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Special - Assassin's Creed V: Unity & Comet : Schnellschuss-Assassinen?

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Nun ist die Bombe geplatzt: Laut Gerüchten und ersten Bildern spielt das neue Assassin’s Creed im Paris des 18. Jahrhunderts und hört derzeit noch auf den Projektnamen Unity. Doch damit nicht genug: Noch im selben Jahr soll ein weiterer Serienteil namens Comet in den Handel kommen. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen wahrscheinlich nur vorläufigen Namen. Mehr zu den beiden Projekten lest ihr in der entsprechenden News unter diesem Link. Sind zwei Assassinen-Spiele in einem Jahr zu viel? Fährt Ubisoft die Serie nun möglicherweise doch noch gegen die Wand? Wir haben unsere zwei langjährigen Redaktions-Assassinen gefragt.

Michael Zeis:

Ich denke noch immer mit einem Schaudern daran zurück, wie die erste Version von Assassin’s Creed III auf meinen Schreibtisch flatterte und sich schnell als Bug-Hölle entpuppte. Die zweite Testversion war dann zwar deutlich besser – wenn auch weiterhin weit weg von fehlerfrei – aber spätestens an diesem Tag war es überdeutlich zu sehen, dass der Jahres-Rhythmus der Serie schadet. Eben genau das, was Fans schon seit Jahren befürchteten. Klar, Black Flag hat die Wogen wieder geglättet, aber ein Zwei- oder gar Drei-Jahres-Rhythmus erscheint mir nach wie vor als die empfehlenswertere Variante. Zumal dadurch auch einer Übersättigung entgegengewirkt werden könnte.

Tja und wie reagiert Ubisoft? Sie treten noch fester aufs Gaspedal und veröffentlichen gleich zwei große Assassinen-Spiele in einem Jahr. Vorausgesetzt natürlich, die Informationen unserer Kollegen von Kotaku entsprechen der Wahrheit. Eine offizielle Reaktion darauf gab es auf unsere telefonische Nachfrage bei Ubisoft nicht. Na gut, der lange gewünschte Schauplatz Frankreich stimmt hoffnungsvoll, aber welches Assassin’s Creed stimmte im Vorfeld jemals nicht hoffnungsvoll? Ich habe durchaus ein gewisses Grundvertrauen in die Fähigkeiten der Ubisoft-Studios. Es würde mich aber nicht überraschen, wenn sich selbst Ubisoft nun an den selbst gesetzten Zielen einen Bruch hebt.

Andreas Philipp:

Oh, wie überraschend, ein neues Assassin's Creed … Ubisoft lässt sich nicht davon abhalten, die Cash Cow weiterhin kräftig zu melken. Warum auch nicht, solange die Zahlen stimmen? Aus rein wirtschaftlicher Sicht ein absolut logischer und nachvollziehbarer Schritt. Aber genau da beginnt mein Problem: Die Luft ist raus. Habe ich frühere Teile der Serie noch genossen, ist spätestens seit Assassin's Creed III der Faden bei mir gerissen. „More of the same“ wird halt doch irgendwann langweilig, zumal ich das Gefühl nicht loswerde, dass die Serienteile seit dem Dreier recht lieblos auf den Markt geworfen werden, ergänzt von sehr durchwachsenen Ablegern auf anderen Plattformen, siehe den eher schnarchigen Mobile-Titel. Man erinnere sich auch an die zahlreichen Bugs des Black-Flag-Vorgängers. Da ich entsprechend den dritten Teil nie zu Ende gespielt habe, liegt auch die Piratenvariante nach kurzem Anspielen noch auf meinem „Pile of Shame“.

Was mich aber noch mehr beunruhigt als ein weiterer Teil mit neuem Szenario und möglicherweise wenig spielerischen Veränderungen ist die Meldung, dass die alten und die neuen Konsolen nicht nur unterschiedliche Versionen, sondern gleich komplett unterschiedliche Spiele bekommen. Rein wirtschaftlich macht das sicherlich Sinn. Denn so ist es möglich, auf den neuen Konsolen die technischen Möglichkeiten ohne Abstriche zu nutzen, man ist nicht gezwungen, abgespeckte PS3- und Xbox-360-Versionen auf den Markt zu werfen, die so reizvoll sind, wie eine Wurzelbehandlung und kann trotzdem sowohl die große Marktverbreitung der älteren Konsolen, als auch die wachsende der neuen Konsolen gewinnbringend nutzen.

Die Frage ist nur, ob wir das wirklich wollen. Die Serie zerfasert immer mehr und verliert ihren inneren Zusammenhang. Zudem hab ich meine Zweifel, ob die Entwickler wirklich in der Lage sind, gleich zwei vollwertige und ausgereifte Titel mit entsprechender Kreativität füllen können. Ich habe die dumpfe Befürchtung, dass eine meiner (früheren) Lieblingsserien immer mehr zur schalen Fließbandkost verkommt. Wie gesagt, wirtschaftlich gesehen völlig nachvollziehbar, aber möglicherweise der nächste Schritt zum Untergang einer großen Spielereihe. Weniger ist manchmal mehr …

Nachtrag

Auch wenn es sowohl in den News als auch in diesem Artikel mehrmals erwähnt wird, halten wir es nach dem Lesen der bisherigen Kommentare für notwendig, noch einmal klarzustellen, dass das alles natürlich aktuell noch rein spekulativ ist. Bei den Kotaku-Infos handelt es sich nun mal um nach wie vor unbestätigte Gerüchte und Bilder. Was Ubisoft tatsächlich machen oder nicht machen wird, können auch wir erst wissen, wenn offizielle Informationen von Ubisoft kommen. Bis dahin bleiben wir gespannt und hoffen natürlich das Beste.

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