Spielerisch ausgefeilter Loot-Shooter mit einigen technischen und erzählerischen SchwächenImmer wenn ich mit meinen Freunden Borderlands 3 gespielt habe, trumpfte Gearbox neuester Shooter-Streich richtig auf. Dann trat die Handlung in den Hintergrund und wir genossen einfach nur den bleihaltigen Wahnsinn auf den verschiedenen Planeten. Den letzten Drittel absolvierte ich dann alleine und es fiel auf, dass Borderlands 3 auf erzählerischer Ebene nicht wirklich befriedigt, obwohl einige Charaktere durchaus zu gefallen wissen. Das wird sicherlich einige kaum stören, denn die Ballerei steht ja im Vordergrund.
Nach Abschluss der Kampagne verspüre ich nicht den Reiz weiterzumachen. Vielleicht brauche ich einfach eine kleine Pause von dem abwechslungsarmen Wahnsinn. Aber es könnte auch daran liegen, dass die vorhandenen Möglichkeiten mich nicht überzeugen, die das Endgame momentan zu bieten hat. Allenfalls die Mayhem-Modifikatoren werde ich für die letzten Nebenaufgaben noch aktivieren, um die Loot-Qualität zu optimieren. Mit Circle of Slaughter und Proving Grounds bietet Borderlands 3 zwar nette Optionen mit hohem Wiederspielwert, aber die großen und spannenden Herausforderungen fehlen, was beim Vorgänger nicht der Fall war.
Hier scheint Borderlands 3 mit dem aktuell omnipräsenten Games-as-a-service-Prinzip zu flirten. Das muss nichts schlechtes sein: ich werde liebend gerne in den kommenden Wochen und Monaten immer mal wieder mit der Sanctuary III durchs All reisen und schauen, was Gearbox noch so für die Spieler parat hat, aber der große Wurf ist Borderlands 3 aktuell nicht gelungen. Vielleicht kommt das ja noch.
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