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Preview - Das Schwarze Auge: Blackguards 2 : Rollenspiel mit viel Taktik

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Euer Vorgehen hat Auswirkungen. Wenn ihr beispielsweise Gefangene mit viel Charme und Überredungskunst aushorcht, reagieren eure NPCs anders darauf, als wenn ihr sie auf die Folterbank spannt. Jeder NPC eurer Truppe kann sterben, euch verlassen oder sich gar gegen euch stellen, wenn ihm nicht passt, was ihr tut. Generell sollen eure Entscheidungen deutlichere Konsequenzen und Auswirkungen haben. Es gibt also einiges zu beachten in den rund 30 bis 50 Stunden Spielzeit – laut Producer Johannes Kiel könnte es sogar sein, dass die Spielzeit des Vorgängers noch ein wenig übertroffen wird.

Größer, komplexer, kniffliger

Die eigentlichen Gefechte mit den Gegnern finden rundenbasiert in verschiedenen Leveln statt. Hierbei fällt auf, dass diese um einiges größer sind als beim Vorgänger – bis zu sechs- bis achtmal! Vor dem Betreten des Levels stellt ihr eure Truppe aus Charakteren und Söldnern mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen – maximal zehn Mann kann eure Einsatztruppe umfassen. Ihr bekommt dann noch die Möglichkeit, eure Einheiten in Startgebieten zu platzieren, sodass ihr auch Gruppen in verschiedenen Bereichen des Levels bilden könnt. Oft bekommt ihr es mit Gegnern zu tun, die stärker oder in anderer Form überlegen sind. Hierfür hat Daedalic wieder eine ganze Reihe interaktiver Elemente in die Karten eingebaut und mitunter ist gute Vorbereitung durch das Erledigen einer anderen Quest der Schlüssel zum Erfolg.

So könnt ihr in einer Quest einen Sumpf trockenlegen, damit ihr nicht im Matsch versinkt. Verhöre schalten mitunter weitere Startzonen in den Levels frei. Ein Beispiel für interaktive Elemente sind Ritualkreise, mit denen ihr bestimmte Gegner auf eure Seite bringen könnt, wenn ihr sie hineinlockt, oder Zugänge und Türen, hinter denen sich Verstärkung, Abkürzungen, Ausrüstung oder im schlimmsten Fall weitere Gegner verbergen können. Höhenstufen spielen ebenfalls eine Rolle. Schützen haben aus einer erhöhten Position deutliche Vorteile und ihr könnt sogar Gegner in den Abgrund stoßen - sie euch allerdings auch. Des Weiteren gibt es neue Missionstypen, wie Verteidigungskämpfe, bei denen ihr vor dem Start zunächst Fallen, Verteidigungseinrichtungen und natürlich eure Charaktere platziert. Gute Taktik kann hier schon über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Viele kleine Neuerungen

Ein neues Sichtlinien-Tool erleichtert die Einschätzung der Situation für Fernkämpfer. Ihr könnt sogar schauen, wie sich eure Trefferchancen auf einem anderen erreichbaren Feld verändern. Daedalic will offenbar den Zufallsfaktor etwas reduzieren, was sich auch daran zeigt, dass ihr vor einer Mission einsehen könnt, wie gut eure Erfolgschancen sind. Auch wurden Zauberpatzer entfernt. Die sorgten beim Vorgänger oft für so viel Frust, dass einige Spieler diese Klasse ganz außen vor ließen. Zauber treffen nun also immer. Der Haken ist natürlich, dass dies auch für gegnerische Zauber gilt, was die Magie um einiges interessanter machen dürfte.

Ein Bewachen-Modus sorgt dafür, dass ihr nun Bereiche eines Levels im Blick habt und reagiert, wenn ein Feind diesen Bereich betritt – ein weiteres taktisches Element. Die Level bestehen jedoch nicht nur aus Kampf, sondern vermehrt auch aus Erkundung und Exploration. Auch geht es nicht immer nur um den Sieg im Kampf. Nicht selten reicht es schon aus, durch das Erreichen eines Zielpunkts in einem Level aus einer prekären Situation zu entkommen. Erfolg wird aber auf jeden Fall belohnt. Es gibt unzählige Ausrüstungsgegenstände verschiedener Stufen und eure Söldner verbessern mit der Zeit ihre Fertigkeiten.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Aus alten Fehlern gelernt

Blackguards war seinerzeit ein spaßiges Unterfangen. Allerdings hatte der erste Teil erhebliche Mankos bei der Bedienung und war oftmals zu sehr von Glück und Zufall abhängig. Genau diese Punkte scheinen die Entwickler ganz weit oben auf ihrer Liste zu haben, ohne aber für verbesserte Bedienung und mehr Fairness die Komplexität zu opfern. Im Gegenteil, durch die größeren Level, die neuen Möglichkeiten und den stärkeren Fokus auf Story und Entscheidungen hat Blackguards 2 tatsächlich das Zeug, den Vorgänger in allen Belangen zu übertreffen. Das wäre wünschenswert, denn mein Herz schlägt für ausgeklügelte Rundentaktik in Rollenspielen und gute Titel kann es in diesem Genre gar nicht genug geben. Daedalic scheint jedenfalls auf einem guten Weg zu sein, Anfang 2015 einen tollen Nachfolger abzuliefern.

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