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Test - Prey : Prey

  • X360
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Mehrspieler-Gefechte

Der Multiplayer-Part von 'Prey' fällt prinzipiell recht karg aus: Bis zu acht Spieler jagen sich im Deathmatch bzw. Team-Deathmatch durch die Aliengewölbe. Vergeblich sucht ihr andere Spielmodi, wie etwa Capture the Flag oder kooperative Schlachtfeldvarianten. Ok, für Letztere ist 'Prey' tatsächlich nicht ausgelegt, dennoch ist die Ausstattung etwas mager. Insgesamt stehen euch acht Maps für eure Partien zur Auswahl, die allesamt einen ordentlichen Eindruck machen. Teilweise stammen diese mehr oder weniger direkt aus dem Solopart des Spiels oder sind zumindest in Bezug auf Architektur und Style an das Alienraumschiff angepasst. Zwei Karten bieten euch zudem die Möglichkeit, in ein Shuttle zu steigen und packende Dogfights auszutragen. Dass die Gefechte, insgesamt gesehen, dennoch einen gewissen Reiz haben, liegt vor allem an den Wandgängen. Ihr solltet stets die Augen offen halten, denn Gefahr droht bei den Deathmatch-Runden von überall – selbst von oben. Gerade Verfolgungsjagden quer über die Karte und an der Decke eines Raumes entlang sind schon ein ganz besonderes Ereignis. Ebenso erfreulich ist die Performance der Multiplayer-Partien. Selbst auf der Xbox 360 laufen Online-Scharmützel ohne nennenswerte Ruckler oder Lags ab, die schon für so manch anderen First-Person-Shooter der Todesstoß waren.

Insgesamt kommt der Multiplayer-Part von 'Prey' gerade noch über den Durchschnitt hinaus. Ja, die Karten sind recht gut gelungen und vor allem die Märsche an Wand und Decke bringen die nötige Würze ins Spiel. Der Umfang ist jedoch etwas mager und Deathmatch-Gefechte zaubern andere Shooter einfach besser auf den Bildschirm. Somit lautet das kurze Fazit: Nett, mehr aber nicht.

Ungewohnter Anblick

Wie eingangs bereits erwähnt, basiert 'Prey' auf einer modifizierten Variante der 'Doom 3'-Engine. Diesen Ursprung kann das Spiel auch nicht verbergen, denn immer wieder trifft man auf die bekannten Bump Mappings, Metall- und Spiegeleffekte. Dennoch versprüht 'Prey' ein eigenes Flair, was primär am gelungenen Leveldesign liegt. Immer dann, wenn ihr beginnt, euch über Laborgänge aufzuregen, landet ihr in einem gänzlich anderen Sektor. Etwas mehr Abwechslung hätte es jedoch beim Monsterdesign sein dürfen. Gerade mal etwas mehr als ein Dutzend Gegnertypen stellen sich euch in den Weg, die zwar ebenso schick wie fremdartig aussehen, doch das gewisse Etwas fehlt ihnen. Das kann man über die Waffen- und Spezialeffekte nicht reinen Gewissens sagen. Ständig kracht, blitzt und flackert etwas und besonders die Bossfights sind packend inszeniert. Die Xbox-360-Version steht der PC-Variante insgesamt in nichts nach. Das Geschehen ist auf der Konsole stets flüssig und ebenso effektvoll. Wohl dem, der ein HDTV-Gerät sein eigen nennt, denn dort sieht das Geschehen gleich noch mal so gut aus. Auf herkömmlichen TVs fallen hingegen einige Schriften zu klein aus. Ein Spiele-Oscar gebührt der Soundkulisse von 'Prey'. Sowohl die Waffeneffekte als auch die englische Sprachausgabe sind grandios. Ein echter Lacher: Die Radiosendung mit Art Bell, die ihr immer wieder zu hören bekommt, beweist den Humor von Human Head. Untermalt wird das Geschehen von einem dynamischen Soundtrack teils mit klassischen Rock-Songs, teils mit Kompositionen aus der Feder von Jeremy Soule ('Oblivion', 'Guild Wars: Factions'), der von besinnlichen Klängen bis hin zu treibenden Rhythmen alles zu bieten hat, was ein Spiel in Richtung Cineastik führt – exzellent.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Es ist verdammt schwer, sich bei 'Prey' auf harte Fakten zu konzentrieren. Selten zuvor hat mich ein Shooter dermaßen vor den Monitor gebannt wie dieses Spiel. In Sachen Atmosphäre, Storyführung und Dramatik hat 'Prey' einen Sonderpreis verdient, was durch die gelungene Optik und den famosen Soundtrack nur noch verstärkt wird. Mit rund zehn Stunden Spielzeit ist die Alienhatz auch nicht zu kurz geraten. Allerdings gibt es auch den ein oder anderen Haken: Die Shootouts sind zu statisch, es gibt zu wenig Gegnertypen und die KI ist alles andere als berauschend. Aus dem Spirit Walk hätte man ebenfalls mehr machen können und müssen. Das kratzt am Spielspaß, geht jedoch in der exzellenten Präsentation der Ereignisse sowie den coolen Ideen (Portale, Wandgänge) fast schon unter. Hach und diese Gags am Rande... Wer die aufgezählten Mängel verschmerzen kann, bekommt einen grandios inszenierten Shooter serviert, der auch auf der Xbox 360 zu den Pflichtkäufen gehört.

Überblick

Pro

  • packende Atmosphäre
  • gutes Leveldesign
  • frische Ideen (Portale, Spirit Walk etc.)
  • grandioser Soundtrack
  • intensive Präsentation

Contra

  • Shootouts zu statisch
  • schwache Gegner-KI
  • Aufbau zu linear

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