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News - Hasbro : Mehrere Projekte gestrichen, Abschreibung in Millionenhöhe

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Der US-amerikanische Spielwaren- und Medienkonzern Hasbro hat im Zuge seiner aktuellen Quartalszahlen eine deutliche Kurskorrektur im Videospiel-Bereich bekannt gegeben. Wie das Unternehmen mitteilt, führt die Einstellung mehrerer in Entwicklung befindlicher Spieleprojekte zu einer nicht zahlungswirksamen Wertminderung in Höhe von 56 Millionen US-Dollar. Betroffen von der Streichung sind Titel, die für das Jahr 2028 und spätere Zeiträume vorgesehen waren. Hasbro-CEO Chris Cocks begründete den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung hin zu mehr Kostendisziplin und einer stärkeren Konzentration auf aussichtsreiche Kernmarken wie Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering.

In den vergangenen Jahren hatte Hasbro – Muttergesellschaft des D&D-Rechteinhabers Wizards of the Coast – massiv in den Aufbau eigener Entwicklungskapazitäten investiert, um künftig vermehrt als eigenständiger Publisher aufzutreten. Das jüngste Ergebnis der Portfolio-Überprüfung zeigt nun jedoch, dass der Konzern das Tempo drosselt.

Nach Angaben des Managements werden Projekte gestrichen, bei denen die kommerziellen Erfolgschancen im Vergleich zu den drastisch gestiegenen Entwicklungskosten im AAA-Bereich als zu gering eingestuft wurden. Zu den gecancelten Titeln gehört unter anderem ein D&D-Projekt beim Studio Giant Skull, das bereits vor einigen Monaten gestoppt wurde.

Trotz der deutlichen Kürzungen hält Hasbro an seinen wichtigsten und am weitesten fortgeschrittenen Eigenproduktionen fest. Die beiden für 2027 geplanten Großprojekte, nämlich das Science-Fiction-Rollenspiel Exodus des Partnerstudios Archetype Entertainment sowie der D&D-Titel Warlock, sind von den Streichungen nicht betroffen und befinden sich weiterhin wie geplant in der Hauptentwicklungsphase.

Laut Cocks markiert das Jahr 2026 den finanziellen Höhepunkt der internen Gaming-Investitionen, bevor das Modell durch den Abschluss der aktuellen Entwicklungszyklen effizienter werden soll. Für die Zukunft plant der Konzern eine ausgewogene Mischung aus intern verlegten Flaggschiff-Spielen und externen Lizenzpartnerschaften. Als Vorbilder für erfolgreiche Kooperationen verwies die Unternehmensführung auf Erfolgsgaranten wie Larian Studios mit Baldur's Gate 3 oder Scopely mit Monopoly Go.

Indem risikoreiche Projekte ohne klare Erfolgsgarantie frühzeitig gestrichen werden, will Hasbro den internen Spendengürtel enger schnallen und künftig nur noch Titel finanziell unterstützen, die das Potenzial für langlebige digitale Marken besitzen.

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