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Preview - Overlord : Lord of the Imps

  • PC
  • X360
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Da werden doch Erinnerungen wach, und zwar an 'Dungeon Keeper'. Unterstützt von Imps und Magie dürft ihr als fieser 'Overlord' Rache an euren Peinigern üben in Codemasters' neuem Action-Adventure. Wir haben die Fakten zum Spiel zusammengefasst.

Einmal richtig böse sein

Die Imps trauern. Ihr Meister und Herr, Overlord genannt, wurde von sieben Helden getötet und sein ehemals imposanter dunkler Turm in Schutt und Asche gelegt. Nach dem Fall des tyrannischen Overlords wurden aber die Helden durch ihre Arroganz und übermäßigen Stolz von gefeierten Siegern selbst zu bösen Herrschern ihrer Länder und so mancher wünscht sich den Overlord zurück. Zeit, dass der Spieler das Rampenlicht betritt. Völlig ahnungslos, welche Macht die alten Ruinen beherbergen, betritt ein Mann das Gelände und wird von den Imps als Reinkarnation des alten Herrn angesehen. Schnell ist die alte Rüstung, die frappierend an Sauron aus der 'Herr der Ringe'-Verfilmung erinnert, angebracht und fortan befehligt ihr eine Armee aus kleinen Dämonen, die jedes eurer Kommandos ohne Widerworte ausführen.

An sieben Helden soll nun Rache geübt werden. Für die Bevölkerung heißt es, sich für das kleinere Übel zu entscheiden. Als Overlord setzt man zum Rückeroberungsfeldzug an. Mit jedem Hektar Land, das erobert wird, steigt natürlich auch die Macht. Nach und nach wird der Turm wieder aufgebaut und dient als Hauptquartier für alle folgenden Feldzüge. In ihm wartet die Mistress auf ihren Herrn – man wird aus drei wählen können – und hält ein paar nette Goodies bereit. Daneben gibt es noch die Schmiede, in der wertvolle Erze, von den Imps als Tribut gesammelt und abgegeben, geschmolzen und zu Waffen und Rüstungen verarbeitet werden. Für die magische Würze im Schmelztiegel sorgen geopferte Imps, die je nach ihrer Spezies der Ausrüstung zusätzliche Macht verteilen. Rote Imps geben Waffen Feuerschaden oder Rüstungen Feuerresistenz. Im Turm werden außerdem neue Skills, die so genannten Overlord-Kräfte, gelernt, wie etwa Feuersprüche, Gegner manipulieren, magische Schilde oder Stärkezauber für die Imp-Sklaven.

Ich bin der Meister

Am wichtigsten ist jedoch der Unterhalt der kleinen Privatarmee, bestehend aus den Imps. Drei Sorten haben sich dem Overlord verschrieben. Braune Imps sind sehr gute Nahkämpfer, die sich aber auch als Selbstmordattentäter betätigen, indem sie Bomben mitten in die Reihen der Feinde tragen und von dort nie wieder zurückkehren. Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände, die für den Overlord nicht wertvoll genug sind, nehmen die „Brownies“ an sich, um im Kampf effektiver zu sein. Als Fernkämpfer werden rote Imps eingesetzt, da sie im Kampf Mann gegen Mann zu schwach sind und mit ihren Feuerbällen aus der Ferne sehr viel mehr Unheil anrichten können. Zum Beispiel durch Anzünden der Häuser und Bewohner. Die „Reds“ sind zudem resistent gegen Feuer. Sollte es einmal passieren, dass ein Sklave ungewollt das Zeitliche segnet, kommen die „Sanis“, oder auch blaue Imps, zum Einsatz. Sie beleben Gefallene wieder und können als Einzige schwimmen. Wie der grüne Goblin im Film 'Spider-Man' sind auch die grünen Imps richtige Drecksäcke. Sie betätigen sich als Assassinen, die gern von hinten meucheln und immun gegen alle Arten von Giften sind. Als besondere Fähigkeit können sie Abfall in Upgrades verwandeln.

Maximal bis zu 50 Imps werden im Laufe des Spiels für ihren Overlord kämpfen, sammeln, töten, rauben und sterben. Dabei nimmt sich das Spiel gar nicht so ernst. Geschichte und Charaktere sind geprägt von schwarzem Humor und düsterer Ironie. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich der Overlord entwickelt – so soll er mit steigender Macht auch an Körpergröße gewinnen. Gehandelt wird eigentlich nur durch die Sklaven, die auf direkten Befehl losgeschickt werden. Ganze Horden, kleine Gruppen oder einzelne Imps werden auf Ziele angesetzt. Wie sie den Auftrag dann schlussendlich ausführen, bleibt der KI überlassen, die sehr ausgeklügelt sein soll. Bleibt am Ende nur noch eine Frage: Will man abgrundtief böse sein oder im Spiel ohne jegliche richtig bösartige Handlung auskommen? Diese Möglichkeit besteht nämlich auch, nur wer will das schon?

Fazit

von Dennis Hartmann
Ein bisschen fühle ich mich an das gute alte 'Dungeon Keeper' erinnert. Auch dort musste man Horden von Dämonen befehligen und unterhalten. Das Böse zu spielen, hat auch seinen Reiz, das werden viele Schauspieler bestätigen. 'Overlord' wird jedoch erst noch beweisen müssen, dass es auch über längere Zeit motivieren kann. Zum Beispiel durch ausgefallene Rätsel und packende Bosskämpfe. Leider hält sich Codemasters in der Richtung noch etwas bedeckt.

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