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Test - Sorcery : Zauberhaftes Abenteuer

  • PS3
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Mittlerweile gibt es zahlreiche Spiele für die PlayStation 3, die mit der Move-Steuerung aufwarten. Warum gerade das Action-Spiel Sorcery aus dem Hause Sony einen näheren Blick wert ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Zugegeben: Die meisten PlayStation-3-Spiele, die mit „innovativer Steuerung dank Move-Unterstützung“ beworben werden, entpuppen sich nach kurzer Zeit entweder als uninspirierte Sammlung von Minispielen oder haben mit einer mehr oder weniger verkorksten Bewegungserkennung zu kämpfen. Nur wenige dieser Spiele konnten uns bisher wirklich begeistern. Und Sony beziehungsweise die Entwickler von The Workshop liefern mit Sorcery einen Kandidaten ab, der erfreulicherweise in letztere Kategorie gehört.

Harry-Potter-Verschnitt für kleine Kinder?

Die Hintergrundgeschichte von Sorcery ist nicht gerade sonderlich tiefsinnig und lässt zunächst ein Spiel für ein jüngeres Zielpublikum erwarten. Ihr schlüpft in die Rolle des jungen Zauberlehrlings Finn, der den Zauberstab seines Lehrmeisters entwendet und sich kurze Zeit später einer Armee von ebenso mysteriösen wie feindseligen Wesen gegenübersieht. Ihm zur Seite steht eine ebenfalls recht geheimnisvolle Katze, deren Hintergrundgeschichte einige Überraschungen bereithält.

Der erzählerische Rahmen ist also eher Magerkost und das eigentliche Spielgeschehen hinterlässt – zumindest in den Anfangsminuten - keinen sehr viel besseren Eindruck. Einfach durch die Gegend rennen und zahllose Monster mit magischen Attacken ausschalten – mehr scheint das Spiel nicht herzugeben. Das stimmt im Prinzip auch. Und doch hat Sorcery mehr zu bieten.

Sorcery - TV Spot Trailer
Zur Veröffentlichung von Sorcery rührt Sony kräftig die Werbetrommel, unter anderem auch mit diesem TV-Spot.

Unterhaltsamer Zauber-Move

Das beginnt bereits bei der Move-Steuerung. Ihr haltet den Move-Controller in der einen Hand und in der anderen liegt wahlweise ein Classic- oder Navigationscontroller. Auf diese Weise steuert ihr Finn problemlos durch die recht abwechslungsreich gestalteten Schauplätze, während ihr per Bewegungen mit dem Move-Controller die Zauber auslöst. Zu diesem Zweck visiert ihr euer Ziel kurz an und vollführt dann eine bestimmte Bewegung, um den gewünschten Spruch zu aktivieren – zum Beispiel ein „Schnicken“ mit dem Handgelenk.

Im Verlauf des Spiels lernt ihr immer neue Zauber hinzu, sodass die Kämpfe an Abwechslung und Dynamik gewinnen. So verschießt ihr arkane Kugeln, hebt riesige Felsen per Telekinese empor und verwandelt Kontrahenten in Tiere. Sogar einen Schutzschild könnt ihr beschwören, um feindliche Angriffe abzuwehren. Das alles geht erfreulich präzise von der Hand und macht auch nach einer Stunde noch viel Spaß. Nur in hektischen Situationen kommt die Bewegungssteuerung an ihre Grenzen und hat Aussetzer. Für zusätzliche Motivation sorgen Tränke, die man aus zuvor gefundenen Zutaten brauen kann und spezielle Boni verleihen, beispielsweise mehr Lebenspunkte und Ähnliches.

Allerdings ist bei Sorcery nicht alles hübscher Feenstaub, was da so glänzt. Halbwegs geübte Spieler haben das Abenteuer innerhalb weniger Stunden erfolgreich absolviert und es gibt kaum Gründe, eine erneute Runde in Angriff zu nehmen. Zudem sieht die Umgebungsgrafik stellenweise ebenso uninspiriert wie öde aus. Das schmälert den guten Gesamteindruck ein wenig.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Anfangs war ich davon überzeugt, es mit einem weiteren Move-Spiel für Kinder und Gelegenheitsspieler zu tun zu haben. Doch Sorcery macht vieles richtig und verdammt viel Spaß. Die Move-Steuerung geht sehr gut von der Hand und kommt nur selten ins Stocken. Die Zauberkämpfe sind erfreulich abwechslungsreich, wenn es auch an Tiefgang mangelt. Leider ist das Abenteuer viel zu schnell vorbei. Wenn euch das nicht stört, solltet ihr dem Spiel mal eine Chance geben.

Überblick

Pro

  • gute Move-Steuerung
  • Auswahl an Zaubern ist groß genug
  • charmante Präsentation
  • leicht zugängliche Spielmechanik

Contra

  • Umfang zu gering
  • in hektischen Situationen gibt es Move-Aussetzer
  • teilweise öde Umgebungsgrafik

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