gegenstände sowohl aufheben, als auch wieder beliebig in der Landschaft verteilen. Jeder Wiggle kann vorerst nur sechs Gegenstände tragen. Durch den Einsatz von Tragekörben, die ihr schon relativ bald im Spiel produzieren könnt, wird das Platzproblem zugunsten der Laufgeschwindigkeit des Zwerges gelöst. Mit einem flotten Reithamster unter dem Allerwertesten ist dies jedoch kein Hindernis. Die einzelnen Zwerge kommandiert ihr mit Mausklicks durch die Höhlensysteme. Sobald ihr den Mauszeiger über ein interaktives Objekt bewegt, verfärbt sich dieser und zeigt somit an, dass der Wiggle das jeweilige Objekt benutzen kann.

Wie bereits erwähnt, lässt sich die Ansicht nur in einem begrenzten Radius zoomen und kippen. Dies nervt von Zeit zu Zeit, da durch zu starkes Hinauszoomen der Kamerawinkel wieder standardisiert wird. Das hilfreiche seitliche Kippen der Grafik ist leider nur in hohen Zoomstufen möglich. Die Scroll-Geschwindigkeit der Karte lässt sich nicht ändern, was zu Problemen beim Navigieren über große Distanzen führen kann. Dafür ist die integrierte Minimap in verschiedenen Stufen zoombar und ermöglicht es so, selbst größere Abschnitte halbwegs komfortabel im Auge zu behalten. Wer dann noch eine Maus mit Mausrad sein eigen nennt - mit welcher man das Zoomen und Navigieren erheblich vereinfachen kann - der wird von der Steuerung endgültig überzeugt sein.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Innovatives Gameplay, eine gelungene Mischung aus Strategie und Adventure, allerlei humorvolle Einlagen und die detailreiche Grafik lassen das Spieler-Herz höher schlagen. Doch nicht nur das: 'Wiggles' dürfte eines der wenigen Programme sein, das selbst für chronische Hasser dieses Genres durchaus einen flüchtigen Blick wert ist. Schließlich spielt sich der Titel bei weitem nicht so 'trocken' wie viele seiner Genrekollegen und überzeugt zudem mit durchdachtem Gameplay. Die wunderbaren Animationen sind ein wahrer Augenschmaus und begleiten den Spieler durch vier unterschiedliche Welten mit unzähligen Quests. Für Abwechslung ist größtenteils gesorgt, auch wenn der Umzug einer großen Siedlung oder die teilweise träge Automatikfunktion einen von Zeit zu Zeit in den Wahnsinn treiben kann. Langer Rede kurzer Sinn: Für Aufbaufans und jene Leute, die Humor in Spielen mögen, ist dieser Titel ein absoluter Pflichtkauf. 'Finger weg!' heißt es für absolute Antistrategen und bekennende Trübsalbläser.  

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