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Special - Daedalic: Eine neue Ära bricht an : Herr der Ringe, A Year of Rain, Lord of the Dead und 3 weitere Spiele

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Barotrauma

Wow, das Ding wird krass! Sorry, Leute, wir müssen so plakativ anfangen, um eure Aufmerksamkeit zu wecken, denn Barotrauma ist so dermaßen kreativ, komplex und völlig anders alles jedes Spiel, das ihr kennt, dass es extrem schwer fällt, in wenigen Worten zu beschreiben, was euch darin erwartet.

Barotrauma - Announcement Teaser Trailer
Mit Barotrauma hat Daedalic Entertainment heute ein kooperatives 2D-Multiplayer-Spiel angekündigt.

Der finnische Entwickler FakeFish bezeichnet sein Spiel selbstironisch als „2D-Koop-Multiplayer-Ertrinken-Simulator. Im Weltraum.“ und hat damit alles, aber eigentlich gar nichts gesagt. In Barotrauma erforscht ihr mit bis zu 16 (!) Spielern im Koop-Modus die endlosen Tiefen der Ozeane auf dem Jupiter-Mond Europa. In einer 2D-Platformer-Ansicht übernimmt jeder Spieler eine ganz bestimmte Rolle bei der Steuerung des U-Boots: Der Kapitän lenkt, der Ingenieur repariert Schäden, der Sanitäter behandelt verletzte Crewmitglieder usw.

Doch die Tiefsee wimmelt nur so vor feindseligen Monstern, die schon bald euer Boot angreifen, durch die Außenhülle dringen und zum Kampf gegen die Besatzung blasen. Nun müssen alle Spieler eng zusammenarbeiten, um die Bedrohung zurückzuschlagen und das U-Boot in funktionstüchtigem Zustand zu halten. Die klaustrophobische Stimmung, die Barotrauma erzeugt, erinnert stark an eine Mischung aus den Filmen Aliens und Sphere.

Das eigentlich Geniale an Barotrauma aber sind die vielen kreativen Details, die den Titel außerordentlich einzigartig machen. So können die Aliens etwa eurem Charakter eine Gehirnwäsche verpassen und euch dadurch den heimlichen Auftrag erteilen, den eigenen Captain zu töten – am besten natürlich, ohne dass die Kameraden von eurem Verrat Wind bekommen, beispielsweise indem ihr eine Druckluftschleuse mit einer Sprengladung präpariert, die den Captain tötet, ohne dass dabei der Verdacht auf euch fällt.

Da die Kommunikation zwischen den Koop-Spielern der Schlüssel zum Erfolg ist, liegt darin genau eure Schwachstelle – die das Spiel gnadenlos ausnutzt. Erleidet euer Charakter beispielsweise im Tiefenrausch eine Psychose, halluziniert ihr auf einmal Dinge, die in Wirklichkeit gar nicht da sind. Wenn ihr dann zum Beispiel einen Feueralarm auslöst, weil ihr glaubt, dass der Laderaum in Flammen steht, obwohl das gar nicht der Fall ist, richtet ihr maximale Verwirrung unter euren Mitspielern an.

Barotrauma wird mit einem umfangreichen Editor ausgeliefert, mit dem ihr eigene Monster, U-Boote, Missionen und Charaktere entwerfen könnt. Für lang anhaltenden Content dürfte also gesorgt sein – vorausgesetzt dem Titel gelingt es, eine ausreichend große Communiy aufzubauen, was angesichts des ungewöhnlichen und auf den ersten Eindruck schwer zu erfassenden Ansatzes nicht einfach werde dürfte. Daher empfehlen wir: Behaltet den Titel im Auge! Es wäre schade, wenn es einem solch kreativen und innovativen Spiel geht wie dem U-Boot darin: nämlich untergeht, nur weil niemand versteht, was los ist.

Unrailed

Und noch ein Fall von: da muss man erstmal verstehen, worum es geht. Auf den ersten Blick sieht Unrailed aus wie eine Modelleisenbahn-Simulation im Minecraft-Look, ist aber etwas ganz Anderes. Das Spielprinzip ist glücklicherweise sehr simpel zu beschreiben: Ein Zug fährt los – allerdings sind die Gleise zum Zielort noch nicht verlegt. Bis zu vier Spieler müssen nun im Koop zusammenarbeiten, um schnell die Strecke zu bauen, bevor der Zug auf freier Strecke entgleist.

Unrailed! - Announcement Teaser Trailer
Mit Unrailed! hat Daedalic Entertainment eine neue Arcade-Eisenbahn-Simulation im Klötzchen-Look angekündigt.

Hierfür müsst ihr im Minecraft-Stil Steine klopfen und Bäume fällen, um Eisen und Holz zu gewinnen, aus denen die Schienen gebaut werden. Diese werden dann so verlegt, dass der Zug sicher den Levelausgang erreicht. Wichtig ist dabei eine möglichst reibungslosen Zusammenarbeit der Mitspieler. Denn nur wenn alle Aufgaben gut verteilt und abgesprochen sind – ein Spieler hackt Holz, einer verlegt Schienen, einer räumt Hindernisse aus dem Weg etc. - ist gewährleistet, dass keine Engpässe entstehen und nicht heilloses Durcheinander ausbricht. Auch eine gründliche Planung ist entscheidend, denn selten ist der direkte Weg zum Ziel gleichzeitig auch der ideale: Statt etwa eine aufwändige Brücke über den See zu bauen, kann es sinnvoller sein, einen größeren Umweg um ihn herum in Kauf zu nehmen – auch wenn dafür erst ein Berg abgetragen werden muss.

Doch unvorhergesehene Katastrophen können jede noch so gut geölte Teamwork-Maschine aus den Fugen bringen: Feuer, das ausbricht, wenn die Lokomotive heiß läuft, plötzlich auftauchende Pinguine, die bereits fertiggestellte Schienen klauen, oder dreiste Kamele, die heimlich das Wasser aus dem Eimer trinken, das zum Löschen der Flammen gedacht war.

Unrailed erinnert mit seinem Koop-Gameplay stark an Overcooked und artete in unserer Anspielsitzung in ähnlicher Weise in eine Mischung aus Johlen, Fluchen und Jubeln aus. Ein kleiner, feiner Indie-Titel für die gute Laune zwischendurch.

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