Test - Razer Barracuda X Chroma : Test: Noch ein gelungener Refresh?
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Gerade mal drei Jahre ist das Razer Barracuda X erst alt, bekommt aber nun schon einen Refresh. Dabei setzt der Hersteller auf einige Überarbeitungen, spendiert ein verbessertes Mikrofon und bringt neben dem normalen Wireless-Betrieb auch BlueTooth mit an Bord. Oh, und RGB natürlich, wie der Name unschwer erahnen lässt. Das alles gibt es für moderate 139,99 Euro und ist ein weiterer Angriff auf die untere Mittelklasse, zumindest preislich gesehen.
Refresh-Time bei Razer! Dieses Mal hat der Hersteller sich das Razer Barracuda vorgeknöpft, ein durchaus beliebtes Headset, das schon in seiner letzten Variante dank der TriForce-Treiber, die mittlerweile in fast jedem der Razer-Headsets stecken, einen guten Schritt nach vorn machen konnte. Besagte Treiber sind immer noch in ihrer aktualisierten 40-mm-Variante vorhanden, dafür hat Razer einige andere Dinge verändert und aufgewertet.
Das Razer Barracuda X Chroma ist für 139,99 Euro zu haben, die nicht beleuchtete Alternative ohne RGB-Beleuchtung gibt es für 119,99 Euro. Neben der typischen schwarzen Variante gibt es auch eine weiße Ausführung, ein Schritt, den mittlerweile mehr und mehr Hersteller gehen.
Das Headset kommt im stabilen Karton und steckt in einem weichen Transportbeutel, während Kabel und Adapter säuberlich in Beuteln in einer Schachtel dabei sind. Es gibt ein hinreichend langes USB-C Ladekabel, einen USB-C Dongle nebst eines Adapters von USB-C auf USB-A, sowie den abnehmbaren Mikrofonarm, den ihr bei Bedarf an der linken Ohrmuschel anschließen könnt.
Von der Bauart her ähnelt das Headset seinem Vorgänger und punktet mit solider Verarbeitung dank Alubügel. Das geringe Gewicht von 285 Gramm nebst weicher Polster, atmungsaktivem Textilbezug und drehbaren Ohrmuscheln spricht für einen hohen Tragekomfort und das bestätigt sich auch bei längerem Einsatz. Da drückt nichts, es wird nicht zu schwer und das unangenehme Schwitzen unter Kunstleder entfällt ebenfalls.
Das Barracuda X kann wahlweise kabellos mit Razers HyperSpeed-Technologie im 2.4-GHz-Modus betrieben werden, via USB-Kabel oder halt per BlueTooth. Der beim Vorgänger vorhandene Klinkenanschluss ist entfallen, aber auch nicht mehr so wirklich zeitgemäß. BlueTooth und Wireless können parallel betrieben werden, ein Umschalter sorgt dafür, dass ihr jederzeit problemlos switchen könnt. Somit kann das Headset an PC, Playstation, Switch sowie an mobilen Geräten betrieben werden.
Beeindruckend ist dabei die Akkulaufzeit. Ohne Beleuchtung stemmt das Barracuda locker um die 70 Stunden im Wireless-Betrieb, mit sind es immerhin noch rund 30. Eine Schnellladefunktion sorgt dafür, dass ihr binnen 15 Minuten wieder genug im Tank habt für weitere sechs Stunden. Die Gesamtladezeit beträgt etwa vier Stunden.
In den Ohrmuscheln stecken, wie eingangs erwähnt, die mittlerweile bewährten TriForce-Treiber in der 40-mm-Variante. Sie decken einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz bei 32 Ohm Impedanz ab – Standard. Der Klang ist allerdings durchaus mehr als Standard. Wie gewohnt, liefern die Treiber ein harmonisches und ausgewogenes Klangbild mit klaren Höhen, kräftigen Mitten und einem starken, aber nicht überdominanten Bass Die gute Trennung der Frequenzbereiche durch die Dreiteilung der Treiber funktioniert immer noch bestens. Schade ist nur, dass Razer bei BlueTooth etwas geizig war und nur den SBC Codec unterstützt. Aber Haupteinsatzgebiet soll ohnehin der PC sein.
Die Bedienung am Headset selbst ist simpel: Power-Taste, Lautstärkeregler, Mikrofontaste und ein Multifunktionsschalter, mit dem ihr Verbindung und Presets wechseln könnt. Insgesamt sind drei Presets vorhanden (Musik, Film, Spiele), plus einen weiteren, den ihr in der Synapse-4-Software oder via Mobile-App und 10-Band-Equalizer selbst definieren könnt. In den Apps könnt ihr zudem Beleuchtung oder Abschaltzeit regeln und THX Spatial Audio (nur am PC via Synapse) nutzen. Für den Preis alles in allem ein rundes und sehr faires Paket angesichts der Verarbeitungs- und Klangqualitäten.
Greift zu, wenn...… ihr ein nicht zu teures, bequemes und grundsolide klingendes Headset mit Wireless- und BlueTooth-Optionen braucht.
Spart es euch, wenn...… wenn eure Anforderungen an die Audioqualität am Ende doch nach höherem streben.



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