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Special - Mobile Spiele (Oktober) : Sinnvolle Ergänzung oder Kinderkram?

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    Bit.Trip Run!

    Plattform: iOS | iPhone, iPad
    Preis: 3,59 Euro

    Commander Video lässt nun auch auf iOS-Geräten die Sohlen glühen. Bei Bit.Trip Run! handelt es sich um die mobile Umsetzung von BIT.TRIP Presents Runner 2: Future Legend of Rhythm Alien, das bereits seit einiger Zeit für PC und Konsolen erhältlich ist. Abgesehen vom weitaus weniger sperrigen Titel halten sich die Neuerungen aber in Grenzen: Ihr schlüpft in die Rolle des kleinen Sprinters Commander Video, flitzt automatisch von links nach rechts durch farbenfrohe Levels und müsst dabei allerhand Hindernissen ausweichen sowie Goldklümpchen einsammeln. Und hier liegt auch schon der Kniff im Spielprinzip: Aufgrund der hohen Geschwindigkeit bleibt nur ein minimales Zeitfenster, in dem ihr über Abgründe springen, Wände durchtreten und auf Knien unter Mauerresten hindurchrutschen könnt, sonst müsst ihr von vorne respektive am letzten Rücksetzpunkt beginnen - von denen es aber maximal einen pro Level gibt.

    Aufgepeppt wird das Jump 'n' Run von dem einzigartigen Grafik- und Musikstil, denn jeder Sprung, jeder Tritt, kurz: jede Aktion wird von einem akzentuierten Ton begleitet. Auf diese Weise komponiert ihr indirekt eure eigene Melodie. Darüber hinaus zieht die Figur einen bunten Regenbogenschweif hinter sich her, während ihr durch knapp 60 Level in insgesamt 3 Welten rauscht. Trotz schöner Grafik hat man sich aber schnell sattgesehen, da Bit.Trip Run! nur eine Handvoll unterschiedlicher Kulissen bietet. Dafür könnt ihr eure Reaktionsfähigkeit in drei unterschiedlichen Spielmodi unter Beweis stellen und dabei unter anderem in 8-Bit-Retro-Abschnitten in Nostalgie schwelgen.

    Auch Sammler kommen auf ihre Kosten, die eingesackten Goldklumpen lassen sich nämlich gegen allerhand Extras wie neue Charaktere und witzige Kostüme eintauschen. Blöderweise wird der Spielspaß durch die träge Bedienung getrübt, denn die einfach zu erlernende Steuerung krankt an einer merklichen Verzögerung und reagiert teilweise überhaupt nicht auf eure Eingaben – angesichts des auf exakte Sprünge ausgelegten Spielprinzips eine Katastrophe. Daher können wir Bit.Trip Run! vorerst nur bedingt empfehlen. Die Entwickler wollen sich des Problems mit einem Update annehmen.

    Wertung: 5

    Anomaly 2

    Plattform: iOS | iPhone, iPad
    Preis: 4,49 Euro

    Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, ist Anomaly 2 kein herkömmlicher Spross des Tower-Defense-Genres. Vielmehr dreht das Spiel den Spieß um und schickt euch in der Rolle des Angreifers gegen Außerirdische in den Kampf. Dabei rollt ihr mit Kampfpanzern unterschiedlicher Art auf festgelegten Pfaden durch Stadtruinen und zerbröselt die außerirdischen Invasoren. Insgesamt stehen euch sechs Fahrzeug-Slots zur Verfügung, die ihr jederzeit im Laufe einer Mission mit Kampfeinheiten füllen könnt – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Dieses sammelt ihr unterwegs am Straßenrand auf oder nehmt es zerstörten Gegnern ab. Außerdem lässt sich die eigene Armee mit der erbeuteten Kohle aufrüsten.

    Obwohl es nicht allzu viele Truppentypen gibt, verlangt euch Anomaly 2 ein gewisses strategisches Denken ab. Wer stetig nur dieselben Kampfpanzer ordert und ohne Rücksicht auf Verluste gen Zielpunkt rauscht, wird schnell auseinandergenommen. Stattdessen gilt es, die richtigen Vehikel für die jeweilige Kampfsituation zu wählen. Die Sturmhunde etwa sind zunächst die schwächsten Einheiten, richten aber mit zunehmend heißlaufender Gatling-Kanone mehr Schaden an und können sich sogar in einen robusten Mech samt Doppelflammenwerfer verwandeln – ideal, um in engen Straßen eure Widersacher zu vernichten. Der sogenannte Vorschlaghammer zerpflückt Gegner bereits aus großer Entfernung, hat aber nur einen sehr eingeschränkten Blickradius. Jeder Einheitentyp besitzt seine individuellen Vor- und Nachteile, die auf dem Schlachtfeld über Sieg und Niederlage entscheiden können.

    Noch spannender werden die Feldzüge durch diverse Spezialfertigkeiten, etwa eine EMP-Bombe, die Türme so lange außer Gefecht setzt, bis sie von euch angegriffen werden. Im Laufe der Kampagne ballert ihr euch durch insgesamt 14 Missionen, die allesamt grafisch beeindruckend inszeniert sind. Allen voran die detaillierten Karten sowie die schicken Spezialeffekte machen Anomaly 2 zweifelsohne zu einem der schönsten Tablet-Spiele im App-Store. Allerdings solltet ihr mindestens über ein iPhone 5 oder iPad der vierten Generation verfügen, da sonst die Bildrate merklich in den Keller geht. Wer genug vom Soloabenteuer hat, stürzt sich einfach in den neuen Mehrspielermodus. Der Titel ist eine konsequente Fortsetzung des ersten Teils, bietet aber nichts revolutionär Neues.

    Wertung: 7.5

    Dhoom 3: The Game

    Plattform: Windows-Phone | Smartphone
    Preis: kostenlos

    Im offiziellen Smartphone-Spiel zum Bollywood-Streifen Dhoom 3 schwingt ihr euch auf ein fettes Motorrad und braust durch die Straßen New Yorks, während ihr bei rasantem Tempo per Neigung des Geräts dem Stadtverkehr sowie der lästigen Polizei ausweicht, über Sprungschanzen schießt und nebenbei allerhand Münzen sowie Extras aufsammelt. Mit Letzteren aktiviert ihr zum Beispiel den Turbo oder schirmt euch mit einem Schutzschild vor Gefahren ab, denn jeder Kontakt mit der Umwelt führt zum unweigerlichen Spielende – es sei denn, ihr investiert extrem rar gesäte Bonus-Credits, die auch der spielinterne Shop gegen Echtgeld anpreist.

    Im Grunde ist Dhoom 3 ein endloses Rennspiel, allerdings kein besonders gutes. So werden etwa immer dieselben kurzen Geräusche abgespielt, die eher an einen Förster erinnern, der mit seiner Kettensäge herumhantiert. Auch die triste 3-D-Grafik lockt niemanden hinterm Ofen hervor. Darüber hinaus gähnt euch in vielen Spielmenüs pure Leere entgegen, weil die Entwickler Text und interaktive Elemente vergessen haben. Abgesehen von einigen Bonusmissionen gibt es auch nichts, was euch im Spiel weiterbringt. Dhoom 3 muss man nicht gespielt haben.

    Wertung: 3

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