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Test - PDP Riffmaster : Test: Gitarren-Controller für Fortnite und Rock Band

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Ach, was waren das noch für Zeiten, als man sich noch bierselig die Plastikklampfe umgeschnallt und bei Rock Band oder Guitar Hero ausgetobt hat. Nun, die Blütezeit dieser Games ist längst vorbei und es ist schwer genug, einen der Klassiker in den Stores von PlayStation oder Xbox zu finden. Aber es gibt ja noch Fortnite Festival, um sich musikalisch auszutoben. Auch Gitarrencontroller sind rar geworden, aber PDP hat den Riffmaster für knapp 150 Euro am Start, mit dem man ordentlich rocken kann.

Ich weiß nicht, wie viele Gitarren-Controller ich in den Blütezeiten von Rock Band und Guitar Hero zerschreddert habe. Es waren viele und es gab keine Überlebenden. Aber die große Zeit der Musikspiele ist irgendwie vorbei. Guitar Hero ist ebenso Geschichte wie Rock Band, nachdem sich das Studio dahinter inzwischen ganz Fortnite Festival zugewandt hat. Es ist schon schwierig genug, die Musikklassiker in den Läden zu finden, und wer noch eine Disk-Version im Regal stehen hat, kann sich glücklich schätzen.

Damit die musikalischen Nostalgietrips überhaupt Spaß machen, braucht es jedenfalls einen Gitarrencontroller. PDP hat den Riffmaster auf den Markt gebracht, wahlweise in einer Version für PC und PlayStation oder PC und Xbox. Beide Versionen sind nicht nur voll kompatibel zu Rock Band 4, sondern auch zu Fortnite Festival, wenngleich letzteres meilenweit von den Qualitäten von Rock Band & Co. entfernt ist. Aber was soll’s, mit der Gitarre macht es auch deutlich mehr Spaß als mit dem Gamepad.

PDP hat tatsächlich auch solide Arbeit abgeliefert. Der offiziell lizenzierte Kunststoff-Controller ist sauber verarbeitet - nichts wackelt oder quietscht. Hals und Korpus sind miteinander verbunden und lassen sich für Transport und Lagerung zusammenklappen. Eine Arretierung sorgt dafür, dass im aufgeklappten Zustand nichts wackelt. Der Kopf wird einfach aufgesteckt. Optisch orientiert sich der Riffmaster nicht an bekannten Gitarrenmarken, aber das muss er auch nicht. Dass der Controller komplett schwarz ist, wirkt etwas langweilig, da hätte man mehr machen können. Außerdem ist der glänzende Korpus ein ziemlicher Magnet für Staub und Fingerabdrücke.

Bei den Bedienelementen ist an sich alles vorhanden, was man sich wünschen kann. Auf dem Griffbrett befinden sich zwei Sets mit je fünf Tasten, eines in der Nähe des Korpus und eines in der Nähe der Kopfplatte. Damit ist der 84 cm lange Controller sowohl für große als auch für kleine Spieler gut geeignet. Durch die geschickte Anordnung der Tasten auf dem Korpus können Rechts- und Linkshänder gleichermaßen jammen, auch der Gurt kann beidseitig angebracht werden. Auf dem Korpus befinden sich das Steuerkreuz und die Menütasten sowie der Tremolohebel und die Wippe. An der oberen Rückseite des Halses findet sich sogar ein Analog-Stick, sehr praktisch für die Menüsteuerung.

Der Riffmaster wird kabellos über einen Dongle betrieben, was sehr gut und ohne große Latenz funktioniert. Anpassungen können ohnehin über die Kalibrierungsoptionen der Spiele vorgenommen werden. Statt Batterien kommt ein interner Akku zum Einsatz, der über 30 Stunden läuft und über das mitgelieferte USB-C-Kabel aufgeladen wird. Ein 3,5-mm-Audioanschluss für ein Headset ist ebenfalls vorhanden. Praktisches Detail: Die Blende des Korpus lässt sich abnehmen, darunter befindet sich sogar ein Fach für den Dongle.

In der Praxis macht der Riffmaster eine gute Figur, nicht zuletzt wegen seines geringen Gewichts von etwas mehr als einem Kilogramm. Die Griffbretttasten haben ein angenehmes Spielgefühl und sind nicht zu schwergängig. Die Wippe als Saitenersatz reagiert weich und sensibel, allerdings ohne das „Klick-Gefühl“ früherer Controller. Geschmackssache, aber für schnelle Virtuosen sogar deutlich besser. Insgesamt ein sauberes Stück Peripherie für Musikfans, das sowohl in Fortnite Festival als auch in Rock Band 4 sauber seinen Dienst verrichtet. Die Langzeittauglichkeit bleibt allerdings abzuwarten.

Greift zu, wenn...

… ihr noch in der Nostalgie von Rock Band 4 schwelgt oder in Fortnite Festival auf Rekordjagd gehen wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr nur gelegentlich und ohne größere Ambitionen zu Musiktiteln greift.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Grundsolider Controller für Fans von Musikspielen

>> 10 der emotionalsten musikalischen Momente in Videospielen <<

Die Blütezeit der Musikspiele ist zwar vorbei, dennoch ist es lobenswert, dass PDP zumindest bei den Controllern die Fahne hochhält. Immerhin gibt es einige Gamer, die immer mal wieder ihr Rock Band 4 auspacken und auch das Publikum bei Fortnite Festival ist quantitativ nicht zu unterschätzen. Knapp 150 Euro sind zwar nicht ganz billig, aber dafür bekommt ihr einen gut verarbeiteten und durchdachten Wireless-Controller, der klaglos seinen Dienst verrichtet und mit Klappdesign, wiederaufladbarem Akku und sinnvoll platzierten Bedienelementen nebst Analogstick zweifellos seine Fans finden wird. Und er füllt tatsächlich eine Marktlücke, denn die alten Original-Gitarrencontroller sind ebenso schwer zu bekommen wie die Spiele von damals. Wer ein Herz für Rock Band 4 & Co. hat und endlich wieder gepflegt abrocken will, kann mit dem Riffmaster nichts falsch machen.

Überblick

Pro

  • solide Verarbeitung
  • beidhändig nutzbar
  • praktisches Klappdesign
  • Akku mit guter Laufzeit statt Batterie
  • responsive Bedienelemente
  • Analogstick an der Rückseite
  • leichtes und ansprechendes Design
  • Headset-Anschluss

Contra

  • Korpus anfällig für Fingerabdrücke und Staub
  • farblich langweilig

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