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Preview - Dying Light : (K)ein Zombie-Spiel

  • PC
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Allmählich schleicht es sich an - das Gefühl des Überdrusses. Wohin man auch schaut, die Untoten lauern überall, gieren nach Aufmerksamkeit. Doch mittlerweile ist (fast) jede Ankündigung eines Zombie-Spiels mit einem großen Seufzer verbunden. Manche Zocker sind gesättigt und haben schlicht genug vom ewig gleichen Überlebenskampf, der daraus besteht, dass sie den Zombies mühsam gesammelte Munition in den Kopf jagen. Dass diese Meinung nicht jeder vertritt, beweist das polnische Entwicklerstudio Techland mit seinem aktuellen Projekt Dying Light. Erst bei näherer Betrachtung fällt auf, dass Zombies dabei nicht die Hauptrolle spielen.

Die Welt von Dying Light ist voll von Zombies. An jeder Ecke lauern sie, knirschen mit den Zähnen und stoßen schmerzverzerrte Schreie aus, die sich durch euren Gehörgang drängen. Trotzdem fühlt sich Dying Light nicht nach dem üblichen Zombie-Spiel an, das man anhand der ersten Bilder und Videos vielleicht erwartet hat. Möglicherweise hat sich die Chefetage des Entwicklers kurz zusammengesetzt und sich die Frage gestellt, wie sich heutzutage Spiele verkaufen lassen. Und eventuell waren Zombies der Konsens. Irgendwas muss ja dran sein, sonst wäre Techlands voriges Werk unter Umständen gar nicht so erfolgreich gewesen. Doch der Schein trügt. Trotz der Allgegenwärtigkeit der dahinsiechenden Kreaturen stehen sie nicht im Fokus. Denn da steht ihr.

Großes Ego

Laut Producer Tymon Smektala ist Dying Light kein Zombie-Spiel. Stattdessen drehe sich alles um die eigene Spielfigur und ihr Bewegungsrepertoire. Spielmechanisch tritt Dying Light in die Fußstapfen eines Mirror's Edge. Das zentrale Spielelement ist nicht das Töten von Zombies, sondern vielmehr das Vermeiden von Auseinandersetzungen mithilfe ausgefeilter Kletterkünste. Natürlich könnt ihr auch auf Konfrontationskurs gehen, allerdings werdet ihr früher oder später einer Schar Zombies begegnen, der ihr einfach nicht mehr gewachsen seid. Während unserer Anspielensitzung sind wir auf keine einzige Schusswaffe gestoßen. Dieser Mangel an durchschlagenden Waffen führt letztendlich dazu, dass Flucht manchmal die einzige Option ist. Wenn ihr euch zur Wehr setzen wollt, bleiben oftmals nur simple, stumpfe Waffen, beispielsweise eine rostige Brechstange.

Die anfänglichen Befürchtungen, dass das ganze Konzept rund um das Parkour-Element nicht reibungslos funktionieren könnte, sind nach unseren ersten Spielminuten mit Dying Light schnell verflogen. Springen, Klettern und Sprinten gehen schnell in Fleisch und Blut über und erzeugen ein äußerst dynamisches und schnelles Spielgefühl. Vor allem die vergleichsweise lang einsetzbare Sprintfähigkeit trägt dazu bei, dass ihr euch schnell von A nach B bewegt. Im Gegensatz zu Mirror's Edge könnt ihr in Dying Light überall entlangklettern und nicht nur an farbig hervorgehobenen Stellen. Das hat die Entwickler jedoch anfangs vor eine große Herausforderungen gestellt. Zu Beginn der Entwicklung wurden innerhalb der ganzen Stadt Punkte von Hand platziert, an denen der Protagonist klettern kann. Die schiere Größe der Stadt sorgte jedoch dafür, dass diese Herangehensweise zu umständlich wurde.

Dying Light - Epic Fails Gameplay Trailer
Dass die lustige Zombie-Hatz in Dying Light auch gehörig nach hinten losgehen kann beweist diese Fail-Compilation.

Der gesamte Prozess wurde über Bord geworfen und eine neue Idee war geboren. Statt den Spieler nur an fest vorgegebenen Stellen klettern zu lassen, schuf man die Möglichkeit, sich überall emporzubewegen. Ihr müsst also nicht nach bestimmten Kletterpunkten Ausschau halten. Solange das Objekt nicht zu hoch ist, an dem ihr hochklettern wollt, könnt ihr euch überall hochziehen.

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